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Wie werden Pellets in Deutschland eigentlich hergestellt?

Holzpellets: Sie sind günstig, ökologisch und eine komfortable Möglichkeit zum Heizen. Doch es gibt auch immer zwei Seiten der Medaille: Auch bei Pellets?

Immer mehr Hausbesitzer greifen auf eine Pelletheizung oder einen Pelletofen zum Heizen zurück. Gerade die neue BAFA-Förderung, die es seit April 2015 bei uns in Deutschland gibt, hat dafür gesorgt, dass sich immer mehr Häuslebauer ein solches Gerät anschaffen. Und natürlich steigt dadurch auch der pro Kopf-Verbrauch deutlich an. Da stellt sich doch die Frage, wie wir es schaffen, unseren Pelletbedarf die ganze Zeit über zu decken? Werden am Ende sogar Bäume für die Herstellung des Brennstoffs gefällt? Wir werfen einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Pelletproduktion in Deutschland.

Werden für Holzpellets Bäume gefällt?

Die gute Nachricht wollen wir in diesem Zusammenhang einmal vor anstellen. Und zwar werden in Deutschland keine Bäume extra für die Herstellung von Holzpellets gefällt. Ganz im Gegenteil, denn die Pelletproduzenten greifen laut dem deutschen Pelletinstitut ausschließlich auf Sägenebenprodukte und Industrieholz, welches in großen Mengen breit verfügbar ist zurück.

Dabei überrascht, dass Sägenebenprodukte rund 85 bis 90 Prozent des Pelletrohstoffs ausmachen. Wird allerdings einmal das Sägenebenprodukt durch saisonale Schwankungen etwas knapper, so nutzen die Pelletproduzenten zu höchstens 15 Prozent das Industrieholz, um die Pelletproduktion sicherzustellen.

Damit ist auf jeden Fall eines klar: für kein Pellet, welches Sie im Pelletofen verfeuern, wurde eigens ein Baum gefällt. Sie sind also ökologisch auf der sicheren Seite.

Aber auch in Sachen Qualität haben die deutschen Pellets einiges zu bieten. Sie bestehen ausschließlich aus den oben genannten Rohstoffen und werden nicht mit anderen Hölzern, etwa Altholz oder Waldrestholz vermengt. Das hat einen guten Grund, denn diese Hölzer entsprechen nicht den Qualitätsanforderungen an hochwertige Holzpellets. Außerdem sollen die Wälder durch die Waldrestnutzung nicht „ausgekehrt“ werden, was wiederum ökologisch kritisch zu beäugen wäre.

Standort der Pelletproduktion

Deutschland ist der ideale Standort für die Pelletproduktion, da wir nicht nur über eine hohe Walddichte verfügen sondern obendrein auch über zahlreiche Sägewerke, die die Hauptressource für die Pelletproduktion liefern. Bislang hat Deutschland einen nennenswerten Exportüberschuss an Holzpellets und zählt so mit zu den größten Exporteuren für Pellets. Bedenken wurden allerdings laut, ob die Pellets nicht knapp werden könnten - durch die immer häufiger eingesetzten Pelletöfen.

Derzeit machen diese Öfen etwa nur einen Prozent aller Heizungsanlagen mit circa 350.000 Stück in Deutschland aus. Selbst wenn sich die Anzahl der Pelletofenbesitzer auf 1.000.000 Stück verdreifacht, entstehen eigentlich keine Engpässe in der Pelletproduktion.

Fazit: Pellets werden ökologisch verträglich produziert, weil sich die Hersteller fast ausschließlich an den Sägenebenprodukten der Sägewerke bedienen. Dass das Pellet auch bei der Verbrennung ökologisch sehr verträglich ist, liegt nicht zuletzt an der reinen Zusammensetzung an natürlichem Holz. Holz lässt bei der Verbrennung nur so viel CO2 entstehen, wie es während seines Wachstums aus der Umwelt aufgenommen hat. Daher wird hier von einer Klimaneutralität gesprochen.

Tags: Pelletofen
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