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Schamottsteine

Wer sich etwas näher mit dem Thema Kaminöfen und Kamin bauen beschäftigt, der wir früher oder später auf den Begriff Schamottsteine stoßen. Häufig werden sie auch als Schamottplatten oder einfach nur Schamotte bezeichnet. Um es ganz einfach zu machen: Es sind künstlich hergestellte Steine, die eine hohe Feuerfestigkeit aufweisen. Sie bestehen aus einer Mischung von vorgebrannter tönerner Erde und einem Anteil an Aluminiumoxid. Diese Mischung wird unter Verwendung einiger Zusatzstoffe dann in eine bestimmte Form gepresst..

Beim Kauf von Schamottesteinen gibt es teilweise erhebliche Qualitätsunterschiede: Diese kommen dadurch zustande, wie viel Aluminiumoxid der Tonerde beigemischt wird. Bei einem geringen Anteil von etwa 10 bis 30% spricht man von sogenannten sauren Schamottsteinen. Ein Normalschamott hat dagegen ca. 30 bis 45% Aluminiumoxid. Da das für den Laien aber kaum überprüfbar ist, gibt es eine einfache Faustregel: Besonders hochwertige Schamottsteine erkennen Sie an einer extrem hohen Temperaturbeständigkeit. Bestellen Sie Ihre Schamotte am Besten mit einer Hitzeresistenz bis zu 1400 Grad Celsius. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass die Steine nicht nur bei normalen Kaminöfen verwendet werden, sondern auch in der Industrie zum Einsatz kommen 

Wie schlimm sind die Risse in der Brennkammer-Verkleidung?

Während des Anfeuerns hat die Schamotte natürlich direkten Kontakt zu den Flammen und ist teilweise Temperaturen von mehr als 800 Grad Celsius ausgesetzt. Bei einem neuen Ofen ist es aber so, dass der mineralische Stein noch keinen Kontakt zum Feuer hatte und sich erst daran anpassen muss. Für gewöhnlich lässt man den Kaminofen deshalb zuerst auf Sparflamme bei niedrigeren Temperaturen brennen.

Es kann also sein, dass sich in der Schamotte noch eine gewisse Restfeuchtigkeit befindet. Diese verdunstet nun während der ersten Feuerungen und das Material schrumpft ein wenig durch den Feuchtigkeitsaustritt zusammen. In der Folge können kleine Spannungsrisse entstehen – manchmal auf größere.

Diese unvermeidlichen Einwirkungen stellen allerdings keinen Grund zur Sorge dar. Durch die Risse werden die Wärmespeichereigenschaft und die Schutzfunktion nicht beeinflusst. Es besteht kein Grund zur Sorge. Auch ein Grund für eine Reklamation liegt in den meisten Fällen nicht vor.

Erst im Laufe der Zeit und zahlreicher Feuerungen kann es passieren, dass sich ganze Stücke aus der Schamotte lösen. Dieser Prozess ist allerdings ebenfalls natürlich und unvermeidlich. Wenn sich einige Teile aus der Schamotte lockern und herunterfallen, dann wird es Zeit, über einen Austausch nachzudenken. Befinden sich schon richtige Lücken in der Dämmung, so kann die große Hitze des Feuers dort ungehindert auf den Ofenkorpus treffen und diesen über längere Zeit schädigen. Spätestens dann müssen Sie eine neue Schamotte kaufen.

Tipps zur Verarbeitung von Schamottsteinen

Da es sich bei den Schamottsteinen oder Platten um einen künstlich hergestellten Stein handelt, ist die Verarbeitung nicht ganz so einfach. Denn der Schamott ist relativ spröde und bricht leicht. Sollten Sie zum Beispiel in eine Schmamottpatte ein Loch bohren wollen, dann muss das auf jeden Fall mit einer niedrigen Drehzahl an der Bohrmaschine geschehen. Sonst platzen immer wieder Splitter ab und im Schlimmsten Fall zerbricht der Schamott. Deswegen empfehlen wir Ihnen außerdem, unbedingt die Schlagbohrfunktion auszuschalten. Wer mit viel Geduld an die Sache herangeht, der hat schon halb gewonnen. Alternativ lassen sich die Schamottsteine auch schneiden. Dazu verwenden Sie am besten einen Winkelschleifer mit einer Diamant-Trennscheibe. Bitte beachten Sie, dass beim Schneiden eine Menge Staub entsteht. Tragen Sie daher also bitte immer mindestens eine Staubmaste und einen Augenschutz. Am besten gelingt Ihnen der Schnitt in Kombination mit Wasser. Da fliegen die ganzen Partikel nicht so sehr in der Luft herum.

So kleben Sie Schamottsteine richtig!

Wer die Steine zu Hause für den Kaminbau selber verarbeiten möchte, der kommt am Thema Schamottsteine kleben nicht vorbei. Um die Steine richtig miteinander zu verbinden, sollten Sie einen speziellen Schamottkleber verwenden. Greifen also nicht zu irgendeinem billigen Schamottmörtel. Denn diese können manchmal mit Quarz-Sand gestreckt sein. Das gefährdet die Feuerfestigkeit und würde somit Ihre ganze Arbeit zunichtemachen. Ein richtig guter Schamott-Kleber hält ebenfalls bis zu 1300 Grad Celsius aus sorgt für eine optimale Verbindung der Steine. Einmal angerührt, haben Sie etwa zwischen drei und fünf Stunden Zeit zur Verarbeitung. Natürlich können Sie bei längeren Arbeiten auch noch etwas Wasser beimengen. Unser Tipp: Nässen Sie die Schamottsteine vor dem eigentlichen Kleben etwas mit dem Schamottmörtel an. Dadurch bereiten Sie den Stein ideal auf den Aushärtungsprozess vor und Sie erreichen eine Höhere Haftung. Den restlichen Kleber, der bei der Verarbeitung übrig geblieben ist, sollten Sie trocken lagern. Dann ist er auch länger haltbar.

Auch interessant: Als Alternative zu den Schamottsteinen können teilweise auch die sogenannten Vermiculiteplatten eingesetzt werden. Das sind gepresste Platten aus einem mineralischen Gestein, die bis zu 1300 Grad Celsius hitzebeständig sind. Sie sind deutlich einfacher zu verarbeiten und können auch von einem Laien verbaut werden. Meistens werden sie zur Dämmung von Kaminöfen verwendet. Bestellen Sie am besten gleich bei uns im Shop.

Zusammenfassung

Schamotte ist ein sprödes Material, welches große Hitze aushalten kann und im Laufe der Zeit altert. Es ist also ein Verschleißteil. Die gute Nachricht ist aber, dass der Austausch nicht viel Geld kostet. Bei uns im Shop von ofen.de erhalten Sie hochwertige feuerfeste Schamotteplatten schon für ein paar Euros – den passenden Kleber bieten wir übrigens ebenfalls mit an.

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