Kamin Katalysator – Kostengünstige Alternative
19.03.2023, 12:00:00
Bei der Verbrennung von Scheitholz fällt Feinstaub an, der als unerwünschtes Nebenprodukt zwangsläufig beim Abbrand von Holz entsteht. Besonders, wenn die Feuerstätte nicht den neuesten technischen Anforderungen entspricht oder man die typischen Fehler beim Heizen mit dem Kamin begeht, fällt der gemessene Wert entsprechend hoch aus. Die Emissionswerte der jeweiligen Feuerstätte speilen eine Rolle bei deren behördlicher Zulassung und sind an entsprechende Anforderungen der BimSchV Stufe 2 geknüpft. Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, kann man auf einen Kamin Katalysator zurückgreifen, um die Grenzwerte auch entsprechend der neuen Regelungen einzuhalten. Andernfalls kann es unumgänglich werden, den Kamin innerhalb gesetzlicher Fristen stilllegen zu müssen.
Kamin mit Katalysator rüsten- diese Möglichkeiten gibt es
Heizanlagen können mit einem zusätzlichen Filter ausgestattet werden, mit dem die Feinstaubbelastung zurückgefahren werden kann. Ein solcher Kaminofen-Feinstaubfilter fungiert als passive Reinigungsanlage. Der sogenannte ChimCat Katalysator wurde speziell zur Schadstoffbekämpfung entwickelt. Ausgeschrieben heißt der ChimCat Chimney Catalysator und wird als Kaminofen-Katalysator geführt. Gerade Modelle, die bereits etwas in die Jahre gekommen sind, können mit diesem leistungsfähigen Katalysator nachgerüstet werden. Das Ziel dabei ist, die Einhaltung aller relevanten Umweltrichtlinien. Doch auch für den Kamin- bzw. Schornstein gibt es Katalysatoren.
Variante 1: Schornstein mit einem Katalysator ausstatten
Der Aussenschornstein kann mit einem elektrostatischen Filter ausgestattet werden. Dies ist allerdings mit hohen Kosten- als auch mit hohen Wartungskosten verbunden, weshalb wir diese Variante bei uns gar nicht erst anbieten.
Variante 2: Kaminofen-Katalysator als Teil des Ofenrohres
Ein Katalysator für den Ofen ist eine gute Sache, denn er hilft künftig die von der Gesetzgebung vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten und somit den Schadstoffausstoß im Sinne der Umwelt deutlich zu reduzieren. Somit stellt ein Holzofen-Katalysator eine ideale Lösung - erstrecht für alle Ofenbesitzer dar, die bis Ende 2024 von der Austauschfrist betroffen sind. Dies betrifft laut der BimSchV Stufe 2 alle Ofenmodelle, die 1995 bis 03/2010 gebaut wurden.Mit einem Kaminofen-Katalysator umgeht man, den Kamin stilllegen zu müssen.
Was bewirkt der Ofen-Katalysator ganz konkret?
Der Ofen-Katalysator ist durch seine aktive Beschichtung und die Kanalstrukturen in der Lage den Rauchgasausstoß (Kohlenstoffmonoxid und Kohlenwasserstoffe), sowie die Feinstaubpartikelmasse, die sich in den Rauchgasen befinden deutlich zu minimieren. Durch den eingebauten Staubabscheider, scheidet der Kamin letztendlich über 30% weniger Staub ab. Wäre dies nicht so, würde der Katalysator nicht DIBt-zertifiziert sein und wäre somit nicht für einen Verkauf zugelassen.
Wie wird der Kaminofen-Katalysator eingebaut?
Der Ofen-Katalysator wird einfach als erstes Rohrstück am Rauchrohrabgang über dem Ofen eingebaut. Hierfür muss man lediglich das Ofenrohr kürzen. Was man dabei beachten muss, haben wir im verlinkten Beitrag beschrieben. Der Ofen-Katalysator kann auch angebracht werden, wenn sich der Rauchrohr-Anschluss hinter dem Ofen befindet. Hierbei muss man allerdings beachten, dass sich der Abstand des Ofens zur Wand vergrößert. Ein Kaminofen-Katalysator ist für einen Rauchrohrdurchmesser von 150mm konzipiert. Wer einen anderen Durchmesser hat, kann unter Umständen auf eine Ofenrohrreduzierung oder auf eine Ofenrohrerweiterung zurückgreifen. Dies muss aber unbedingt zuvor mit dem Schornsteinfeger besprochen werden!
Schritt für Schritt Anleitung zum Einbau des Kamin-Katalysators
- Ofenrohr vorsichtig abnehmen und säubern
- Der Katalysator sitzt oberhalb des Ofens und ersetzt den unteren Teil. Dabei sitzt der Kat im Rohr in Pfeilrichtung zum Ofen
- Am Ofenrohr wird ein Bereich von 250 mm Länge angezeichnet, abgeschnitten und entgratet
- Der Kaminofen Katalysator wird nun in das Ofenrohr eingesetzt
- Nun das Ofenrohr mit dem Katalysator wieder zwischen Ofen und Schornstein einsetzen
Muss der Kaminofen-Katalysator gereinigt oder ausgetauscht werden?
Der Ofen-Katalysator lässt sich einfach reinigen. Hierzu kann man die Filtereinheit einfach ausklappen und mit einem Aschesauger aussaugen. Dei Filterpatrone des Kaminofen-Katalysators muss- je nach Häufigkeit der Nutzung des Ofens- alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden.
Was muss man bei der Nutzung eines Ofen-Katalysators beachten?
