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Wie fällt man einen Baum richtig?

Damit das Fällen zur erfolgreichen und sicheren Angelegenheit wird

Der Grund, warum Sie einen Baum fällen möchten kann sehr unterschiedlich sein. So kann es sein, dass Sie sich Ihr Feuerholz für Ihren Kamin selbst schlagen möchten. Oder aber der Baum ist schon etwas in die Jahre gekommen und muss entfernt werden, bevor er beim nächsten Sturm umknickt.

Das Fällen eines Baumes erscheint auf dem ersten Blick nicht als großes Problem. Neben den erforderlichen Genehmigungen, die Sie auf jeden Fall vorher einholen sollten, kommt es auch auf das Thema Sicherheit an. Was Sie alles beachten müssen, um einen Baum fachgerecht fällen zu können – das erfahren Sie hier.

Genehmigung zum Baum fällen holen

Grundsätzlich müssen Sie sich vor dem Fällen eines Baumes darüber informieren, ob es überhaupt erlaubt ist. Dazu gibt es in Deutschland einige Gesetze und Vorschriften, die auf dem Bundesnaturschutzgesetz basieren. Erkundigen Sie sich vor dem Fällen unbedingt bei Ihrer Gemeinde, ob das Fällen eines Baumes zulässig ist. Für den Fall Sie möchten im Wald Ihr eigenes Feuerholz für den Kaminofen schlagen möchten, erkundigen Sie sich im Vorfeld bei der zuständigen Försterei. Diese kann Ihnen genau sagen, an welchen Stellen es erlaubt ist und was es dabei zu beachten gibt. Gegebenenfalls kann dafür eine kleine Gebühr verlangt werden.

Das richtige Werkzeug 

Sind alle Formalitäten erledigt und haben Sie eine Genehmigung für Ihr Vorhaben erhalten, kann es mit dem Baumfällen schon fast losgehen. Was Sie jetzt noch vorbereitend benötigen, ist geeignetes Werkzeug und sichere Schutzkleidung.

Die Schutzkleidung sollte aus einem Helm mit Sichtschutz, Arbeitsschutzschuhen, Arbeitshandschuhen und fester Bekleidung bestehen. Als Arbeitsgerät gehört die Kettensäge zu den wohl wichtigsten Werkzeugen. Da Sie beispielsweise im Wald, schlecht an Strom kommen, kommt eigentlich nur eine Benzinkettensäge in Frage. Bei der Wahl der richtigen Kettensäge kommt es auf die Stärke und Größe des Baumes an. Kettensägen gibt es in verschiedensten Motorenstärken und mit unterschiedlich langem Kettenschwert. Erkundigen Sie sich hier unbedingt beim Fachmann. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass im Umgang mit Kettensägen die möglichen Verletzungsgefahren beachtet werden müssen. Seien Sie stets vorsichtig uns besonnen im Umgang mit diesem Werkzeug. 

Den Baum richtig fällen 

Nun heißt es zu allererst den Baum richtig einzuschätzen. Welche Krümmungen weist der Baum auf? Hat er dadurch einen Überhang, der die Fallrichtung maßgeblich bestimmt? Steht der Baum schräg an einem Hang oder deuten einseitig stark ausgeprägte Wurzeln auf eine Fallrichtung hin? Die Fallrichtung des Baums wird von vielen Faktoren beeinflusst. Nicht selten kommt es beim Laien zu einer Fehleinschätzung und es passieren Unfälle. Gehen Sie also nur dann ans Werk, wenn Sie sich absolut sicher sind.   

Weiterhin sollten Sie schauen, ob sich „tote“ Äste am Baum befinden, die beim Fällen herunterstürzen könnten. Besteht die Gefahr, dass der Baum „aufspringen“ kann, weil er beispielsweise unter Spannung steht? Und natürlich auch: Hat der Baum eine Möglichkeit zum freien Fall, oder stören umliegende Bäume oder sogar Häuser oder Fahrzeuge? Achten Sie vor dem Fällen unbedingt auf Ihr Umfeld! Sind Sie der Meinung alle Gefahren genau abgeschätzt zu haben und ist ein freier Fluchtweg für Sie vorhanden, so können Sie mit dem Fällen des Baumes beginnen. 

Als erstes wird der so genannte Fallkerbe geschnitten. Das ist ein V-förmiger Ausschnitt der in Fallrichtung des Baumes vorgenommen wird. Dazu wird zunächst bis zu einem Drittel des Stammes waagerecht in den Baum eingeschnitten. Danach wird von oben schräg der keil herausgetrennt. Ist dies erledigt wird von an gegenüberliegenden Seite weiter gearbeitet.

Es folgt der sogenannte Fällschnitt. Er wird in Richtung des herausgetrennten Keils ausgeführt. Mit fortlaufendem Schnitt wird ein Keil eingeführt, damit sich der Schnitt durch das Gewicht des Baumes nicht wieder schließt. Sägen Sie nur so weit hinein, bis nur noch ein kleiner Steg zwischen Fällschnitt und Fallkerbe vorhanden ist. Der Schnitt wird nicht vollständig durchgeführt. Sollte der Baum jetzt nicht schon von selbst in die Richtung der Fallkerbe fallen, so geben Sie einige Schläge auf den eingeführten Keil. Spätestens jetzt sollte der Baum zu Fall kommen. 

Das Fällen eines Baums für die Gewinnung von Kaminholz ist nicht immer eine leichte Aufgabe und erfordert einiges an Erfahrung: gerade bei größeren Bäumen. Ganz wichtig: Es kommt nicht darauf an, dass der Baum fällt – sondern dass er richtig fällt und keinen Schaden verursacht. Daher ist es auch durchaus eine Option, die Arbeit von einem Fachmann ausführen zu lassen.

 

Tags: Kamin, Kaminofen
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