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Neue Wege gehen mit Wärmespeicher-Beton: Ein kleiner Ausblick in die Zukunft des Kaminbaus

Moderne Öfen in außergewöhnlichem Design

Beton gehört zu den beliebtesten Materialien, wenn es um den Kaminbau geht. Einige Hersteller, wie zum Beispiel Spartherm haben ganze Serien aus dem grauen Werkstoff geschaffen. Und das hat auch gute Gründe. Doch heute wollen wir einen kleinen Ausblick auf künftige Möglichkeiten geben, von denen die Kaminbranche profitieren könnte: Wärmespeicher 2.0 mit Beton.

Warum ist Beton für Kaminanlagen so gut geeignet?

Der große Vorteil von Beton für den Kaminbau ist, dass er von Haus aus alle nötigen Voraussetzungen dafür besitzt. Das Material ist Hitzebeständig und kann Wärme sogar speichern und wieder an die Umgebung abgeben. Eine komplette Kaminanlage aus Beton in Kombination mit keramischen Zügen kann zu einem vollwertigen Speicherkamin geformt werden. Weiterhin bietet der Baustoff viele Möglichkeiten bei der Gestaltung – selbst komplexere Formen sind möglich. Die graue Optik ist sehr gefällig und kommt in großen Loftwohnungen besonders gut an. Aber auch Verputzen und Malern stellt für Beton keine wirkliche Herausforderung dar.

 

Wärmespeicher 2.0 mit Beton

Die Funktionsweise von Beton als Wärmespeicher für Kamine ist schnell erklärt. Das Material besitzt zahlreiche kleine Poren und ähnelt von der Struktur her einem Schwamm. In diesen Kammern befindet sich Luft, die durch Hitze erwärmt werden kann. Erst mit der Zeit wird diese Wärme wieder abgegeben.

Die wenigsten wissen aber, dass Wärmespeicherung bei Beton nicht nur rein physikalisch, sondern auch chemisch stattfindet. Dafür verantwortlich ist ein Mineral namens Ettringit. Dieses ist ebenfalls im Beton enthalten und beginnt etwa ab 50 Grad Celsius zu arbeiten. Unter Zufuhr von Wärme dampft es Wasser ab und trocknet. Der Clou an der Sache ist: Gibt man später wieder Wasser hinzu, wird im Gegenzug Wärme freigesetzt. Das Prinzip kennen wir schon von den sogenannten Latentwärmespeichern mit Paraffin oder Salz. Sicher kennen Sie doch die kleinen Handwärmer mit dem Knickplättchen für den Winter: Etwas Ähnliches macht auf das Ettringit im Beton. Genial oder? Die Wärme kann auf chemischem Wege nahezu unbegrenzt gespeichert werden.

In der Praxis hat die Sache aber einen kleinen Haken: Beton besitzt nur etwa 15% des für die Reaktion notwendigen Minerals. Rein theoretisch besitz also jeder mit Beton gebaute Kamin diese Reaktion schon von sich aus. Sie fällt nur so schwach aus, dass er Effekt nicht wirklich ins Gewicht fällt. Es gibt aber schon Unternehmen, die genau an diesem Problem fleißig forschen. Stellen Sie sich das einmal vor für die Zukunft: Sie befeuern Ihren Kamin und eine moderate Menge an Wärme wird als Wärmestrahlung direkt in den Raum abgegeben. Der Großteil der Wärme wird aber chemisch im Beton eingespeichert. Quasi auf Knopfdruck könnte man die Wärme zu einem beliebigen Zeitpunkt noch einmal freisetzen – selbst Tage oder Wochen später, nachdem der Kamin das letzte Mal gebrannt hat.

Bis es so weit ist, werden aber wohl noch einige Jahre vergehen. Eins steht jeden Fall fest – Kamine mit Betonverkleidung sind schon heute echte Profis in Sachen heizen und Wärme speichern.

Tags: Kamin, Kaminbau
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