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Kamin Emissionen – Was entsteht wirklich bei der Verbrennung von Holz?

Emissionen gibt es auch bei der Verbrennung von Holz

Kamine und Öfen werden in den Medien immer wieder für die ansteigende Luftverschmutzung verantwortlich gemacht – gerade was den Feinstaub und das Kohlenstoffmonoxid angeht. Doch das ist häufig nur die halbe Wahrheit: Welche Emissionen stößt ein Kaminofen wirklich aus und wie umweltfreundlich ist das Verbrennen von Holz im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen? Wir haben uns die Sache einmal genauer angesehen – Das Ergebnis wird Sie überraschen!

Ein Blick in die Brennkammer: Welche Emissionen werden freigesetzt?

Da es sich bei Holz um einen Festbrennstoff handelt, entstehen natürlich bei der Verbrennung Emissionen in Form von Abgasen und festen Partikeln. Feste Bestandteile, die nach der Verbrennung übrig bleiben, sind deutlich als Asche erkennbar. Bei einer sauberen und effizienten Verfeuerung bleiben nur etwa 5% vom ursprünglichen Holz zurück.

Selbstverständlich wird auch eine gewisse Menge an Wasser, in Form von Wasserdampf freigesetzt. Und schließlich wären da noch Kohlenstoffmonoxid und das Kohlenstoffdioxid. Das Kohlendioxid wird auch als Treibhausgas bezeichnet und trägt unter anderem mit zur Erderwärmung bei. An sich ist es in geringer Konzentration für den Menschen nicht giftig, da es natürlicherweise in der Atemluft vorkommt und auch von uns ausgeschieden wird. Allerdings muss die Menschheit im Sinne des Naturschutzes dafür Sorge tragen, dass der weltweite CO2-Ausstoß deutlich reduziert wird.

Hier kommt der große Vorteil beim Heizen mit Holz zum Vorschein: Denn beim Verfeuern von Holz spricht man von einer Neutralität in der CO2 Bilanz. Das kommt daher, dass das Holz eines Baumes nur so viel CO2 freisetzt, wie er in seiner Wachstrums- beziehungsweise Lebenszeit aufgenommen hat. Das Heizen mit Holz in einem Kaminofen trägt somit grundsätzlich nicht zur Erderwärmung bei, wie es die Verbrennung fossiler Brennstoffe tut. Würde der Baum auf natürliche Weise im Wald verrotten, dann würde er genau die gleiche Menge des Gases freisetzen. Sie sollten nur darauf achten, dass Sie Holz aus Ihrer Region erwerben, da sonst ein Transport des Holzes notwendig wird, welcher wiederum zur CO2 Belastung durch Transportmittel und Treibstoffe führt.

Weiterhin wird bei der Verbrennung von Holz immer wieder auf die Entstehung von Feinstaub hingewiesen. Dieser kann Auswirkungen auf die Gesundheit von Atemwegen und Kreislauf führen. Daher spezialisieren sich namenhafte Hersteller für Feuerungstechnik auf eine Verbrennungstechnologie, die den unerwünschten Staub weitgehend gar nicht entstehen lässt. Es gibt auch Modelle mit einem speziellen Filtereinsatz. Eine effizientere Verbrennung ist jedoch auf lange Sicht gesehen der bessere Weg. Die Werte für Feinstaub bei Einzelfeuerstätten sind in Deutschland fest vorgeschrieben und unterliegen strengen Grenzwerten. Wie viel Feinstaub Ihr Kaminofen produziert, das können Sie im technischen Datenblatt oder im Betriebshandbuch des Modells nachlesen.

Nur in geringen Mengen, aber dennoch vorhanden, entstehen bei der Verbrennung von Holz Schwefel- und Stickoxide sowie in geringer Menge auch Salzsäure. Grundsätzlich gehen keine großen Gefahren von der Verbrennung von Holz aus - anders als bei fossilen Brennstoffen.

In welchem Umfang die unerwünschten Emissionen und Feinstaub bei der Verbrennung im Kamin entstehen, haben Sie allerdings zu den größten Teilen selbst in der Hand. Denn durch die Herbeiführung einer „optimalen“ beziehungsweise „richtigen“ Verbrennung entstehen sehr viel weniger Emissionen, als beim falschen Umgang mit dem Holz und Feuer. Beispielsweise entsteht bei einem zu feuchten Holz oder bei einer zu geringen Luftzufuhr ein Schwelbrand in Ihrem Kamin. Dieser Schwelbrand ist nicht nur schädlich für den Ofen und Schornstein, sondern lässt deutlich mehr Schadstoffe entstehen, führt zu üblen Geruch und ist längst nicht so effektiv wie eine saubere Verbrennung. Achten Sie daher unbedingt auf die korrekte Befeuerung Ihres Kaminofens sowie auf die Restfeuchtigkeit des Holzes, die nie über 20% liegen sollte. Außerdem sollte das Holz bei möglichst hohen Temperaturen verfeuert werden, damit ein Großteil der Schadstoffe gleich mit verbrennen kann.

Tags: Kaminofen, Kamin
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