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Was ist ein Edelstahlschornstein?

Ein Edelstahlschornstein ist neben dem eigentlichen Wärmeerzeuger das wichtigste Element im Heizungssystem. Er transportiert die Rauchgase von der Feuerstätte sicher nach außen. Gleichzeitig stellt er sicher, dass immer genügend frische Luft für die Verbrennung nachströmen kann. Edelstahlschornsteine können für nahezu alle Brennstoffe verwendet werden. Besonders gut sind sie jedoch für Kamine, Kaminöfen, Pelletheizungen und Holzvergaser geeignet.

Da es beim Thema Edelstahlschornstein viel zu beachten und zu wissen gibt, haben wir Ihnen auf dieser Seite die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt:

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Die Geschichte des Schornsteins

Die Funktionsweise eines Edelstahlschornsteins ist seit mehr als eintausend Jahren bekannt. Schon die alten Römer haben sich den sogenannten Kamineffekt zur Beheizung ihre Bäder und Häuser zu Nutze gemacht.

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches kam er jedoch relativ schnell wieder in Vergessenheit und wurde erst im frühen 10. Jahrhundert wiederentdeckt. Daher geht das Wort Schornstein auf das späthochdeutsche Wort Scrostein zurück. Es bedeutet so viel wie empor- oder aufragen und ist dem damals im mittelhochdeutschen gebrauchten Wort schorren sowie dem althochdeutschen scorren entsprungen.

Bei einem Edelstahlschornstein handelt es sich einfach gesagt um eine große Röhre, durch die heiße Luft geleitet wird. Da die Temperatur in der unmittelbaren Umgebung deutlich geringer ist, als die eigentlichen Rauchgase, entsteht ein Unterdruck. Dieser sorgt dafür, dass der Edelstahlschornstein einen permanenten Luftzug entwickelt. Dieser transportiert die Rauchgase nach oben hin ab und saugt gleichzeitig neue Luft von unten an. Die frische Luft wird dazu benötigt, um das Feuer in der Brennkammer über das Ofenrohr mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Heutzutage gibt es bei den fest verbauten Edelstahlschornsteinen am Haus zwei Varianten: Bei Schornsteinsanierungen und wenn das Rohr im Haus verlegt werden soll, verwendet man einwandige Edelstahlschornsteine. Bei einer Montage an der Außenwand, werden doppelwandige Edelstahlschornsteine eingesetzt, welche eine eigene Dämmung besitzen.

Wie funktioniert ein Edelstahlschornstein?

Egal ob es sich um Keramik- oder Edelstahlschornsteine handelt - die Funktionsweise der Kamine ist immer gleich: Der Kamineffekt (auch Naturzug genannt) ist ein physikalische Effekt, der den Abzug der vertikalen Luftströmungen beschreibt. Normalerweise und bei gleicher Temperatur besitzen Abgase wegen der höheren CO2-Konzentration ein spezifisch höheres Gewicht als die Umgebungsluft. Ein Abzug der Gase ist daher nur möglich, wenn die Temperatur höher ist als die der umgebenden Luftmassen, da hierdurch ein Auftrieb entsteht, den sich die Edelstahlschornsteine zunutze machen.

Im Inneren des Edelstahlschornsteins entsteht ein Unterdruck, der dazu führt, dass die Umgebungsluft in die untere Öffnung des Kamins drängt und sie den Edelstahlschornstein hinaufdrückt. Es entsteht eine natürliche Konvektion der aufgewärmten Abgase und der kalten Umgebungsluft, durch die der Kamineffekt entsteht und die Abgase durch den Edelstahlkamin ins Freie führt.

Dadurch, dass sich die von unten nachkommende Frischluft ebenfalls erwärmt und somit ebenfalls leichter wird, kommt es zur Selbsterhaltung des Kamineffektes bei den Edelstahlschornsteinen. Es entsteht eine positive Rückkopplung, welche durch das wärmeleitende Material des Edelstahlschornsteins noch begünstigt wird. Dank des Druckunterschiedes zwischen der kalten, sauerstoffreichen Umgebungsluft und der erwärmten Rauchgase, entwickelt sich je nach Größe des Temperaturunterschieds ein mehr oder minder starker Auftrieb der Abgase beziehungsweise der sogenannte Zug. 

Was macht das Edelstahlsystem von AA-Kaminwelt so besonders?

