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Reisegrills-im-Test

Reif für den Urlaub? Napoleon und Outdoorchef Reisegrill im Vergleich

Ein normaler Gasgrill oder Holzkohlegrill  ist viel zu groß, als dass man ihn einfach so mitnehmen könnte – egal ob im Urlaub, am Strand oder im Park. Deshalb werfen wir heute einen Blick auf die besonders kleinen Grill-Geräte. Natürlich meinen wir nicht den 1-Euro Aluschalen-Wegwerf-Grill vom Discounter – wenn schon denn schon. Selbst ein Reisegrill kann ein echtes Profi-Gerät sein, dass seinem großen Verwandten in nichts nachsteht. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen 3 Geräte von Napoleon und Outdoorchef vor und zeigen Ihnen, was da unter der kleinen Haube steckt.

Napoleon: TravelQ TQ 285 und TravelQ Pro 285

Napoleon Travelq Reisegrill

Beim Hersteller Napoleon gibt es einen kleinen Reisegrill als normale und als Pro Version. Der gravierendste Unterschied zwischen beiden Varianten ist wohl die Leistung. Es stehen 4,1 und 3,5 kW gegenüber. In der Praxis macht sich der Unterschied in der Power zwar bemerkbar – es hängt aber immer davon ab, was und wie viel Sie zubereiten möchten. Für zwei bi drei Personen reicht die Standard-Version locker aus. Erst wenn Sie mit Ihrem Reisegrill eine Nummer größer rangehen wollen, ist die zusätzliche Leistung sinnvoll.

Napoleon Travelq Innenansicht Details

Die Pro Version macht unserer Meinung nach eigentlich nur dann wirklich Sinn, wenn Sie sich gleich den passenden Wagen mit dazu kaufen oder es zumindest vorhaben. Damit verpassen Sie dem Grill ein fahrbares Gestell und einige zusätzliche Ablageflächen. Abgesehen davon unterscheiden sich die Profi- und normale Version nur noch in der Farbe voneinander.

Kommen wir zu den Fakten:

  • 2 Edelstahl-Brenner mit Jetfire-Zündsystem
  • Grillfläche: 54x37cm
  • Fettauffangschale
  • 2 Griffe
  • Aluguss Brennkammer
  • 12,9 Kilogramm
  • Brennstoff: Propangas

Die beiden Napoleon Gasgrill Modelle werden mit einer kleinen Gasflasche betrieben. Natürlich sollte diese aus Sicherheitsgründen erst dann angeschlossen werden, wenn Sie tatsächlich grillen wollen. Die Grills besitzen klappbare Stellfüße an der Unterseite. Damit können sie entweder auf einem Tisch oder dem Rasen aufgestellt werden. Der Deckel ist verschließbar, wodurch sie sich ein einen kleinen Kugelgrill verwandeln lassen. Im Test haben wir diese Funktion aber eher selten genutzt. Zum Aufheizen ist es aber ganz praktisch. Oben im Deckel ist sogar ein kleines Thermometer eingelassen, mit dem Sie die Temperatur bestimmen können.

Features Napoleon Reisegrill

Die Zündung erfolgt typisch Napoleon mit Jetfire. Jeder Brenner kann separat mit einem Drehknopf gesteuert werden. Damit könnte man beispielsweise einen Brenner voll aufdrehen und den anderen als Warmhalter nutzen. Der Grillrost hat die ebenfalls typische Wellenform, wo selbst kleine Würstchen nur schwer durchfallen können.

Reisegrill P-420 G Minichef von Outdoorchef

P-420 G minichef Outdoorchef

Rein vom Aussehen her wirken die Outdoorchef und Napoleon Grills recht ähnlich. Der größte Unterschied zwischen den beiden Herstellern liegt vor allem darin, dass es hier nur einen Ringbrenner gibt. Dieser fällt beim P420–G aber deutlich größer aus und kann den gesamten Rost problemlos befeuern. Das Besondere bei dem kleinen Reisegrill ist, dass er ebenfalls das herstellertypische Easy Flip System hat. Damit können Sie ganz einfach zwischen direktem und indirektem Grillen wechseln.

Facts:

  • Ringbrenner mit Piezo-Zündung
  • Grillfläche: 39 Zentimeter Durchmesser
  • Easy Flip
  • Porzellanemaillierter Korpus

Besonders praktisch fanden wir im Test die beiden seitlichen Ablageflächen. Diese gibt es bei Napoleon erst ab der pro Version. Die Zündung funktioniert gewohnt zuverlässig mit dem roten Knopf neben dem Regler. Zwar lässt sich dieser Reisegrill nicht ganz so präzise steuern wie bei den TravelQ-Modellen – die Leistung kann sich aber dennoch sehen lassen. Insgesamt fällt die Grillfläche aber etwas kleiner aus. Das ist zwar im normalen Gebrauch kein Problem: Große Mengen lassen sich damit aber nicht zubereiten. Bei einem Reisegrill ist das aber auch kein zwingendes Kriterium geben. Das Deckelthermometer arbeitet ebenfalls zuverlässig. Die Füße sind übrigens beim P-420 G nicht ausklappbar – daher macht das Gestell insgesamt einen etwas stabileren Eindruck.

 

Fazit

Grillwagen-Napoleon-Ambiente

Reisegrill von Outdoorchef oder Napoleon: Das ist die alles entscheidende Frage. Beide Geräte haben ihre Vorzüge: Beim TravelQ haben uns die zwei unabhängigen Brenner, der wellenförmige Grillrost und die vielen kleinen Extras überzeugt.

Der P-420 G kann dagegen mit dem Easy Flip System, einem stabilen Stand und den beiden seitlichen Ablageflächen punkten. Auch beim Preis hat er deutlich die Nase vorn.

Wer einen Profi Reisegrill für gelegentliche Grillabende zwischen 2-3 Personen sucht und sich auch mal an unterschiedlichen Garmethoden ausprobieren möchte, dem können wir guten Gewissens den Outdoorchef empfehlen. Stehen Sie dagegen auf doppelte Brennerpower und erwarten Sie auch bei einem kleinen Grill große Leistung für mehr Personen, dann ist der von Napoleon wahrscheinlich die bessere Wahl. Möchten Sie darüber hinaus nicht auf den Grillwagen, die Ablage und entsprechendes Zubehör nicht verzichten, dann wird Sie die Pro Version richtig glücklich machen. Gerade beim Camping wird er gute Dienste leisten. Gegen so viel geballte Grillpower kommt kein Billig-Grill an.