Die Katalysatorbeschichtung des Ofen-Katalysators braucht eine Mindesttemperatur von 160 Grad Celsius, sowie ausreichend Sauerstoff, damit ein hoher Umsatzgrad erreicht wird. Daher lieber kleinere Holzmengen entsprechend der Bedienungsanleitung des Ofens auflegen und für eine hohe Sauerstoffzufuhr sorgen. Wenn zu veil Feuerholz aufgelgt und die Sauerstoffzufuhr zu stark gedrosselt wird, kann keine optimale Verbrennung im Ofen stattfinden. Hierzu sollte man sich auch einmal mit den typischen Fehlern beim Heizen mit dem Kamin informieren und diese vermeiden, damit der Kaminofen-Katalysator korrekt arbeiten kann. Eine korrekte Bedienung nach Betriebsanleitung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Kaminofen umweltfreundlich arbeiten kann. Auch bei einem Kaminofen mit automatischer Abbrandsteuerung gilt es immer die Holzmenge an die jeweilige Einstellung entsprechend der Bedienungsanleitung anzupassen, damit der Kamin-Katalysator richtig arbeiten kann.
Der ChimCat leistet einen Beitrag zum Umweltschutz
Bei einem ChimCat Katalysator liegen in der Regel drei Filtermodule übereinander, die jeweils einen Bypass von 6 % des Strömungsquerschnittes innerhalb der Kassette offenhalten. So kann die Abgasleitung stabil gehalten werden und Druckverhältnisse und Temperaturen nicht verwirbelt werden. Keramisches Schüttgut wird mit Edelmetall beschichtet und fungiert als Filter, der die Entwicklung von Kohlendioxid verhindert, indem die Energieentwicklung im Kaminzug herabgesenkt wird.
Der Katalysator fängt den Schadstoff-Ausstoß auf und verhindert so, dass der Kamin die gültigen Vorschriften verletzt. Das gilt auch dann, wenn der Kaminofen schon etwas älter ist. Tatsächlich kann der Schadstoffausstoß so bis zu 80 % gesenkt werden. Die Funktionsweise des Katalysators ist schnell erklärt: Der Feinstaub, der bei der Verbrennung freigesetzt wird, verbleibt durch den Einsatz des Katalysators im Kaminofen. Dort kann der Feinstaub emissionsfrei verbrannt werden.
Vorteile eines ChimCat im Überblick
Der deutlichste Vorteil eines ChimCat-Katalysators ist natürlich die Weiternutzung einer bestehenden Feuerstätte. Wenn die Höchstwerte der BlmSchV überschritten werden und der alte Ofen die Vorlagen nicht mehr erfüllt und man den Kamin stilllegen müsste, würde das sonst einen Neukauf eines Kaminofens bedeuten. Mit dem Filter kann der Ofen oder der Kamineinsatz nachgerüstet werden. Außerdem kann auf diese Weise ein verbesserter Wirkungsgrad des Ofens erreicht werden. Das kann auch zu einer Verringerung der benötigten Brennstoffmenge und damit der Reduktion der Brennkosten führen. Insgesamt wird also nicht nur die Klimaverträglichkeit des Kamins gefördert, sondern auch die Leistung des Ofens verbessert. Gerade ältere Kaminöfen können davon sehr profitieren. Der Einbau erfolgt oberhalb der Brennkammer im Einzugsbereich des Abgasstutzens. So ist der Wartungsaufwand geringer als bei einem Katalysator, der im Ofenrohr verbaut wird. Der Einbau ist recht einfach und kann im Zweifelsfalle auch selbst vorgenommen werden. Ein aktives Filtersystem hingegen muss professionell verbaut werden und verbraucht obendrein Strom.
Brauche ich einen ChimCat Katalysator?
Generell gilt es festzustellen, ob man den betreffenden Kaminofen austauschen muss.
Mit Anschaffungskosten von bis zu 1400 Euro kann der Chimcat Ofenrohr-Katalysator merklich zu Buche schlagen. Dazu kommt, dass bei den hohen Temperaturen sowohl die Kassette selbst als auch die Filter mit der Zeit Wartung benötigen. Durch Versinterung verliert das Filtermaterial nach und nach seine katalysatorischen Fähigkeiten und muss ersetzt werden. Eine ChimCat Katalysatorkassette liegt in der Anschaffung bei etwas über 100 Euro. Bei hohen Temperaturen kann der Katalysator so schon nach 200 Stunden Betrieb die Hälfte seiner Filterleistung verlieren. Der Verschleiß hängt allerdings vom individuellen Heizverhalten ab.
Moderne Feuerstätten wie der Kaminofen Ficus III Grande der Firma Haas und Sohn haben bereits moderne Technik wie das Auto Air System verbaut. So wird über eine automatische Regulierung der Luftzufuhr ein gleichmäßiger und sauberer Abbrand gewährleistet. Das spart Brennmaterial und verhindert Ruß und erhöhten Schadstoffausstoß- Darüber hinaus sind moderne Feuerungsanlagen mit einem großen Wirkungsgrad ausgestattet und heizen effizienter. Anstatt also am alten Gerät mit einem Kaminofenkatalysator aufholen zu wollen, lohnt sich eventuell eher das Nachrüsten mit einem neuen Einsatz. Bei einigen Herstellern wie Spartherm finden sich auch wasserführende Kaminöfen wie der Varia AH H2O. Ein solches Modell kann Wärme mit in den Heizkreislauf einspeisen und die Energieeffizienz des Hauses nachhaltig verbessern. Mit einem Kaminofen Katalysator wird das nicht zu erreichen sein.
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