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Brennholzmiete selber bauen: So geht’s!

Für die Bevorratung von Scheitholz braucht es eine geeignete Lagerstelle

Die richtige Lagerung von Brennholz ist entscheidend für die Qualität und die effiziente Nutzung des Heizwertes im Kamin. Heute wollen wir Ihnen eine einfache, aber auch geniale Möglichkeit vorstellen, wie Sie große Mengen an Kaminholz lagern können: Mit der sogenannten Brennholzmiete!

Mit dem „Mieten“ im klassischen Sinne hat es nichts zu tun. Es handelt sich um eine besondere Form für die Lagerung und Trocknung von Holz. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine richtige Brennholzmiete selber bauen können und welche Vorteile das mit sich bringt.

Die Brennholzmiete ist eine traditionelle Art und Weise Feuerholz sinnvoll unter freiem Himmel zu lagern und zu trocknen. Möglich wird das durch die besondere Bauweise, die sich bewährt hat. Dazu werden die Holzscheite zylindrisch aufeinandergestapelt, meist in einem Durchmesser von zwei bis drei Metern und mit einem Dach aus Holzscheiten versehen. Die Konstruktion an sich ist relativ simpel, die Wirkungsweise aber genial.

Welche Vorteile hat eine Brennholzmiete?

Eine Brennholzmiete bietet Ihnen zahlreiche Vorteile, welche die Mühe beim Aufbau definitiv wert sind. Dank des kompakten Aufbaus nimmt sie vergleichsweise weniger Platz ein, als andere Lagerformen. Weiterhin schützen sich die Holzscheite gegenseitig vor den Wettereinflüssen. Bei richtigem Aufbau ist außerdem eine gute Belüftung zu jeder Zeit gewährleistet. So beugen Sie einem möglichen Brennholzschimmel vor.

Das Holz kann mit der Zeit gut trocknen und erreicht frisch nach dem Schlagen etwa in zwei Jahren seine finale Restfeuchte unter 20%. Weiterhin hat eine Brennholzmiete den entscheidenden Vorteil, dass sie sehr übersichtlich ist. Die geometrische Form macht eine Berechnung der darin befindlichen Holzmenge einfach und komfortabel. So wissen Sie immer, wie viel Holz für Ihren Kaminofen noch da ist. Eine Miete ist im Aufbau recht stabil. Schon gewusst? Auch in anderen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft werden Mieten als Lagerungsform gern eingesetzt. Das System hat sich bewährt!

Wie baut man eine Brennholzmiete selber und was muss dabei beachtet werden?

Im ersten Schritt legen Sie fest, wo Sie im Garten die Brennholzmiete errichten möchten und welche Dimensionen sie annehmen soll. Es sollte ausreichend Platz vorhanden sein – die Grundkonstruktion ist ein Kreis. Außerdem ist die Stelle im Idealfall vor starken Witterungsbedingungen und Regen geschützt – zum Beispiel auf der Südseite. Wichtig ist außerdem, dass Sie eine wasserdichte Folie auslegen, als Untergrundschutz.

Legen Sie die Plane aus und tragen Sie einen Kreis darauf ab, in dem später die Holzscheite zylindrisch aufgestapelt werden. Ein Tipp für einen schönen Kreis: Nehmen Sie eine Kordel und einen Holzpfahl. Stecken Sie den Holzpfahl in der Mitte der Folie in den Boden und befestigen Sie daran die Kordel und an dem anderen Ende einen Stift. Ziehen Sie nun unter gestraffter Kordel einen Kreis auf der Folie. Damit später auch die geplante Größe der Brennholzmiete stimmt. Einfach die Kordel halb so lang wählen, wie der Durchmesser sein soll. Der erste Schritt zum Brennholzmiete selber bauen ist geschafft.

Im nächsten Schritt geht es bereits um das Schichten des Feuerholzes. Die erste Schicht wird dazu quer zur Kreislinie ausgelegt. Legen Sie die Holzscheite dazu nicht in die Richtung, in die die Kordel beim Kreis abtragen gezeigt hat, sondern eben um 90 Grad gedreht quer zum Kreis. Für die zweite Holzschicht darauf gilt genau das umgedrehte. Sie wird längs aufgelegt. Die Enden der Holzscheite zeigen dazu zum Mittelpunkt und zur Kreislinie. Wiederholen Sie diese Stapelung mit weiteren Kränzen, die jedoch Etage für Etage etwas weiter innen liegen. Kratzt die Miete jetzt fast an der 1 Metermarke, so können Sie nun beginnen, den inneren Hohlraum der Miete mit Holzscheiten zu füllen.

Legen Sie sie es nicht einfach kreuz und quer hinein, sondern schichten Sie es sauber auf. Es gibt auch die Variante, wo der Innenraum hohl gelassen wird. Das hängt aber davon ab, wie viel Holz für den Kamin Sie lagern möchten. Danach stapeln Sie außen so weiter, wie anfangs bereits beschrieben. Hat Ihre Holzmiete die gewünschte Höhe erreicht, stapeln Sie nun Holzscheite nach innengerichtet auf, damit eine Kegelartige Form entsteht. Zu guter letzt platzieren Sie nun einige Holzscheite als Dach auf Ihrer Brennholzmiete. Sie sollten so wie Dachschindeln gestapelt werden, damit der auftreffende Regen zum Rand hin abfließen kann.

 

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