Wir als Profi Händler wissen genau, worauf es bei einem guten Schornstein ankommt. Deswegen haben wir unseren eigenen Edelstahlschornstein made in Germany entwickelt, den wir Ihnen guten Gewissens ans Herz legen möchten. Bei uns erhalten Sie im Shop

das absolute Komplett-Paket. Bei einem Edelstahlschornstein-Bausatz sind alle wichtigen Bauteile gleich dabei. Sie brauchen nicht erst umständlich die einzelnen Elemente zusammenstellen und berechnen zu lassen. Das haben wir für Sie bereits erledigt.

Ein Edelstahlschornstein Bausatz von AA-Kaminwelt besitzt eine ausgezeichnete Materialstärke von 0,6 Millimetern. Außerdem haben wir uns dafür entschieden, die wichtigen Stellen des Systems mit Laserschweißnähten zu versehen. Durch die Kombination moderner Materialien und einer cleveren Technik konnten wir einen Edelstahlschornstein entwickeln, der Ihnen gute Dienste leisten wird. Das gab es bisher in dieser Form noch nicht. Wenn Sie sich noch nicht ganz sicher sind, welches Modell für Sie das Richtige ist, dann helfen wir Ihnen bei der Auswahl des richtigen Schornsteins. Unser kompetentes und erfahrenes Team weiß genau, was zu tun ist. So sorgen wir für die ideale Rauchgas- und Frischluftzufur an Ihrem Kamin. Feuer neu erleben.

Diese DIN-Normen müssen eingehalten werden

In Deutschland gibt es bestimmte DIN-Normen, welche beim Bau eines Schornsteins beachtet werden müssen. Im Regelfall sind es die DIN 18160 und die DIN 4705. Während erstere die Entsorgung der Abgase von Feuerstätten über dem Dachniveau fordert, ist letztere für die Berechnung der angemessenen Querschnitte für die Edelstahlschornsteine verantwortlich. Die aktuelle Fassung der DIN 4705 („Feuerungstechnische Berechnung von Schornsteinabmessungen“) geht auf das Jahr 1994 zurück und berücksichtigt neben dem Druck auch die Temperaturbedingungen (genauer gesagt, die Abgastemperaturen bei Volllast), die von den ausgezeichneten Edelstahlschornsteinen eingehalten werden müssen. Des Weiteren legt die DIN-Norm fest, dass Edelstahlschornsteine mit Unterdruck betrieben werden müssen, da dies eine Kondensation der Abgase vermeidet.

Die richtige Dimensionierung finden

Die richtige Vermessung des Edelstahlschornsteins sowie der vorgelagerten Verbindungsstücke wird durch die DIN 4705 erleichtert und ermöglicht eine passgenaue Anfertigung der notwendigen Edelstahlschornsteine für die vorliegende Feuerungsanlage.

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es wichtig, dass im Bereich der Feuerstätte Unterdruck herrscht, um die Abgase durch den Edelstahlschornstein abtransportieren zu können. Bei großen beziehungsweise zu großen Edelstahlschornsteindurchmessern stellt sich dieser notwendige Unterdruck allerdings nur unzureichend ein. Die Abgase kühlen daher schon im Feuerstättenbereich ab und können nur mangelhaft abtransportiert werden. Je geringer der Edelstahlschornsteindurchmesser ist, desto stärker ist der Unterdruck, da sich die Abgase auf dem kleinen Radius nicht so schnell abkühlen können und somit die Auftriebskraft ansteigt. Bei einem zu klein gewählten Radius kommt es jedoch gleichzeitig zu ansteigenden Strömungswiderständen, weshalb eine fachgerechte Berechnung des Edelstahlschornsteindurchmessers unabdingbar ist.

Der optimale Bereich eines Edelstahlschornsteins befindet sich daher in dem Bereich, in dem sich Auftriebskraft und Strömungswiderstand die Waage halten. Ist der Radius zu groß gewählt, kommt es zu einer mangelhaften Ausbildung des Unterdrucks und der Abgasentsorgung durch den Edelstahlschornstein und ist der Radius zu groß, bildet sich Überdruck durch die starken Strömungswiderstände, so dass die geringe Abkühlung der Abgase zu vernachlässigen ist. 

Wie werden Edelstahlschornsteine richtig angebracht?

