Skip to main content

Sicherheit bei Biokaminen: Was Sie unbedingt beachten sollten

Gerade in den kalten Wintermonaten erfreuen Sie sich großer Beliebtheit – versprechen eine angenehme Atmosphäre und Wärme. Die Rede ist Bioethanolkaminen. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Modelle bereits für wenig Geld. Doch gerade diese billigen Bioethanolkamine haben zum Teil fatale Sicherheitsrisiken. Woran Sie noch vor dem Kauf einen hochwertigen Ethanolkamin erkennen und was Sie bei dessen Betrieb beachten müssen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Worauf sollte ich schon beim Kauf achten?

Biokamin mit Tuev Zeichen

Am einfachsten erkennen Sie einen hochwertigen Bioethanolkamin an den Prüfsiegeln. Ganz wichtig ist, dass der Bioethanolkamin nicht nur die CE-Kennzeichnung (Mindestanforderung für den Verkauf in der EU) oder das GS-Zeichen besitzt, sondern auch die DIN Norm 4734-1 erfüllt. Dann haben Sie ein Produkt, welches höchste Sicherheitsanforderungen erfüllt. Gerade billige Modelle erfüllen diese DIN Norm nicht. Ebenfalls sinnvoll ist es, wenn der Biokamin schon vorher vom TÜV geprüft wurde.
Achten Sie bei ebenfalls auf einen sicheren Stand. Schnell ist es passiert: Die Katze oder das Kind stoßen aus Versehen gegen den Bioethanolkamin. Wackelt dieser, dann spritzt brennendes Ethanol aus dem Tank und es kommt schnell zu einem unkontrollierbaren Brand.
Soll der Bioethanolkamin an der Wand befestigt werden, dann sollte dieser eine robuste Wandhalterung besitzen. Zudem sollte das Gerät einen genügenden Sicherheitsabstand zur Wand aufweisen. Sonst kann die Halterung durchschmoren und die Tapete versengt werden. Ganz besonders wichtig ist eine Löschvorrichtung, mit der Sie die Flammen des Bioethanolkamins im Bedarfsfall schnell löschen können. So müssen Sie auch nicht warten, bis der gesamte Brennstoff verbraucht wurde.

Wie betreibe ich einen Ethanolkamin richtig?

Richtiges Nachfuellen

Bevor Sie den Bioethanolkamin entzünden, müssen Sie diesen erst einmal an einer geeigneten Stelle mit genügend Sicherheitsabstand aufstellen. Dafür gibt es eine ganz einfach Faustregel: Ganz weit weg von Pflanzen, Vorhängen oder sonstigen brennbaren Materialien. Zudem sollten Kinder und Haustiere vom Bioethanolkamin fern gehalten werden, damit sich ein Szenario wie im vorhergehenden Absatz nicht ereignen kann.
Wurde der Ethanolkamin an einem geeigneten Platz aufgestellt, dann folgt der nächste wichtige Schritt. Dies mag vielleicht auf den ersten Blick trivial wirken, ist aber bei vielen Betreibern keine Selbstverständlichkeit: Lesen Sie vor Inbetriebnahme die Bedienungsanleitung von Ihrem Bioethanolkamin! So werden Sie direkt über alle wichtigen Handgriffe und Sicherheitsvorschriften belehrt.
Wenn Ethanol verbrennt, dann verbraucht dieser Sauerstoff. Zudem entstehen beim Abbrand Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid. Deshalb ist bei einem Bioethanolkamin das Lüften von außerordentlicher Wichtigkeit. Im schlimmsten Falle verbraucht die Verbrennung so viel Sauerstoff aus der Raumluft, dass es zu Atembeschwerden kommen kann.

Was muss ich beim Nachfüllen beachten?

Biokamin

Die meisten Unfälle mit einem Bioethanolkamin passieren beim Nachfüllen von neuem Brennstoff. Ganz wichtig und daher in aller Kürze: Immer erst Ethanol nachfüllen, wenn der Ethanolkamin vollkommen erkaltet ist. Sonst kommt es zu Verpuffungen und unkontrollierbare Flächenbrände entstehen. Sie können sich das Nachfüllen auch mit Sicherheitsbrennpaste erleichtern. Geben Sie dazu einfach etwas von der Paste in den Tank des Bioethanolkamins. Anschließend füllen Sie darauf das Ethanol. Der Vorteil: So spritzt keine Brennflüssigkeit umher und der Bioethanolkamin lässt sich sicher betreiben.