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Eine Hommage an die Ofenkachel: Über Geschichte, Entstehung und Gestaltung

Inhalt

  1. Warum ist ein Kachelofen sinnvoll?
  2. Welche Ofenkacheln gibt es?
  3. Wo kommt die Ofenkachel her?
  4. Wie werden Ofenkacheln hergestellt?
  5. Die Ofenkachel als Statussymbol

Warum ist ein Kachelofen sinnvoll?

Es gibt kaum etwas Schöneres, als den Kachelofen anzuheizen, wenn es draußen stürmt und schneit: Am besten noch eine Tasse heißen Tee oder ein Glas Wein und der gemütliche Abend kann beginnen. Allerdings ist ein Kamin mehr als nur ein Wärmespender. Mit der richtigen Form und vor allem einer hochwertigen Verkleidung aus Ofenkacheln wird er zu einem echten Blickfang für den Wohnraum.

Die Geschichte des Kachelofens umspannt mehrere Jahrhunderte. Der Fakt, dass diese Technologie bis in die Neuzeit bestanden hat und noch heute verwendet wird, bezeugt Funktionalität und Anziehungskraft. Einerseits ist eine Kachel durch ihre mineralische Beschaffenheit in der Lage, die wohlige Wärme des Feuers zu speichern und wieder abzugeben. Dabei hat eine Kachel für einen Kachelofen eine sehr effektive Absorptionsfähigkeit und kann schon bei geringeren Temperaturen angenehme Wärme abgeben. Ein weiterer Vorteil von Kacheln ist Ihre Gestaltungsmöglichkeit. Nahezu jede Verzierung ist denkbar, ebenso wie die farbliche Gestaltung. Eine Kachel macht an einem Ofen somit höchste Individualität möglich.

Neben der klassischen Ofenkachel ist auch eine anderweitige Kaminverkleidung aus Keramik eine Option, die sowohl optisch wie auch thermisch ähnliche Standards erreicht. Der Kaminofen Maria Luigia des Herstellers Sergio Leoni beispielsweise nutzt diese Verkleidung, um das Aussehen einer Säule nachzuahmen, die an römische Thermen erinnert.

Welche Ofenkacheln gibt es?

Nahaufnahme OfenkachelDie Landschaft der Ofenkacheln bietet vor allem aus einem historischen Blickwinkel eine diverse und abwechslungsreiche Palette an Varianten. Dabei wird ein Unterschied zwischen solchen Kacheln gemacht, die als einzelne Elemente abgeschlossen sind und solchen, die noch einen zusätzlichen Aufsatz aufweisen, der meist dekorativer Natur ist. Erstere Gruppe sind die sogenannten Gefäßkacheln. Darunter zählt man beispielsweise:

  • Becherkacheln
  • Napfkacheln
  • Topfkacheln
  • Röhrenkacheln uvm.


Wie die Namen vermuten lassen, handelt es sich trichterförmige bis halbrunde Einsätze, die ein höheres Heizvolumen ermöglichen. Tellerkacheln oder Blattkacheln dienen vor allem als Ornamente und sind meist aus Oberfläche und funktionellem Korpus zusammengefügt. Darüber hinaus gibt es an manchen Kachelöfen auch andere keramische Bauteile wie Simse oder Fußelemente.

Wo kommt die Ofenkachel her?

Keramik wird bereits seit Jahrtausenden genutzt und bietet beste Eigenschaften bis heute. Das Wort Keramik leitet sich aus dem griechischen Wort „keramos“ ab und bezeichnet einen mineralischen Ton. Bis in die Jahre um 2.500 vor Christus lässt sich die Herstellung und Verwendung von Keramik zurückverfolgen. Auch lässt sich erkennen, dass dieses Material schon frühzeitig für den Bau von Kaminöfen genutzt wurde, vor allem im Gebiet der Alpen. Die eigentliche Kachel für den Ofen, wie sie heute bekannt ist, wurde seit dem Mittelalter hergestellt und gehörte zur Grundausstattung in Burgen und Klöstern des 13. Jahrhunderts. Lokal wird die Ofenkachel also in Zentraleuropa verortet.

