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Eine kleine Hommage an die Ofenkachel: Über Geschichte, Entstehung und Gestaltung

Optisch bezaubernd - Technisch sinnvoll

Es gibt kaum etwas schöneres, als den Kaminofen anzuheizen, wenn es draußen stürmt und schneit: Am besten noch eine Tasse heißen Tee oder ein Glas Wein und der gemütliche Abend kann beginnen. Allerdings ist ein Kaminofen mehr als nur ein Wärmespender. Mit der richtigen Form und vor allem einer hochwertigen Verkleidung wird er zu einem echten Blickfang für den Wohnraum.

Eine Möglichkeit der Ofenverkleidung ist neben einer Stahl- oder Natursteinverkleidung ist die Kachelverkleidung. Einerseits ist eine Kachel durch ihre mineralische Beschaffenheit in der Lage die wohlige Wärme des Feuers zu speichern und wieder abzugeben. Ein weiterer Vorteil von Kacheln ist Ihre Gestaltungsmöglichkeit. Nahezu jede Verzierung ist denkbar, ebenso wie die farbliche Gestaltung. Eine Kachel macht an Ihrem Ofen somit höchste Individualität möglich.

Wo kommt die Ofenkachel eigentlich her?

Keramik wird bereits seit Jahrtausenden genutzt und bietet beste Eigenschaften bis heute. Das Wort Keramik leitet sich aus dem griechischen Wort „keramos“ ab und bezeichnet einen mineralischen Ton. Bis in die Jahre um 2.500 vor Christus lässt sich die Herstellung und Verwendung von Keramik zurückverfolgen. Auch lässt sich erkennen, dass dieses Material schon frühzeitig für den Bau von Kaminöfen genutzt wurde, vor allem in dem Gebiet der Alpen.

Wie wurde und wird die Ofenkachel eigentlich hergestellt?

Die Herstellung der keramischen Ofenkacheln ist relativ unkompliziert, aber dennoch aufwändig. Flüssiger Ton wird Ton wird in Formen, meist Gipsformen, gegossen. Dort trocknen die gegossenen Kacheln für mehrere Tage. Anschließend werden die Kacheln mit einer Glasur überzogen und in einem Ofen bei 1.000 Grad Celsius gebrannt. Der Vorteil der Glasur ist, dass die Kachel später sehr leicht gereinigt werden kann. Mit einem feuchten Lappen, lässt sich die Ofenkachel problemlos sauber halten.

Auch heute noch werden hochwertige Kacheln noch immer ausschließlich aus natürlichen Bestandteilen gefertigt. So kommen bestimmte Tonarten sowie Feldspan und Farbkörper für die Herstellung der Kacheln zum Einsatz. Die künstlerische Gestaltung ist dabei meist von den regionalen Gegebenheiten geprägt.

Die Ofenkachel als Status-Symbol

Was heute für uns eine Selbstverständlichkeit ist, das war für die Menschen im Mittelalter der pure Luxus. Große Kamine und Öfen konnten sich nur die reichsten Menschen leisten. Schnell fing man damit an, die Kacheln als Kunstobjekt und als Status-Symbol zu betrachten: Je prunkvoller die Motive, desto aufwändiger natürlich auch die Herstellung. Es gibt sogar einige wissenschaftliche Abhandlungen, die sich ausschließlich mit der Kunstgeschichte und den dargestellten Motiven auf Ofenkacheln auseinander setzen.

So lässt sich die typische Schüsselkachel beispielsweise in die Zeit der Gotik und die sehr mit Motiven verzierten Kacheln in die Zeit der Renaissance einordnen. Und auch heute noch ist die Fertigung von Ofenkacheln für Feuerstätten ein aufwendiger Fertigungsprozess. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die komplette Verkleidung eines individuellen Kachelofens immer noch eine sehr exklusive Angelegenheit ist.

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