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Qualitätsunterschiede bei Pellets – Es sind eben doch nicht nur zusammengepresste Sägespäne

Jeder kennt sie, die Holzpellets, doch über die Qualitätsunterschiede bei Pellets sind sich die wenigsten Verbraucher bewusst. Holz ist eine erneuerbare und somit umweltschonende Energie, sodass sich viele für diese Art der Befeuerung entschieden haben. Aber mit Pelletöfen und Pelletheizungen wurde eine neue Ära des Befeuerns begonnen. Während der Ofen Ihnen vollständig die Arbeit abnimmt, ist Ihre einzige Aufgabe die kleinen zylindrischen Pellets in den dafür vorgesehenen Tank einzufüllen und anschließend ein paar Knöpfe zu drücken, bis Sie mit dem Timer und der entstehenden Wärme vollends zufrieden sind. Pelletöfen sind sehr leistungsstark und versorgen Ihren Wohnraum in Null Komma Nichts mit der gewünschten thermischen Energie. Doch was ist das eigentlich, dieser kleine Zylinder, den Sie kiloweise in den Tank einfüllen? Woraus genau besteht ein Pellet und woher rühren Qualitätsunterschiede? Denn ein wahrlich effizienter und auch emissionsarmer Betrieb Ihres Pelletofens kann nur erreicht werden, wenn auch die Pellets den höchsten Qualitätsanforderungen gerecht werden. Wenn Sie bisher unwissentlich qualitativ minderwertige Pellets gekauft haben, dann hat das spätestens mit diesem Beitrag ein Ende. Wir zeigen Ihnen wo die Qualitätsunterschiede bei Pellets zu finden sind!

Pellets – was sind das eigentlich?

In diesem Beitrag wird immer nur über Holzpellets gesprochen, die natürlich nicht zu verwechseln sind mit Pellets aus anderen Bereichen – wie zum Beispiel dem Futter für Wildtiere. Bei Holzpellets handelt es sich um einen natürlichen Brennstoff, der aus den Resten der holzverarbeitenden Industrie gefertigt wird – also aus Holzspänen. Die einzelnen Späne werden zusammengefasst und anschließend unter hohem Druck in ihre typische Form gepresst.

Dabei wird auf das Hinzufügen von chemischen Substanzen verzichtet. Nicht nur, weil zusätzliche chemische Bindemittel in qualitativ hochwertigen Pellets auf maximal 2 % beschränkt sind, sondern auch wegen der Bindungseigenschaften der holzeigenen Stoffe.

Das sogenannte Lignin und auch Harze, die sich im Holz befinden, wandeln sich bei der hohen entstehenden Wärme in Verbindung mit der Restfeuchte des Holzes zu der gewünschten zähflüssigen Substanz, die anschließend als natürliches Bindemittel fungiert. Beim Pressen der Pellets entsteht also ein Naturkleber, der ganz ohne chemische Zugaben auskommt. Durch diese natürliche Produktion und Verarbeitung sind Pellets zugleich leistungsstark und umweltschonend.

Es gibt darüber hinaus noch sogenannte Mischpellets, die allerdings nicht nur aus Holz bestehen. Den Mischpellets werden weitere pflanzliche Stoffe, wie zum Beispiel Raps oder Stroh hinzugeführt. Diese Pelletqualität eignet sich aufgrund hoher Emissionen und der erhöhten Menge an Rückständen allerdings nicht für heimische Pelletöfen oder Pelletheizungen. Mischpellets sind vorrangig zur Anwendung in Großanlagen gedacht. Aus diesem Beispiel geht deutlich hervor, das Pellets nicht gleich Pellets sind und Qualitätsunterschiede mit Berechtigung Berücksichtigung finden sollten.

ENplus Qualitätszertifikat – ein Gütesiegel

Der Brennstoff Pellet erfreut sich steigender Beliebtheit, sodass mittlerweile viele Angebote von verschiedenen Herstellern auf dem Markt zu finden sind. Das macht die Auswahl natürlich schwer. Zertifizierte Pellets helfen Ihnen dabei den nicht immer sichtbaren Qualitätsunterschieden Herr zu werden. Speziell das ENplus Qualitätssiegel erleichtert Ihnen die Identifizierung von qualitativ hochwertigen Pellets ungemein. Um Holzpellets in hoher Qualität zu bieten, sind die technischen Anforderungen an internationale Normen geknüpft. Das Zertifizierungsprogramm ENplus stellt dabei sicher, dass die sogenannten Anforderungen der ISO 17225-2 eingehalten werden. Fortschreitenden Qualitätsunterschieden bei Pellets wird somit Einhalt geboten. Dabei wird aber nicht nur die Produktion von Pellets zur Qualitätssicherung in Betracht gezogen. Auch die Lagerung der Pellets, ihr Transport zum Endkunden, sowie die heimische Handhabung werden dank ENplus sichergestellt und fließen somit als Qualitätsmerkmale in den Zertifizierungsprozess mit ein.

Achten Sie beim Kauf Ihrer Pellets auf das ENplus Qualitätssiegel und Sie profitieren neben der Pelletqualität noch von weiteren Vorteilen:

  • Durch eine breite Verfügbarkeit können Engpässe verhindert werden
  • Die Lieferung der Pellets erfolgt über geschultes Personal, somit sind nach der Lieferung keine Qualitätsunterschiede festzustellen
  • Der gesamte Lieferprozess kann zurückverfolgt werden
  • Die zertifizierten Pellets haben in Bezug auf die Qualitätsunterschiede einen besseren Brennwert
  • Sie profitieren von geregelten Verfahren für eventuelle Reklamationen

 Weisen die von Ihnen ausgesuchten Pellets das entsprechende Siegel auf, können Sie sich sicher sein, Pellets im besten Zustand zur Befeuerung zu verwenden. Qualitätsunterschiede sind innerhalb der ENplus Pellets nicht auszumachen. Eine konstante Qualität ist gewährleistet.

