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Wann wurde der Kachelofen erfunden?

Der Kachelofen und seine Geschichte

Der Kachelofen wurde genau wie der offene Kamin auch im Mittelalter erfunden. So nimmt man an, dass dieser ursprünglich aus Backöfen entwickelt wurde, die in Wohnhäusern standen. Die Menschen stellten schnell fest, dass die Öfen sich auf der Oberfläche warm anfühlen und Wärme abgeben. Dieser Effekt konnte durch den Einsatz von Keramik noch verstärkt werden. Die Keramik-Elemente entwickelten sich zu den ersten Ofenkacheln. Etwa im 11. Jahrhundert begann man auch damit, die Kachelöfen so zu konstruieren, dass sie von der Rückseite her beladen werden konnten. Das hatte den enormen Vorteil, dass der Rauch nicht dort freigesetzt wurde, wo der Ofen auch heizen sollte. Mit dieser Technik konnten Wohnstuben und Gesellschaftsräume angenehm warm gehalten und die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Dieses Prinzip war so erfolgreich, dass es sich auch schnell in den höheren Kreisen der mittelalterlichen Gesellschaft durchsetzen konnte und sich so rasch über das damalige Europa verbreitete. Kachelöfen hatten den entscheidenden Vorteil, dass sie auch dann noch warm blieben, wenn das Feuer in der Brennkammer schon längst erloschen war. Die Keramik- und Steinelemente funktionierten wie eine Vorstufe moderner Speicherelemente.

Die Geschichte der zierenden Kacheln reicht weit in die Vergangenheit

Die typischen Verzierungen auf der Oberfläche, die wir von historischen Modellen bereits kennen, nahmen etwa im 14. Jahrhundert ihren Anfang. Sie dienten vor allem dem Ausdruck von Reichtum und waren ein Statussymbol. Das ist vor allem durch archäologische Funde nachgewiesen, da die reich verzierten Kachelöfen überwiegend in Klöstern, Adelshäusern und später auch bei den Patriziern gefunden wurden. Die einfacheren Menschen konnten sich nur Kacheln aus der Wiederverwertung oder minderwertigen Materialien leisten. Die Entwicklung der Verzierungen auf Kachelöfen ist sogar so komplex und vielseitig, dass sie auch als eigenständige Kunsthistorie analysiert werden kann.

Als der Kachelofen im Mittelalter Einzug in die Wohnstuben und Burgen hielt, entstand zeitgleich eine völlig neuer Berufsstand: nämlich der des Ofenbauers. Sie gingen ursprünglich aus Töpfern hervor, die sich handwerklich weiterentwickelt und spezialisiert hatten. Damals nannte man den Ofenbauer noch Hafner.

Auch wenn die Entwicklung dieses speziellen Ofentyps einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur modernen Heizung darstellt, so konnten die Konstruktionen aus dem Mittelalter aber nur einen sehr geringen Wirkungsgrad aufweisen.

 

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