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Gaskamine – der heimliche Trend im Heizsektor

Holzheizungen erfreuen sich nicht ohne Grund einer großen Beliebtheit – sie sind ökologisch, schützen durch klimaneutrale Brennstoffe die Umwelt, machen unabhängig und rechnen sich nach wenigen Jahren. Doch mittlerweile entwickeln sich auch Gaskamine zu einem echten Trend. Was genau Gaskamine sind, wie sie funktionieren und wo ihre Vorteile liegen, stellen wir Ihnen hier einmal näher vor.

Funktionsweise und Modelle

Gaskamine-als-gemütliche-Heizung

Ein Gaskamin ist wie ein normaler Kamin mit einem Kamineinsatz, der aber mit Gas als Brennstoff befeuert wird. Für Personen mit vergleichsweise kleinen Eigenheimen ohne Lagermöglichkeit für Brennholz oder aber Zeitmangel ist ein Gaskamin eine gute Alternative, um günstig und effizient das Eigenheim zu beheizen. Dabei bietet die moderne Technik der Gaskamine allerhand Vorteile gegenüber Holzkaminen – nicht einmal ein Schornstein ist für die Befeuerung nötig.

Betrieben wird ein Gaskamin entweder über einen Erdgasanschluss oder über Propangasflaschen, wie man sie bereits vom Gasgrill kennt. Da Gaskamine ohne Brennholz funktionieren, entstehen auch die Flammen auf andere Art und Weise wie bei einem „herkömmlichen“ Feuer: Auf Knopfdruck beginnt die Gaszufuhr am Kaminofen. Die Zündung ist somit für den Kaminbesitzer sicherer, als das Entzünden von Holzscheiten. Achten Sie aber auf die nötigen Einbauvoraussetzungen.

Die neu entwickelten Modelle der Gaskamine sind meistens über eine Fernbedienung regelbar. Die Flammen des Gaskamins sind optisch nach einigen Minuten kaum mehr von einem Scheitholz-Feuer zu unterscheiden: zwar brennt das Gas zu Beginn bläulich, doch nach wenigen Minuten hat sich durch die angepasste Sauerstoffzufuhr die Farbe zu gelb-orange geändert. Durch Holzscheitimitate aus feuerfester Keramik am Boden ist das Flammenbild täuschend echt. Der Hersteller DRU hat  mit den Maestro DRU Gaskamin ein System entwickelt, wo das Feuer sehr echt aussieht. Grundsätzlich gibt es bei den Gaskaminen drei Grundtypen, aus denen wie beim Holzofen gewählt werden kann: offene Gaskamine, geschlossene, raumluftabhängige Gaskamine und geschlossene, raumluftunabhängige Gaskamine.

Sie entscheiden sich hinsichtlich ihrer Bauweise mit Feuertüren und ihrem Wirkungsgrad. So erreicht ein offener Gaskamin lediglich 15% an Wirkungsgrad, auch wenn er durch die fehlende Glasscheibe besonders ästhetisch aussieht. Ein geschlossener, raumluftabhängiger Gaskamin hat den Vorteil, dass er sich leicht an einen Schornstein anschließen lässt. Der Wirkungsgrad ist wesentlich höher als bei einem offenen Kamin, die Sauerstoffzufuhr wird über den Aufstellraum geregelt. Geschlossene und raumluftunabgängige Gaskamine besitzen eine Steuerung von Luftzufuhr und Rauchgasableitung. Besonders für gut isolierte, moderne Niedrigenergiehäuser hat diese Ofenart allerhand Vorteile zu bieten. Das Edelstahl-Rohrsystem der raumluftunabhängigen Gaskamine sorgt für eine freie Standortauswahl – unabhängig vom Schornstein oder Edelstahlschornstein.

Gaskamine Vorteile

Gaskamine-Vorteile

Es entfallen sowohl die Beschaffung, als auch die Lagerung von Brennholz – und der damit verbundene Schmutz. Gaskamine sind sauber und frei von Emissionen. Wer wünscht sich nicht einen sauberen Wohnraum ohne Asche, Staub und Holzspäne? Besonders für Menschen mit Zeitmangel eignet sich ein Gaskamin, da die Wärme quasi sofort verfügbar ist.

Ein Gaskamin weist eine nahezu identische Heizleistung auf wie ein Schwedenofen oder Kaminbausatz und besticht dabei auch als Designobjekt. Auch eine Anbindung an das Heizsystem über einen Pufferspeicher ist möglich – somit kann der Gaskamin in der Übergangszeit auch allein für die Heizlast aufkommen.  Zu beachten gilt es die Lagervorschriften für Propangasflaschen, wenn Sie Ihren Gaskamin nicht über einen Erdgasanschluss beheizen möchten: mehr als eine 11kg-Flasche, die für knapp 25 Stunden Heizen reicht, darf nicht im Wohnraum aufbewahrt werden.

Für die Installation ist allerdings der Fachmann nötig, schließlich stellt Gas immer auch ein Risiko dar. Durch die vergleichsweise kaum vorhandenen Voraussetzungen gegenüber einem Holzkamin lohnt sich ein Blick auf die Gaskamine dabei aber definitiv.