Umweltfreundliche Technologien von Olsberg – Sauberes Heizen mit dem Kaminofen
02.08.2016, 10:30:00
Aktualisierung: 13.10.2026
Wenn Holz in Kaminöfen verbrennt, entstehen Emissionen wie Feinstaub und Kohlenmonoxid. Für die meisten Feuerstätten in Deutschland gelten dafür gesetzliche Grenzwerte nach der 1. BImSchV. Wie hoch die Emissionen ausfallen, entscheiden die Qualität des Brennstoffs, die integrierte oder nachgerüstete Filtertechnologie sowie die Verbrennungsführung. Der Hersteller Olsberg setzt dafür auf die Regelung der Verbrennungsluft.
Luftregler und Abbrandphasen
Wie vollständig Holz verbrennt, hängt stark von der Luftzufuhr in der jeweiligen Abbrandphase ab. In der Anheizphase ist viel Sauerstoff nötig. Brennt das Feuer stabil, wird die Luftzufuhr gedrosselt. Andernfalls entweicht ein großer Teil der Wärme ungenutzt über den Schornstein. Bei zu wenig Luft entstehen dagegen vermehrt Ruß und unverbrannte Gase.
Viele Kaminöfen sind mit einem manuellen Luftregler ausgestattet. Damit kann die Verbrennungsluft von Hand an die jeweilige Abbrandphase angepasst werden. Es gibt jedoch auch Modelle mit elektronischen Luftreglern, bei denen eine automatische Steuerung diese Aufgabe übernimmt.
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Gut zu wissen: Luftzufuhr beim Kaminofen: So meistern Sie das Feuer. |
Olsberg Efficiency Controller (OEC)
Der Olsberg Efficiency Controller, kurz OEC, ist eine elektronische Feuerungsregelung. Ein Sensor misst die Abgastemperatur, woraufhin ein Stellmotor die Verbrennungsluft für jede Abbrandphase automatisch anpasst. Die automatische Regelung beugt sowohl einer zu starken Verbrennung als auch einer Rußbildung durch Luftmangel vor. In der Ausbrandphase schließt das System die Luftzufuhr. Dadurch wird verhindert, dass nach dem Abbrand weiterhin Raumluft über den Holzofen in den Schornstein strömt und die gespeicherte Wärme verloren geht.
Der OEC II ist die erweiterte Ausführung des Olsberg Efficiency Controllers. Wie beim OEC wird die Verbrennungsluft während des gesamten Abbrands automatisch nach der gemessenen Heizgastemperatur geregelt. Zusätzlich regelt der OEC II die Konvektionsluft, also den warmen Luftstrom, der in den Aufstellraum gelangt. Dafür misst ein Raumtemperaturfühler die aktuelle Temperatur. Anders als ein Heizungsthermostat regelt der OEC II die Raumtemperatur aber nicht direkt.
Ein Türkontaktschalter erkennt das Öffnen der Feuerraumtür, zum Beispiel beim Nachlegen, und startet einen neuen Regelzyklus. Zur Sicherheit können die Luftschieber – etwa bei einem Stromausfall – auch von Hand bedient werden.
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Mehr Wissen: Automatikregulierung: Wie funktioniert ein Kamin mit automatischer Luftzufuhr? |
Vergleichbare Systeme zur automatischen Luftregelung
Mittlerweile bieten viele Hersteller von Kaminöfen und Schwedenöfen vergleichbare Systeme zur automatischen Luftregelung an. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob sie mechanisch oder elektronisch arbeiten:
- HWAM® Autopilot™: Eine temperaturabhängige Bimetallfeder öffnet und schließt die Luftklappen. Das System arbeitet mechanisch und ohne Strom.
- HWAM® SmartControl™: Sensoren erfassen unter anderem den Sauerstoffgehalt im Abgas. Danach regelt die Elektronik die Luftklappen.
- Spartherm S-Thermatik NEO: Die elektronische Abbrandsteuerung regelt Verbrennungsluft und Temperatur automatisch.
- Brunner EAS: Die elektronische Abbrandsteuerung regelt den gesamten Abbrand bis zur Glutphase automatisch.
Mechanische Systeme reagieren direkt auf die Temperatur, während elektronische Systeme zusätzlich Messwerte aus dem laufenden Abbrand auswerten und teils per App bedienbar sind.
Quellen:
Einbaukamine
freistehende Öfen
alternative Brennstoffe
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