Die Mündung der Edelstahlschornsteine sollte sich zur Ausnutzung aller bautechnischen und funktionstechnischen Vorteile in Firstnähe befinden. Generell gilt, dass die Mündung mindestens einen Meter von der Dachfläche entfernt sein und den First um 40 cm überragen müssen. Auf diese Weise werden die Abgase so abgeführt, dass keine Geruchsbelästigung oder sogar Gesundheitsgefährdung der Umwelt zustande kommt. Unabhängig von der Wind- und Wetterlage werden Abgase vom Haus abtransportiert und in die Umgebungsluft abgeführt.

Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf bei der Montage der Edelstahlschornsteine sind daher folgende:

  • die möglichst senkrechte Anbringung am bzw. im Haus
  • der möglichst kurze Transportweg der Abgase
  • die Anbringung nahe am First, mindestens einen Meter vom Dach entfernt oder das Ende muss mindestens 40 cm über dem First platziert sein
  • ein relativ kleines Abschlussstück, welches der Witterung ausgesetzt ist, ggfs. mit Regenhaube oder Wetterkragen
  • ein Witterungsschutz am Ende des Edelstahlschornsteins
  • eine große Standsicherheit des über die Dachfläche hinausragenden Schornsteinbereichs
  • eine ausreichende Entfernung von Fenstern, Balkonen und sonstigen Öffnungen am Haus (Zuluft)

Wenn alle diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Edelstahlschornstein den DIN-Normen entsprechend angebracht.

So läuft die Montage beim Profi

Ein Edelstahlschornstein ist leicht zu montieren und im Vergleich zu anderen Systemen äußerst preiswert. Neben der Außenwandmontage ist es auch möglich, einen Edelstahlschornstein in ein bestehendes System einzubauen. Beispielsweise bei einer festgestellten Versottung des gegenwärtigen Schornsteins. Der doppelwandige Edelstahlschornstein eignet sich hervorragend für eine nachträgliche Installation an der Außenwand mittels Wandhalterung, während die günstigen einwandigen Edelstahlschornsteine besonders für die innenliegende Lösung geeignet sind.

Der Edelstahlschornstein ist durch das Zusammenstecken der Einzelteile mittels Klemmbänder einfach montiert und somit gleichermaßen bei Profis und Amateuren beliebt. Doppelwandige Edelstahlschornsteine lassen sich in der Regel einfach an der Außenfassade eines Hauses anbringen und individuell zusammenstellen. Egal ob als Sockelelement oder Montage per Wandkonsole.

Der Name doppelwandiger Edelstahlschornstein ist darauf zurückzuführen, dass sich die Schornsteine aus zwei Edelstahlrohren zusammensetzen, die durch eine dazwischenliegende Wärmedämmung isoliert sind. Je nach Größe der Feuerstelle muss der Durchmesser der Edelstahlschornsteine angepasst werden. Die üblichen Durchmessergrößen liegen daher zumeist zwischen 113 und sogar 600 Millimetern.

Sofern der Edelstahlschornstein durch das Dach geführt wird und nicht nur an der Wand entlang, sollte eine passende Dachabdeckung mit Wetterkragen oder Regenhaube angebracht werden. Dachabdeckungen können in unterschiedlichen Winkelmaßen gewählt und somit optimal an das Dach angepasst werden. 

Werfen Sie vorher einen Blick auf die Baugenehmigung

Je nach Bundesland kann es unterschiedliche Gesetze geben. Ob für einen Edelstahlschornstein eine separate Baugenehmigung erforderlich ist, beantwortet daher zumeist nur ein Blick in die Landesbauordnung. In der Regel ist für Hausbesitzer bei der Anbringung von kleinen und mittleren Edelstahlschornsteinen allerdings keine Baugenehmigung notwendig.

Der zuständige Schornsteinmeister sollte jedoch immer vorab von der geplanten Anbringung von Edelstahlschornsteinen in Kenntnis gesetzt werden. Etwa ein bis zwei Wochen vor dem Beginn der Baumaßnahmen sollte dieser daher informiert werden. Je nach Bauvorhaben kann nämlich eine Ortsbesichtigung notwendig sein. Sollte der Schornsteinmeister Einwände gegen die Anbringung der Edelstahlschornsteine haben, kann er einen Bau verhindern oder sogar den Rückbau von schon durchgeführten Arbeiten verlangen. Der Schornsteinmeister ist trotz aller EU-Bauvorschriften und DIN-Normen die Person mit Entscheidungsgewalt. Daher sollte der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister unbedingt frühzeitig kontaktiert werden.

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