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Schornsteinversottung

Sie bringt jeden Schornstein zu Fall: Versottung

Sie kommt heimlich still und leise – auf braunen Sohlen und mit üblem Geruch. Sie ist der Schrecken eines jeden Kaminbesitzers – und hat schon viele Schornsteine zu Fall gebracht. Man merkt es immer erst dann, wenn es schon längst zu spät ist. Ein ungeliebter Gast, der einem jedes Feuervergnügen rauben kann: Der große Schornsteinzerstörer – die Versottung.  Doch was ist das eigentlich genau? Welche Ursachen hat sie? Und was kann ich dagegen unternehmen? Genau das schauen wir uns im folgenden Beitrag an.

Was ist Versottung?

Schornstein-Versottung-ist-nicht-lustig

Unter Versottung versteht man bei einem Schornstein die Ablagerung von Teer und verschiedenen Säuren, die aus den Abgasen der Verbrennung entstehen. Normalerweise werden die Stoffe mit abtransportiert. Unter bestimmten Bedingungen können Sie sich jedoch im Inneren Ablagern. Das ist hauptsächlich dann der Fall, wenn die Temperatur der Abgase zu niedrig ist und sie den sogenannten Taupunkt unterschreiten. Die Abgase kondensieren und die gefährlichen Stoffe lagern sich ab.

Wie Sie sich vorstellen können, geschieht so eine Ablagerung nicht von einem Tag auf den anderen. Es ist ein Prozess, der sich über Monate beziehungsweise Jahre erstrecken kann.

Die genannten Ablagerungen durchdringen das Material des Schornsteins und zerfressen es regelrecht von innen heraus. Mit der Zeit wird das Material marode und die Rauchgasanlage irgendwann komplett unbrauchbar.

Das Tückische daran ist: Sie können es als Hausbesitzer immer erst dann bemerken, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Viele Hausbesitzer bemerken es beispielsweise erst dann, wenn sich in den Räumen ein starker Geruch nach Chemie verbreitet, die Quelle aber nicht eindeutig festgestellt werden kann. Manchmal haben sich die Ablagerungen der Versottung auch schon durch den Schornstein nach außen gearbeitet und werden dann als große braune Flecken sichtbar.

Welche Ursachen gibt es?

Ursachen-rechtzeitig-erkennen

Die Gründe für eine Schornsteinversottung können zahlreich sein. Besonders häufig liegt es jedoch daran, dass das Brennholz im Kamineinsatz vom Kamin eine zu hohe Feuchtigkeit aufweist. Bei der Verfeuerung geht sehr viel Energie durch den höheren Wasseranteil verloren. Und das schlägt sich in einer niedrigeren Abgastemperatur nieder. Achten Sie also darauf, dass Ihr Kaminholz immer trocken genug ist und ausreichend lange gelagert wurde. Im Zweifelsfall sollten Sie das Brennmaterial mit einem entsprechenden Holzfeuchtemessgerät überprüfen.

Eine weitere wichtige Ursache für die Versottung können bauliche Mängel oder ein in die Jahre gekommener Schornstein sein. Natürlich ist es ebenfalls wichtig, dass die Anlage auf den Wärmeerzeuger abgestimmt ist. Ein zu großer Querschnitt des Schornsteins kann ebenfalls dazu führen, dass die Rauchgase vorzeitig kondensieren.

Was kann ich gegen Versottung unternehmen?

Schornstein-Sanierung-ft-als-letzte-Massnahme

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie das Problem behoben werden kann:

  • Prävention
  • Sanierung

Die weitaus kostengünstigere Variante sind natürlich vorbeugende Maßnahmen: Achten Sie darauf, dass die Verbrennung im Kaminofen oder Speicherofen immer sauber und optimal verläuft. Ist der Schornsteinzug richtig eingestellt und die Luftzufuhr geregelt? Brennen die Flammen im Ofen klar und sauber? Eine verringerte Luftzufuhr kann zu einer ineffizienten Verbrennung und einem leichten Schwelbrand sorgen. Der Ofen sollte also nicht permanent im Sparbetrieb laufen. Dabei entstehen deutlich mehr Emissionen. Wie bereits erwähnt, lohnt es sich auch einen Blick auf das Brennmaterial selbst zu werfen. Im Zweifelsfall probieren Sie erst einmal Holz aus einer anderen Charge. Lassen Sie den Schornstein und das Ofenrohr auch regelmäßig von Ihrem Kaminkehrer überprüfen. Er kann Frühstadien recht schnell erkennen und Ihnen dabei helfen, der Versottung entgegenzuwirken.

Ist die Versottung aber schon sehr weit vorangeschritten, dann helfen gute Ratschläge jedoch nicht mehr. In diesem Fall müssen Sie wirklich Hand anlegen. Im Schlimmsten Fall muss die Schornsteinanlage abgerissen und ein neuer Edelstahlschornstein gebaut werden. Die moderate Lösungsmöglichkeit wäre eine Schornsteinsanierung. Dabei wird ein kleinerer einwandiger Edelstahlschornstein in die bereits bestehende Anlage eingesetzt. Die Kosten hierfür halten sich in Grenzen und der Aufwand ebenso. Hierfür erstellen wir Ihnen gern ein individuelles Angebot.

Bildnachweis:

Versotteter Schornstein: Marco77 [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons