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Welches Holz für eine Feuerschale nehmen?

Eine Feuerschale ist eine Bereicherung für jede Terrasse und jeden Garten, denn es gibt wohl kaum etwas gemütlicheres als zu abendlicher Stunde gemeinsam mit Freunden oder der Familie an einem knisternden Holzfeuer zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen. Damit dabei aber auch Freude aufkommt, sollte das Feuer in der Feuerschale möglichst lange und gleichmäßig brennen. Auch der Funkenflug und die Rauchentwicklung sollte möglichst gering sein. Dabei spielt die Auswahl des Brennholzes für die Feuerschale eine wichtige Rolle. Welches Holz sich für die Feuerschale am besten eignet, erfahren Sie in diesem kleinen Beitrag!

Allgemeines zum Thema Brennmaterial für die Feuerschale

Eigentlich versteht es sich von selbst, aber in einer Feuerschale sollte nur trockenes Holz verbrannt werden. Immer wieder kommt es vor, dass beispielsweise auch Grünschnitt oder gar Abfälle in der Feuerschale landen. Es sollte niemanden verwundern, wenn sich mit diesem Brennmaterial keine warme Flamme, sondern lediglich stinkender Qualm erzeugen lässt. Es sollten niemals Plastik oder andere Kunststoffe in der Feuerschale verbrannt werden, da diese giftige Dämpfe und Gase erzeugen, die nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, sondern auch die Umwelt belasten. Weitere wichtige Informationen zu diesem Thema, die auch für die Feuerschale gelten, ist im Beitrag „Welches Holz darf ich nicht im Kaminofen verbrennen“.

Wenn das Holz noch zu feucht ist, dann lässt sich dieses nur schwerlich entzünden, und wenn es dann doch brennen sollte, dann kommt es meist zu einer starken Rauchentwicklung. Es gilt also: Wer ein schönes und kräftiges Feuer ohne übermäßige Rauchentwicklung in seiner Feuerschale genießen möchte, der sollte das Holz richtig trocknen. Selbstverständlich gibt es auch Möglichkeiten, um die Restfeuchte des Holzes zu prüfen und auf die Funktionsweise eines Holzfeuchtemessgeräts zu vertrauen. Mit einem Holzfeuchtemessgerät kann schnell und einfach der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes geprüft werden. Dieser sollte idealerweise unter 20% liegen.

Holz ist nicht gleich Holz, denn grundsätzlich werden zwei Arten unterschieden: Hartholz brennt lange und gleichmäßig, lässt sich dafür aber schwieriger entzünden. Weichholz hingegen kann leicht entzündet werden, bietet allerdings auch nur eine geringere Brenndauer und eine geringere Wärmeabgäbe. Hinzu kommt, dass einige Weichhölzer (insbesondere das Holz von Nadelbäumen) mit Harzkanälen durchzogen sind. Harz wirkt zwar als optimaler Brandbeschleuniger, sorgt allerdings auch für Verpuffungen und erhöhten Funkenflug.

Welches Holz für die Feuerschale geeignet ist, kann nachfolgender Übersicht entnommen werden. Hier stellen wir die gängigen Hölzer in unseren klimatischen Breitengraden einmal kurz und bündig mit ihrer jeweiligen Eignung für die Feuerschale vor. Tiefergehende Informationen bieten wir im Beitrag "Brennwert von Holz".

