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7 Fakten über Holzpellets, die Sie noch nicht wussten

Das Heizen mit Holzpellets wird immer beliebter. Das liegt nicht zuletzt auch an den immer besser werdenden Geräten. Pelletöfen, Pelletheizungen, Pelletöfen wasserführend und Co. zeichnen sich heute durch einen hohen Grad an Automatisierung, Effizienz und Komfort aus. Aber wie sieht es mit dem eigentlichen Brennstoff aus? Um die kleinen und unscheinbaren Presslinge ranken sich viele Mythen und hartnäckige Gerüchte. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben uns das einmal genau angesehen. Werden für die Herstellung der Pellets wirklich Bäume gefällt oder chemische Zusätze verwendet? Wie umweltfreundlich sind sie tatsächlich? Außerdem haben wir 7 spannende Infos über Holzpellets gesammelt, die Sie noch nicht gewusst haben.

Werden extra für Holzpellets Bäume gefällt?

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Nein. Das ist ein Mythos, der sich vielerorts immer noch hartnäckig hält. Der Rohstoff für die Herstellung des Brennmaterials stammt meist von Sägewerken oder anderen Industriebetrieben zur Holzverarbeitung. Dort fallen bei der Arbeit sehr viele Holzspäne und Holzreste an. Nur diese werden bei uns für die Herstellung der Holzpellets genutzt. Es handelt sich also um eine Weiterverwertung bereits vorhandener Stoffe. Es werden also keine Bäume oder ganze Wälder für die Produktion gefällt.

Haben Pellets chemische Zusätze?

links nasses Moos, rechts loderndes Brennholz

Teilweise. Bei der Produktion von Pellets ist manchmal die Zugabe von Stärke oder Melasse (eine Art Zuckersirup) erforderlich. Das hängt immer von der Art des Holzes ab. Diese Stoffe kennen wir aber bereits aus unserem Alltag und sind absolut unbedenklich. Sie werden als Bindemittel in sehr geringen Mengen eingesetzt. Warum chemische Zusätze bei den Holzpellets manchmal zum Einsatz kommen und warum nicht, dass erfahren Sie im nächsten Absatz.

Wie erhalten sie ihre typische Form?

Die Herstellung von Holzpellets ist gar nicht so kompliziert, wie man es sich auf dem ersten Blick vorstellen mag. Am Anfang müssen die Späne von den Sägewerken erst einmal getrocknet und gelüftet werden. Das sorgt für einen besseren Heizwert und eine gleiche Qualität. Danach kommt eine große Form aus Stahl zum Einsatz (eine sogenannte Matritze). Sie besitzt zahlreiche Löcher, in die die Späne eingefüllt werden. Danach werden sie unter sehr hohem Druck verdichtet. Die Kraft ist sogar so groß, dass es in den kleinen Kammern richtig heiß wird. Dabei verflüssigt sich ein wichtiger Bestandteil im Holz: Lignin. Dabei handelt es sich um einen organischen Stoff, der für die Verholzung der Zellen verantwortlich ist und sie stabil macht. Wer es ganz genau wissen möchte – es ist der am häufigsten vorkommende organische Stoff auf der gesamten Erde (neben Zellulose).

Das flüssige Lignin funktioniert wie ein Bindemittel bei der Herstellung der Pellets. Je nach Art des Holzes reicht die Menge an Lignin für die fertigen Pellets zur Formerhaltung schon aus – oder eben nicht. Darum müssen manchmal bei der Produktion Stärke oder Melasse beigemengt werden.

7 Dinge über Pellets, die Sie noch nicht gewusst haben!

Pelletofen

  1. Ein Pellet darf laut Norm nur einen maximalen Durchmesser von 25 Millimetern besitzen – sonst ist es ein Brikett
  2. Die Herstellung von Pellets (aus trockenen Resten) benötigt etwa 2,7% der Energie, die bei der Verbrennung freigesetzt wird. Bei Heizöl sind es ca. 12%. Damit ist klar: Schon bei der Herstellung sind die Presslinge umweltfreundlicher und effizienter als der fossile Brennstoff
  3. 1 Tonne Holzpellets besitzt so viel Energie wie 500 Liter Heizöl
  4. Pellets erzeugen bei der Verbrennung kaum Asche (nur etwa 0,5% der Gesamtmasse: Ein Pressling mit 3 Gramm Eigengewicht hinterlässt also nur 0,015 Gramm Asche
  5. Sie verbrennen CO2-neutral, da nur so viel Kohlenstoffdioxid an die Luft abgegeben wird, wie der Baum während des Wachstums eingelagert hat
  6. Von 2002 bis 2012 hat sich die Pellet-Produktion auf der Erde nahezu verzehnfacht
  7. 2/3 aller Holzpellets der ganzen Welt stammen aus Europa, obwohl 90% aller Pellets in Europa verbraucht werden