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ChimCat Katalysator – Eine nützliche Hilfe?

Bei der Verbrennung von Scheitholz fällt Feinstaub an, der als unerwünschtes Nebenprodukt zwangsläufig beim Abbrand von Holz entsteht. Feinstaub ist gesundheitsschädlich und kann Umwelt und Klima sehr belasten. Zudem spielen die Emissionswerte der jeweiligen Feuerstätte eine Rolle bei deren behördlicher Zulassung und sind an entsprechende Anforderungen geknüpft. Kaminöfen können deswegen mit einem zusätzlichen Filter ausgestattet werden, mit dem die Feinstaubbelastung zurückgefahren werden kann. Ein solcher Kaminofen-Feinstaubfilter fungiert als passive Reinigungsanlage. Der sogenannte ChimCat Katalysator wurde speziell zur Schadstoffbekämpfung entwickelt. Ausgeschrieben heißt der ChimCat Chimney Catalysator und wird als Kaminofen-Katalysator geführt. Gerade Modelle, die bereits etwas in die Jahre gekommen sind, können mit diesem leistungsfähigen Katalysator nachgerüstet werden. Das Ziel dabei ist, die Einhaltung aller relevanten Umweltrichtlinien.

Der ChimCat leistet einen Beitrag zum Umweltschutz

Bei einem ChimCat Katalysator liegen in der Regel drei Filtermodule übereinander, die jeweils einen Bypass von 6 % des Strömungsquerschnittes innerhalb der Kassette offenhalten. So kann die Abgasleitung stabil gehalten werden und Druckverhältnisse und Temperaturen nicht verwirbelt werden. Keramisches Schüttgut wird mit Edelmetall beschichtet und fungiert als Filter, der die Entwicklung von Kohlendioxid verhindert, indem die Energieentwicklung im Kaminzug herabgesenkt wird.

Der Katalysator fängt den Schadstoff-Ausstoß auf und verhindert so, dass der Kamin die gültigen Vorschriften verletzt. Das gilt auch dann, wenn der Kaminofen schon etwas älter ist. Tatsächlich kann der Schadstoffausstoß so bis zu 80 % gesenkt werden. Die Funktionsweise des Katalysators ist schnell erklärt: Der Feinstaub, der bei der Verbrennung freigesetzt wird, verbleibt durch den Einsatz des Katalysators im Kaminofen. Dort kann der Feinstaub emissionsfrei verbrannt werden.

Vorteile eines ChimCat im Überblick

Der deutlichste Vorteil eines ChimCat-Katalysators ist natürlich die Weiternutzung einer bestehenden Feuerstätte. Wenn die Höchstwerte der BlmSchV überschritten werden und der alte Ofen die Vorlagen nicht mehr erfüllt und man den Kamin stilllegen müsste, würde das sonst einen Neukauf eines Kaminofens bedeuten. Mit dem Filter kann der Ofen oder der Kamineinsatz nachgerüstet werden. Außerdem kann auf diese Weise ein verbesserter Wirkungsgrad des Ofens erreicht werden. Das kann auch zu einer Verringerung der benötigten Brennstoffmenge und damit der Reduktion der Brennkosten führen. Insgesamt wird also nicht nur die Klimaverträglichkeit des Kamins gefördert, sondern auch die Leistung des Ofens verbessert. Gerade ältere Kaminöfen können davon sehr profitieren. Der Einbau erfolgt oberhalb der Brennkammer im Einzugsbereich des Abgasstutzens. So ist der Wartungsaufwand geringer als bei einem Katalysator, der im Ofenrohr verbaut wird. Der Einbau ist recht einfach und kann im Zweifelsfalle auch selbst vorgenommen werden. Ein aktives Filtersystem hingegen muss professionell verbaut werden und verbraucht obendrein Strom.

Brauche ich einen ChimCat Katalysator?

Generell gilt es festzustellen, ob man den betreffenden Kaminofen austauschen muss.
Mit Anschaffungskosten von bis zu 1400 Euro kann der Chimcat Ofenrohr-Katalysator merklich zu Buche schlagen. Dazu kommt, dass bei den hohen Temperaturen sowohl die Kassette selbst als auch die Filter mit der Zeit Wartung benötigen. Durch Versinterung verliert das Filtermaterial nach und nach seine katalysatorischen Fähigkeiten und muss ersetzt werden. Eine ChimCat Katalysatorkassette liegt in der Anschaffung bei etwas über 100 Euro. Bei hohen Temperaturen kann der Katalysator so schon nach 200 Stunden Betrieb die Hälfte seiner Filterleistung verlieren. Der Verschleiß hängt allerdings vom individuellen Heizverhalten ab.

Moderne Feuerstätten wie der Kaminofen Ficus III Grande der Firma Haas und Sohn haben bereits moderne Technik wie das Auto Air System verbaut. So wird über eine automatische Regulierung der Luftzufuhr ein gleichmäßiger und sauberer Abbrand gewährleistet. Das spart Brennmaterial und verhindert Ruß und erhöhten Schadstoffausstoß- Darüber hinaus sind moderne Feuerungsanlagen mit einem großen Wirkungsgrad ausgestattet und heizen effizienter. Anstatt also am alten Gerät mit einem Kaminofenkatalysator aufholen zu wollen, lohnt sich eventuell eher das Nachrüsten mit einem neuen Einsatz. Bei einigen Herstellern wie Spartherm finden sich auch wasserführende Kaminöfen wie der Varia AH H2O. Ein solches Modell kann Wärme mit in den Heizkreislauf einspeisen und die Energieeffizienz des Hauses nachhaltig verbessern. Mit einem Kaminofen Katalysator wird das nicht zu erreichen sein.

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