Hartholz für die Feuerschale

Hartholz ist für die feuerschale geeignet. Im folgenden einmal eine Übersicht über die verschiedenen Hartholzarten, die für die Feuerschale zu empfehlen sind

  • Buche ist hervorragend für die Feuerschale geeignet, da diese eine starke Glut entwickelt und eine gleichmäßige Wärmeabgabe bietet. Das Feuer brennt lange und zeichnet sich durch einen geringe Rauchentwicklung und einen sehr geringen Funkenflug aus.
  • Esche bietet ähnliche Brenneigenschaften wie die Buche und zeichnet sich durch eine lange Brenndauer und eine schöne Flammenbildung mit geringem Funkenflug aus. Ein tolles Holz für die Feuerschale!
  • Eiche brennt zwar wie alle Harthölzer recht lange, eignet sich aber nicht für die Feuerschale, denn der starke Funkenflug sorgt für wenig Gemütlichkeit.
  • Fruchthölzer wie Apfel, Pflaume oder Kirsche können ebenfalls für die Feuerschale verwendet werden, sind dafür aber beinahe zu schade, denn diese lassen sich auch (wie Buche oder Eiche) als Räucherholz zum Fisch räuchern nutzen.

Weichholz für die Feuerschale

Weichholz ist nur bedingt zum Verbrennen in der Feuerschale geeignet, wie die folgende auflistung darlegt:

  • Birke zeichnet sich durch eine geringe Brenndauer aus, kann aber dennoch für die Feuerschale verwendet werden. Dank der im Holz enthaltenen ätherischen Öle sorgt Birkenholz für einen angenehmen Duft und sorgt auch nur für einen geringen Funkenflug.
  • Erle hat ebenfalls nur eine kurze Brenndauer, aber kann aber notfalls auch für die Feuerschale verwendet werden. Die Rauchentwicklung und der Funkenflug sind überschaubar.
  • Fichte ist nicht für die Feuerschale geeignet, denn neben einer kurzen Brenndauer sorgt das Holz auch für einen hohen Funkenflug. Das Fichtenholz enthält Harz, welches zu teilweise heftigen Verpuffungen führt.
  • Kiefer besitzt den wohl höchsten Harzanteil aller Nadelhölzer. Daher kann das Kiefernholz zwar einfach entzündet werden, aber es ist schnell abgebrannt und zeichnet sich durch einen sehr hohen Funkenflug aus.
  • Tanne ist zwar ebenfalls ein Nadelholz, aber besitzt im Holz (im Gegensatz zu Fichter oder Kiefer) keine Harzkanäle. Das Harz befindet sich vielmehr in der Rinde, weshalb Tanne für die Feuerschale verwendet werden kann, wenn zuvor die Rinde entfernt wird

 

Ist die Wahl für das Brennholz für die Feuerschale getroffen, kann man die Feuerschale anzünden. Wichtig ist, dass nur zugelassene (und am besten auch ökologische) Anzünder genutzt werden, etwa solche aus Holzwolle. Auf gar keinen Fall sollten Benzin oder Spiritus verwendet werden! Mehr Informationen haben wir dazu im Beitrag Grillkohle anzünden bereitgestellt. 

Holzkohle als Alternative zu Holz für die Feuerschale?

Für ein gemütliches Feuerchen kommen Sie am Brennholz, wie oben beschrieben nicht vorbei. Wer die Feuerschale allerdings als Koch- und Grillstelle nutzen möchte, der muss übrigens nicht erst darauf warten, bis das Feuer heruntergebrannt ist, denn die Feuerschale kann auch einfach mit Holzkohle oder Grillbriketts genutzt werden! So lassen sich auch im Dutch Oven köstliche Peka-Rezepte auf  dem Glutbett der Feuerschale zubereiten. Achtung ist allerdings bei Feuerschalen geboten, die nicht aus massiven Guss sondern beispielsweise aus Ton gefertigt sind. Diese sind den hohen Temperaturen der Glut von Kohle meist nicht gewachsen.  Ist die Schale allerdings aus Guss, ist es kein Problem in diese Holzkohle einzufüllen, einen dreibeinigen Schwenkgrill darüber zu platzieren und die Feuerschale zum Grill umzufunktionieren. So spendet Sie etwas Wärme und kann so nicht nur zur Zubereitung von Knüppelkuchen über dem offenen Feuer, sondern auch für das Grillen von einfachen Steaks, Würstchen, Grillkartoffeln oder Maiskolben genutzt werden.

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