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Ein Brennholzlager selber bauen: So geht‘s

Genügend Brennholz für den nächsten Winter: Brennholzlager selber bauen

Wer sich gerne eines knisternden Kaminfeuers erfreut, der kommt um das Thema Holzaufbewahrung für den Innen- und Außenbereich nicht herum. Gut getrocknetes Brennholz besitzt einen besseren Heizwert und es entstehen weniger Emissionen bei der Verfeuerung im Kaminofen. Fertige Kaminholzregale und Holzkörbe sind praktisch für ein letztes Vortrocknen in der Nähe des Ofens. Doch auch für den Außenbereich benötigt man ein Brennholzlager um das frisch gelieferte Holz zu trocknen. Warum dann nicht einfach ein Brennholzlager selber bauen? Wie die Marke Eigenbau aussehen kann und was zu beachten ist, soll im Folgenden erörtert werden.

Ist ein Holzunterstand genehmigungspflichtig?

Grundlegend ist ausschlaggebend, wo das Holzlager positioniert werden soll und welche Dimensionen das Projekt hat. Ein Brennholzlager selber bauen ist vor allem dann ein kritisches Unterfangen, wenn es nicht auf dem eigenen Grund und Boden stehen soll. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Unterstand in einer Gartenparzelle aufgestellt werden soll. Im Zweifelsfalle muss dies mit dem Vorstand abgesprochen werden. Auf dem eigenen Grundstück richtet sich die Genehmigungspflicht primär nach der designierten Verwendung. In den meisten Fällen gibt es keine behördlichen Einwände und eine Genehmigung entfällt.

Die Lagerung des Holzes für den Kamin auf dem eigenen Grundstück braucht zwar etwas Platz, hilft aber dabei, die Kosten fürs Heizen zu senken. Warum? Weil verbrennfertig gelagertes Holz im Einkauf teurer ist als das frisch geschlagene. Wer also selber trocknet, der kann bares Geld sparen. Dazu entfallen lange Transportwege und die Ökobilanz fällt entsprechend besser aus.

Wie groß sollte das Brennholzlager sein?

Bei der Größe kommt es vor allem auf den persönlichen Holzbedarf an. Wer ein ganzes Haus mit Holz beheizen möchte, der braucht natürlich dementsprechend mehr Lagerfläche zur Kaminholz-Aufbewahrung als nur für einen einzelnen Raum. In der Praxis hat es sich bewährt, drei Lagerplätze einzurichten: Für die aktuelle Saison und für die beiden nächsten. Da Holz nach dem Schlagen erst lagern muss, um richtig durchzutrocknen, kann hier also zyklisch auf die Vorräte zurückgegriffen werden. Die genannte Aufteilung ist deswegen sinnvoll, da Holz im Schnitt etwa 2 Jahre zum Trocknen braucht. Danach besitzt es eine Restfeuchte von etwas unter 20 Prozent.

Wie baue ich mir einen Holzunterstand?

Planung ist alles: Es ist immer vom jährlichen Holzverbrauch auszugehen. Etwas Reserve sollte für den Notfall immer mit einberechnet werden. Daraus ergeben sich die Dimensionen des Regals. Diese müssen angemessen ausfallen, damit man Brennholz richtig lagern kann und dieses optimal trocknet und nicht dem Schimmel zum Opfer fällt.

Die Grundkonstruktion: Die Pfeiler, welche später das Dach des Brennholzlagers tragen sollen, müssen ausreichend groß und stark gewählt werden. Holzpfeiler mit einer Abmessung von 10x10 Zentimetern eignen sich in den meisten Fällen am besten. Es empfiehlt sich, diese über Bodenanker wie Metallsockel zu installieren, um die Stabilität zu gewährleisten.

Erst müssen die Pfeiler aufgerichtet werden, danach das Dach: Dazu eignet sich in der Regel Wellblech. Das Dach muss etwas Überhang haben und darf nicht bündig mit dem später gelagerten Holz abschließen. Wellpappe ist eher weniger geeignet, da sie über eine relativ kurze Haltbarkeit verfügt und auch anfällig für Schäden ist. Man sollte sich also nicht vom günstigen Preis blenden lassen, um nicht am Ende drauf zu zahlen. Bei Regen und Nässe muss das Wasser ablaufen können. Deshalb sind etwa 30 Zentimeter Überhang und eine leichte Schräge nötig. So wir vermieden, dass das Feuerholz bei Regen schnell nass wird.

Die Rückseite des Brennholzlagers sollte mit Brettern verschlagen (im Kreuz) werden, damit die Regalkonstruktion in sich stabil ist.

Einer der wichtigsten Punkte beim Bau eines Brennholzlagers: Holz für die Verbrennung im Kaminofen sollte niemals direkt auf dem Boden gelagert werden. Sonst wäre eine ausreichende Belüftung nicht gegeben und es bestünde Schimmelgefahr. Eine Erhöhung aus Ziegelsteinen, die einen Luftraum zwischen Holz und Boden bringt, ist sehr gut als Maßnahme geeignet und dazu kostengünstig. Außerdem muss auch auf einen ausreichenden Abstand zur Hauswand (circa 15 Zentimeter) geachtet werden. Danach können die gespaltenen Holzscheite aufeinandergestapelt werden. Im Idealfall werden die Scheite gleich auf die richtige Größe gebracht, damit der Aufwand im Winter minimiert wird und man sich einfach nur bedienen muss. Übrigens gibt es auch eine traditionelle Form eines Brennholzlagers. Bei einer Brennholzmiete wird das Holz unter freiem Himmel gelagert.