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Wie werden Pellets hergestellt?

Die kleinen Holzstifte und ihre Entstehung

Klein, handlich und voller Power: Holzpellets. Doch um ihre Herstellung ranken sich viele Mythen und Geschichten. Grund genug für uns einmal genauer hinzusehen. Wie werden Holzpellets hergestellt? Müssen dafür wirklich ganze Wälder abgeholzt werden? Sind sie mit Chemikalien versetzt? Und was ist mit dem Heizwert? Wir klären auf!

Was ist ein Holzpellet genau und was ist drin?

Pellets für die Verwendung in Pelletöfen und Pelletheizungen kennt wohl jeder. Auf dem ersten Blick erinnern sie sogar etwas an Tierfutter. Damit sich so ein Pellet auch als Pellet bezeichnen darf, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So darf es beispielsweise nicht größer als ein Durchmesser von 25 Millimetern sein. Denn sonst ist es schon ein Holzbrikett. Außerdem muss es vollständig oder zu mehr als 50% aus dem Rohstoff Holz bestehen. Sie werden überwiegend für Kleinfeuerungsanlagen hergestellt, da große Energieerzeuger nicht auf die spezielle Form zur Verbrennung angewiesen sind. Übrigens werden Pellets nicht immer aus Holz produziert. Auch andere Ausgangsstoffe lassen sich pelletieren: So zum Beispiel Olivenkerne, die Schale der Kokosnuss, Stroh oder auch Torf.

Wie funktioniert die Herstellung?

Die Herstellung des Brennstoffs ist eigentlich kein großes Geheimnis. Aber immer wieder tauchen hartnäckige Gerüchte und wilde Spekulationen auf. Als Ausgangsmaterial werden meist die Reste aus Säge- und Hobelanlagen verwendet. Dort fallen Holzspäne naturgemäß in großen Mengen an. Es werden also entgegen der landläufigen Meinung keine extra Bäume gefällt. Die Herstellung von Holzpellets ist streng genommen nur eine Verwertung der ohnehin anfallenden Reste. Damit aus den Abfällen aber ein kraftvolles Verfeuerungspaket entstehen kann, müssen die Späne als erstes zerkleinert werden. Das geschieht maschinell mit großen Mühlen. Danach ist es wichtig, dass das Holz getrocknet wird. Nur so kann eine gleichbleibende gute Qualität und ein hoher Heizwert gewährleistet werden. Jetzt geht es ans eigentliche Formen. Dazu wird meistens eine Pelletieranlage verwendet. Diese Maschinen bestehen im Kern aus einer großen Strahlform (Matritze). Sie werden mit den zerkleinerten und getrockneten Holzresten befüllt und dann unter großem Druck verdichtet. Dieser Druck ist so stark, dass die Temperatur ansteigt und sich einige Bestandteile des Holzes verflüssigen. Wer es genau wissen will: es geht um das in den Zellwänden eingelagerte Lignin. Es funktioniert wie ein Bindemittel und hält die Form der Pellets zusammen. Zur Herstellung können auch zusätzliche Bindemittel in kleinen Mengen eingesetzt werden, beispielsweise Stärke oder Melasse. Andere chemische Zusatzstoffe werden nicht verwendet.

Was Sie über Holzpellets noch nicht wussten!

Bei der Produktion von Holzpellets wird ein Energieaufwand von ca. 2,7% benötigt. Bei Heizöl beträgt dieser Wert etwa 12%. Holzpellets sind also schon bei der Herstellung viel sauberer, als Heizöl. Außerdem ist das Heizen mit den Holzresten CO2 neutral. Denn bei der Verbrennung wird nur so viel Kohlenstoffdioxid freigesetzt, wie der ursprüngliche Baum einmal eingelagert hat. Eine Tonne Pellets setzt beim Verbrennen so viel Energie frei, wie 500 Liter Heizöl. Hochwertige Pellets erzeugen darüber hinaus kaum Asche – nur 0,5% ihres ursprünglichen Eigengewichts. Das bedeutet: ein Pellet mit einem Gewicht von 2 Gramm erzeugt nach dem Verbrennen nur 0,01 Gramm Asche. Die Produktion von Holzpellets hat sich weltweit zwischen den Jahren 2002 und 2012 fast verzehnfacht. Etwa 66% aller Pellets auf der Welt werden in Europa hergestellt.

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