Durch das Zertifikat der ENplus werden solche Qualitätskriterien sichergestellt, die mit bloßem Auge oder mit eigener Technik nicht herausgefunden werden können – dafür benötigt man oftmals ein Labor. Um die Qualitätsunterschiede von Pellets zu bestimmen spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • die Presshilfsmittel
  • die Rohdichte
  • der Wassergehalt
  • der Aschegehalt
  • der Heizwert
  • der Gehalt an Schwefel
  • das Vorkommen von anderen Stoffen, wie Arsen, Cadmium, Chrom, Kupfer, Quecksilber, Blei oder auch Zink. 

In unserem Beitrag  „ENplus – Welche Kriterien müssen erfüllt werden?“ gehen wir auf die soeben genannten Hauptmerkmale ein, die die Qualitätsunterschiede bei Pellets verursachen.

So können Sie selbst Qualitätsunterschiede bei Pellets erkennen

Natürlich ist es immer schön, wenn man sich auf andere Menschen oder Institutionen verlassen kann. Weisen die von Ihnen erworbene Pellets beispielsweise das ENplus Qualitätszertifikat auf, so können Sie sich sicher sein die reine Effizienz in Form von Pellets in Ihren Händen zu halten. Dennoch lohnt es sich aber das eigene Auge zu schulen und qualitativ hochwertige Pellets eigenständig zu erkennen. Das schützt Sie nicht nur vor fatalen Fehlkäufen, sondern es macht Sie auch zum Spezialisten für Ihren heimischen Pelletofen oder die Pelletheizung. Ihre Feuerstätte dankt Ihnen die Nutzung von hochwertigen Pellets mit einer langen und reibungslosen Lebensdauer. Negative Folgen beim nicht beachten von Qualitätsunterschieden können zu einem Verkleben der mechanischen Bauteile führen. Ebenso kann durch erhöhtes Auftreten von Abrieb bei Minderwertigen Pellets das einwandfreie Funktionieren der Mechanik durch Verstopfen verhindert werden. Folgende Punkte geben Ihnen schnell Aufschluss über etwaige Qualitätsunterschiede bei Pellets:

  • Zunächst können Sie grundsätzlich die Oberfläche der Pellets betrachten. Eine glatte und glänzende Oberfläche ohne längliche Risse zeugt bereits von einer hohen Qualität der Pellets. Diese Merkmale zeigen ihnen auf, dass die Pellets in einem qualitativen Prozess gefertigt wurden. Das stoffeigne Lignin wurde dabei aufgrund einer hohen Temperatur in seinen klebefähigen Zustand versetzt, sodass sich die einzelnen Holzfasern miteinander verbinden konnten.
  • Die Festigkeit von Holzpellets stellt darüber hinaus ein besonders wichtiges Merkmal dar. Fest gepresste Pellets besitzen ein hohes Gewicht und erlauben daher eine effektive Verbrennung. Zudem wird durch die hohe Festigkeit nur ein geringer Anteil an Staub (Feinanteil) frei, was zur Betriebssicherheit der Feuerstelle beiträgt.
  • Auch der Durchmesser der Holzpellets gibt Ihnen Hinweise auf deren Qualität. Obwohl es oftmals unterschiedliche Durchmesser gibt fordern viele Hersteller von beispielsweise  Heizungsanlagen mittlerweile einen expliziten Durchmesser, damit maximale Betriebssicherheit und ein optimaler Wirkungsgrad garantiert werden kann. 0,6 cm stellt der Durchmesser dar, der sich für den Brennstoff Pellets etabliert hat. Ein Abgleich der Herstellerangaben in Ihrer Bedienungsanleitung wird aber immer empfohlen.
  • Die Länge der einzelnen Pellets ist dagegen sogar durch verschiedene Normen reguliert. Dabei ist die Länge der Pellets nur nach oben begrenzt, was durch ein Abmessen jederzeit kontrolliert werden kann. Für Systeme, in denen die Holzpellets über ein Saugsystem entnommen werden, ist die Länge nach der Ö-Norm M7135 auf 4,5 cm beschränkt.

Qualitätsunterschiede bei Pellets über Pseudotests feststellen

Um die Qualität der von Ihnen ausgewählten Pellets zu bestimmen gibt es auch die Möglichkeit Tests durchzuführen – doch dabei ist Vorsicht geboten. Es kursieren Tests, die keine adäquaten Schlüsse auf die Qualitätsunterschiede bei Pellets zulassen, wie zum Beispiel:

  • Der sogenannte Wassertest. Hier würde man die hohe Qualität daran sehen, dass Pellets zwar untergehen, aber sich  auflösen. Wichtig ist zu beachten, dass auch qualitativ minderwertigere Pellets im Wasser untergehen und sich auflösen. Dies geschieht allerdings vergleichsweise langsamer. Ein langsames Auflösen der Pellets kann darauf hindeuten, dass mehr als  2 % Bindemittel verwendet wurden.
  • Und ein angebliche erhöhter Schüttwinkel, der allerdings tatsächlich gar nichts über die Qualitätsunterschiede von Pellets aussagen kann.

Am besten sind Sie noch immer beraten, wenn Sie sich in erster Instanz auf Fachpersonal und Gütesiegel wie ENPlus verlassen. Denn Ihr Auge ist bestimmt gut, aber die technisch basierten Prüfverfahren lassen bei der Feststellung von Qualitätsunterschieden keine Zweifel übrig.