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Wie umweltfreundlich sind Pelletheizungen?

Die weitere Zunahme an Pelletöfen ist kein Zufall

Die Pelletheizung nimmt in der deutschen Heizungslandschaft immer mehr an Bedeutung zu – und das auch zurecht. Nicht nur die Preise sind es, die bei den Holzpellets deutlich unter denen der fossilen Ressourcen liegen. Auch die Umweltverträglichkeit ist es, welche im Zusammenhang mit den Pelletheizungen immer wieder hoch gelobt wird. Aber ist das auch wirklich so? Wir haben uns die aktuellen Modelle in puncto Umweltfreundlichkeit einmal genauer angesehen.

CO2-Neutralität – Wahrheit oder Mythos?

Wenn man bei Pelletheizungen und Pelletöfen von CO2-Neutralität spricht, dann bezieht sich diese Aussage auf den Brennstoff selbst. Der große Vorteil beim Heizen mit Holz und damit auch bei Holzpellets ist, dass sie nur so viel CO2 bei der Verbrennung freisetzen, wie der Baum zuvor während seines Wachstums auch aus der Umwelt aufgenommen hat. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Man sollte sich immer bewusst sein, dass durch die Herstellung und den Transport ebenfalls Kohlenstoffdioxid produziert wird.

Schaut man sich das im Detail an, dann werden zur Herstellung Pellets etwa 2% der Energie benötigt, wie es später bei der Verbrennung freisetzt. Zusätzlich muss auf dem CO2-Konto auch noch der Transport verbucht werden.

Zählt man diese Faktoren zusammen, dann lässt sich nicht mehr von einer vollständigen Neutralität sprechen. Verglichen mit anderen Brennstoffen, haben Pellets im Verhältnis gesehen immer noch ganz weit die Nase vorn. Das liegt vor allem daran, dass der Transportweg von Holzpellets wesentlich kürzer als der von fossilen Brennstoffen ist.

Pellet-Feuerstätten brauchen Strom

Ein weiterer Faktor, der bei der Umweltverträglichkeit von Pelletheizungen und Pelletöfen berücksichtigt werden muss, ist der Strom. Viele vergessen, dass zum Betrieb der Geräte, der Gebläse beziehungsweise für die Funktionsweise der Umwälzpumpen elektrische Energie benötigt wird. Wer auf eine maximale Umweltverträglichkeit beim Heizen setzen möchte, der entweder zu 100% auf Ökostrom aus dem Netz setzen oder mit einer Solaranlage seine eigene Energie erzeugen.

Produktionsbedingungen & Qualität sind ein entscheidender Faktor

Damit Sie eine Pelletheizung möglichst umweltfreundlich betreiben können, sollten Sie auch dementsprechend nur Pellets aus nachhaltiger Produktion kaufen. Es ist ein Mythos, dass bei uns in Deutschland extra Bäume für die Herstellung des Brennstoffs gefällt werden. Sie stammen fast ausschließlich aus Abfällen der Holzindustrie, die dann lediglich weiterverarbeitet werden. Diese Reste würden ohnehin anfallen und sonst einfach so verbrannt werden.

Gleichzeitig haben wir den großen Vorteil einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Bei uns werden jedes Jahr aktuell mehr Bäume gepflanzt, als abgeholzt werden. Das trägt auch einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Pelletpreise dauerhaft so günstig sind.

Fazit:

Zugegeben: 100-prozentig umweltfreundlich sind Pelletheizungen nicht, sie kommen aber schon sehr nahe heran. Es spielen sehr viele Faktoren dabei eine Rolle und danach richtet sich letztendlich auch der Gesamtwert der Umweltverträglichkeit. Im Vergleich zu anderen Brennstoffen, sind Pellets aber nach wie vor die Alternative, wenn es um ökologisches Heizen geht.

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