Skip to main content

Brennholz lagern: Was Sie unbedingt beachten sollten

Für viele Besitzer von einem Kaminofen oder Kaminbausatz stellt die richtige Lagerung von Brennholz ein großes Problem dar. Gerade wer nicht auf fertig getrocknetes Holz aus dem Fachhandel zurückgreift, sondern sein eigenes Holz im Wald schlägt, muss auf viele wichtige Aspekte Rücksicht nehmen. Auf den erstem Blick mag die richtige Lagerung von Brennholz als trivial erscheinen, dennoch kann dabei einiges schief gehen. Damit die Vorfreude auf den gemütlichen Abend vor dem Kamin nicht getrübt wird, erklären wir in diesem Beitrag einmal ausführlich, was beim richtigen Brennholz-Lagern alles zu beachten ist.

Die Restefeuchte: Warum sollte Brennholz gelagert werden?

Brennholz-Schimmel-GefahrFrisch geschlagenes Holz weist oftmals noch eine Restfeuchte zwischen 40% und 60% auf. Das ist natürlich für den Kamin noch viel zu feucht. Optimal wäre eine Restfeuchte von unter 20%. Doch warum sollte nur möglichst trockenes Holz im Kamin verbrannt werden?

Das lässt sich ganz einfach mit den beiden Begriffen Heizwert und Brennwert verdeutlichen. Dazu haben wir bereits in einem anderen Blogbeitrag geschrieben. Bevor das nasse Holz im Kamineinsatz verbrennen kann, muss das darin enthaltene Wasser erst einmal verdampfen. Dabei geht Ihnen viel Wärme ungenutzt in Form von Wasserdampf verloren. Bei nassem Holz werden zudem mehr Schadstoffe als bei nassem Holz freigesetzt. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für den Schornstein, oder Edelstahlschornstein und den Ofen. Eine verrußte Scheibe und eine Versottung sind die möglichen Folgen.

Problem Schimmel: Wie Brennholz nicht richtig gelagert wird

Brennholz-Schimmel-vermeiden

Beim Lagern von Brennholz kann vieles falsch gemacht werden. Im schlimmsten Falle fängt das Holz an mit Schimmeln, wodurch dieses kaum mehr zum Verbrennen taugt. Doch das muss nicht sein! Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Lagern von Brennholz beachten sollten:

  • Bereiten Sie das Holz für die Lagerung vor! Desto kürzer die Scheite, desto kürzer ist auch die Lagerungszeit. Das Brennholz sollte unbedingt gespalten werden, denn so trocknet es besser und lässt sich zudem auch besser stapeln.
  • Suchen Sie sich einen geeigneten Lagerplatz! Das Holz sollte zwar vor Feuchtigkeit geschützt, aber dennoch luftig gelagert werden. Der Keller oder die Garage scheiden damit aus, denn ohne Luftzirkulation droht die Bildung von Schimmel. Am besten eignet sich ein zugiger Schuppen oder ein Schleppdach neben dem Haus.
  • Brennholz will richtig gestapelt werden! Stapeln Sie dieses immer mit mindestens einer Handbreit Abstand zum Boden und zur Wand, denn so vermeiden Sie die Bildung von Schimmel. Stapeln Sie Ihr Brennholz immer in länglichen Reihen, zwischen denen die Luft zirkulieren kann. So trocknet es schneller.

Der Zahn der Zeit: Wie lange sollte Brennholz gelagert werden?

So-wird-Brennholz-richtig-gelagert

Nun wissen Sie zwar schon wie Sie Ihr Holz richtig lagern, doch wie lange sollte es denn trocknen? Das hängt ganz von der Art des Holzes und der Lagerung ab. Als Faustregel kann man jedoch sagen, dass Nadelhölzer ungefähr nach einem Jahr trocken sind. Laubhölzer hingegen brauchen eine längere Lagerzeit von zwei bis drei Jahren.

Holz kann allerdings auch überlagert werden. Durch die natürlichen Abbauprozesse verringert sich dann der Heizwert jährlich um bis zu drei Prozent. Hinzu können Schädlinge wie Holzwürmer kommen, welche sich ebenfalls nicht positiv auf den Heizwert auswirken. Daher sollten Sie bei Brennholz eine maximale Lagerzeit von fünf Jahren nicht überschreiten.