Wie werden Ofenkacheln hergestellt?

Herstellung von Sergio Leoni KachelnDie Herstellung der keramischen Ofenkacheln ist relativ unkompliziert, aber dennoch aufwendig. Flüssiger Ton wird in Formen, meist Gipsformen, gegossen. Dort trocknen die gegossenen Kacheln für mehrere Tage. Anschließend werden die Kacheln mit einer Glasur überzogen und in einem Ofen bei 1.000 Grad Celsius gebrannt. Der Vorteil der Glasur ist, dass die Kachel später sehr leicht gereinigt werden kann. Mit einem feuchten Lappen lässt sich die Ofenkachel problemlos sauber halten. Darüber hinaus bietet die Wahl der Glasur eine Möglichkeit zur Individualisierung, damit der finale Kachelofen auch ideal zur Wohnung und den Möbeln passt.

Auch heute noch werden hochwertige Kacheln noch immer ausschließlich aus natürlichen Bestandteilen gefertigt. So kommen bestimmte Tonarten sowie Feldspat und Farbkörper für die Herstellung der mach einer Ofenkachel zum Einsatz. Die künstlerische Gestaltung ist dabei meist von den regionalen Gegebenheiten und Tradition des Ofenkachel-Herstellers geprägt.

Die Ofenkachel als Status-Symbol

Was heute für uns eine Selbstverständlichkeit ist, das war für die Menschen im Mittelalter der pure Luxus. Große Kaminbausätze und Öfen konnten sich nur die reichsten Menschen leisten. Schnell fing man damit an, die Kacheln als Kunstobjekt und als Status-Symbol zu betrachten: Je prunkvoller die Motive, desto aufwendiger natürlich auch die Herstellung. Es gibt sogar einige wissenschaftliche Abhandlungen, die sich ausschließlich mit der Kunstgeschichte und den dargestellten Motiven auf Ofenkacheln auseinandersetzen. Das Schmücken mit Kacheln für den Ofen, auf denen das Familienwappen prangt, ist eine solche Möglichkeit. Im Stadtarchiv von Mühlhausen lassen sich beispielsweise seitenlange Ausführungen zur Heraldik finden, die sich auch in den Ofenkacheln dieser Zeit wiederfindet.

Sergio Leoni VienneseSo lässt sich die typische Schüsselkachel beispielsweise in die Zeit der Gotik und die sehr mit Motiven verzierten Ofenkacheln in die Zeit der Renaissance einordnen. Und auch heute noch ist die Fertigung von Ofenkacheln für Feuerstätten ein aufwendiger Fertigungsprozess. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die komplette Verkleidung eines individuellen Kachelofens immer noch eine sehr exklusive Angelegenheit ist. Beim Bau eines neuen Kachelofens kann man darüber hinaus auch in einem modernen Wohnzimmer dieses Prestige Einzug halten lassen. Handgearbeitete Kacheln mit individuellen Ornamenten nach Maß mögen dabei teurer sein, bleiben aber lange erhalten. So kann man mit Ofenkacheln den historischen Geist wiederbeleben. Auf zeitgemäßen Komfort muss man dabei aber mitnichten verzichten. Der Vorteil ist nämlich, dass man einen alten Kachelofen nachrüsten und mit einem neuen Kachelofeneinsatz ausstatten kann. Natürlich ist es darüber hinaus wichtig, die Kacheln am Ofen richtig reinigen zu können. So erstrahlen sie möglichst lange und können effektiv funktionieren.

Wer nicht auf die wärmespeichernden Eigenschaften und das exklusive Aussehen eines mit Keramik verkleideten Ofen verzichten möchte, der wird im Shop von ofen.de mit Sicherheit fündig. Denn wir bieten eine Vielzahl namhafter Hersteller wie Koppe, Monolith und Dal Zotto an, die wiederum mit einem großzügigen Sortiment aufwarten.

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