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Darf ich alte Gartenabfälle im Kamin verbrennen?

Warum es grundsätzlich keine gute Idee ist

Sie besitzen einen Garten und wie jedes Jahr aufs Neue fallen in diesem durch Ihre Büsche, Bäume, Sträucher und Wiesen Gartenabfälle an. Nun haben Sie zwei Möglichkeiten mit diesem Umzugehen. Sie können diese auf einem Komposthaufen kompostieren lassen oder Sie in Säcken zu einer Entsorgungsstation schaffen. Als dritte Möglichkeit fällt Ihnen in diesem Moment möglicherweise das Verbrennen ein.

Sie besitzen neben einen Garten auch noch einen Kaminofen? Dann stellen Sie sich vielleicht auch die Frage, ob Sie die Gartenabfälle auch im Kamin verbrennen können. Eines möchten wir Ihnen an dieser Stelle gleich vorwegnehmen. Das Verbrennen von Gartenabfällen ist in einem Kaminofen kritisch zu beurteilen. Einerseits ist es technisch gesehen für den Ofen, das Ofenrohr und den Kamin nicht wirklich zu empfehlen, andererseits wird Ihnen die rechtliche Situation wahrscheinlich einen Strich durch die Rechnung machen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, warum das so ist.

Verbot für das Verbrennen von festen Brennstoffen

Grundsätzlich ist in Deutschland das Verbrennen von festen Stoffen verboten. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob Sie das Feuer auf Ihrem eigenen Grund und Boden entfachen. Allerdings gibt es in manchen Bundesländern Ausnahmeregelungen, die es zumindest erlauben, dass trockene Pflanzenüberreste nur zu bestimmten festgelegten Tagen im Jahr kontrolliert verbrannt werden dürfen. Hierbei ist auch zu beachten, dass jedes Bundesland dazu eigene Vorschriften hat und die Zeiträume für die Verbrennungserlaubnis variieren kann.  

Warum ist es über das Verbot über die Verbrennung von Gartenabfällen hinaus nicht für den Kaminofen zu empfehlen?

Neben der gesetzlichen Lage sollten Sie auch definitiv die technischen Folgen für Ihren Kaminofen und das gesamte Abgassystem beachten. Gartenabfälle, die aus Laub, Holz und andere pflanzliche Reste bestehen, enthalten meist sehr viel Restfeuchtigkeit. Verbrennen Sie diese Gegenstände im Kamin, kann es aufgrund der hohen Feuchtigkeit zu einem so genannten Schwelbrand kommen. Dieser ist nicht nur sehr ineffizient, sondern sorgt weiter noch für eine deutlich erhöhte Rauchentwicklung mit hohem Rußanteil. Die Folge für Ihren Ofen kann hier eine Versottung sein, wobei sich vermehrt Rußpartikel im Ofen, Ofenrohr und im Schornstein ablagern können. Dadurch kann es bei mehrmaliger Verbrennung von Abfällen zu starken Ablagerungen kommen, sodass sich der Schornstein entzündet und ein so genannter Schornsteinbrand entsteht. Schädigen Sie also nicht Ihren Kamin und nicht die Umwelt durch erhöhte Emissionen.

Was dürfen Sie aus dem Garten im Kaminofen verbrennen?

Was natürlich unstrittig ist, ist Holz, welches als Gartenabfall angefallen ist. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie kein frisches Holz mit hoher Restfeuchtigkeit nehmen. Auch Holz aus dem Garten muss entsprechend gelagert werden, damit es ausreichend trocken ist für die Verbrennung. Einen Restfeuchtigkeitsgehalt von 20 Prozent sollte das Holz keinesfalls überschreiten. 

Tags: Kaminofen
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