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Natursteinverkleidung bei Kaminöfen

Der Naturstein ist ein beliebtes Material für Kaminverkleidungen, Arbeitsplatten, Fliesen und Treppen aber auch für Terrassen- und Poolverkleidungen. Sein exklusives Erscheinungsbild hinsichtlich des Aussehens, der Zusammensetzung und seiner Entstehungsgeschichte, verleiht den verschiedenen Natursteinarten unzählige Möglichkeiten der Verarbeitung und Verwendung. Die über Jahrmillionen naturgewachsenen Produkte haben Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Charakteren und unberechenbarem Auftreten. Diese Vielfalt und die Tatsache, dass jeder Stein ein Unikat ist, macht den Naturstein zu so einen wertvollen und beliebten Naturwerkstoff.

Vom Naturstein zur Ofenverkleidung

Eine Verkleidung aus Naturstein gehört zu den Klassikern des Ofenbaus, welche sich seit Jahrhunderten bewährt hat und gibt einem Kaminofen tolle Eigenschaften. Sie verleiht der Feuerstätte ein einzigartiges Design und dient dabei als natürlicher Wärmespeicher. Bei Naturstein handelt es sich, wie der Name schon sagt, um ein ganz natürliches Produkt, welches aufgrund der Beschaffenheit immer einzigartig ist.

Für den Ofenbau verwendete Natursteine werden hauptsächlich in Kanada, der Türkei, Afrika, Italien, Portugal, Brasilien und in der Schweiz gebrochen. Ein aus dem Steinbruch gebrochener Natursteinblock, kann schon einmal bis zu 35 Tonnen schwer sein. Für den Vertrieb wird der Steinblock zu separaten, massiven Rohplatten gesägt, welche später als Ausgangsmaterial zur Verarbeitung der Ofenverkleidungen dienen. Viele Natursteinsorten werden nach dem Aufsägen der Rohplatten einer, für jeden Stein eigens abgestimmten, speziellen Oberflächenbehandlung unterzogen. Dies kann durch mechanische, mit Wärme oder mit Druck verübte Verfahrensweisen passieren. Hierbei entstehen einzigartige und unvergleichbare Oberflächen. Für den Ofenbau wird der Stein nicht weiter chemisch bearbeitet und ist daher zu 100% ofentauglich. Für andere Natursteinprodukte greifen die Hersteller gerne einmal auf kleine Tricks zurück, um den Naturstein in seinem Aussehen zu beeinflussen. Skizze einer Küche mit einem natursteinverkleideten Ofen mit unterschiedlichen TemperaturzonenBekannte Beispiele hierfür sind die Farbtonvertiefung und das Harzen. Bei der Farbtonvertiefung werden Poren und kleine Unebenheiten der Natursteinoberfläche, durch eine chemische Behandlung, ausgeglichen. Dies bewirkt, dass der Naturstein dunkler und satter wirkt. Dunkle Natursteine sind in der Regel teurer als helle Natursteine. Die Farbtonvertiefung ist somit eine günstige Möglichkeit um höhere Preise auf dem Markt zu erzielen. Bei dem Harzen oder auch Resinieren wird der Naturstein komplett mit einer Harzschicht überzogen. Hierbei werden kleine Haarrisse verdeckt. Diese Prozedur verleiht dem Stein mehr Farbtiefe und einen schönen Glanz. Zusätzlich wird auf diese Steine noch rückseitig ein Gewebe gespachtelt. Diese Natursteinbehandlung wird meist bei porösen Steinen angewandt. Beide Veredelungen sind durchaus gängige Praxis und nicht verwerflich. Der Nachteil an diesen Verfahrensweisen, besteht darin, dass diese nicht hitzebeständig sind. Da ein Stein, beim Befeuern eines Kaminofens bis zu 300° C warm werden kann, könnten gesundheitsgefährdende Dämpfe entstehen. Daher sind diese Nachbehandlungen keine Option für Natursteine, welche für den Ofenbau bestimmt sind.

Ofenhersteller setzen seit Jahren auf Natursteinverkleidungen

Führende Ofenhersteller wie Skantherm, HWAM und Lotus, setzen schon seit längerer Zeit auf die hervorragenden wärmespeichernden Eigenschaften von Natursteinen und bieten ihre Öfen mit einer großen Produktpalette an Natursteinen an.

Ein Feuerstätten Hersteller, der sich dem Naturstein wahrlich verschrieben hat ist die Firma CB stone-tec. CB stone-tec mit seinen Tochterfirmen Monolith, Neocube und Vaio hat sich vom Hersteller für Feuerstätten zu einem hochentwickelten Unternehmen, zur Verarbeitung von Natursteinen und keramischen Materialien entwickelt. CB stone-tec besitzt eine der modernsten Natursteinfertigungsanlagen Europas und investiert weiter permanent in seine stark automatisierte Fertigung. Mit einem hochmodernen Maschinenpark aus CNC-Sägen und CNC-Bearbeitungszentren, welche durch qualifizierte Fachkräfte bedient und durch 2 Steinmetz- und Bildhauermeister geprüft werden, garantiert CB stone-tec für bestmöglichste Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mitarbeiter sind außerdem auf der permanenten Suche nach den weltweit besten Naturstein-Vorkommen. CB stone-tec kauft komplette Naturstein-Rohblöcke, mit einem Gewicht von bis zu 30 Tonnen, um den Qualitätsanspruch der Produkte einzuhalten. Herzstück des Unternehmens ist seine Natursteinlagerfläche mit 4.000 Palettenstellplätzen. Hier lagern weit über 1.000 Naturstein-Rohplatten aus 150 verschiedenen Natursteinsorten.

CB stone-tec Logo mit Beispielöfen von Monolith, Neocube und VAIO

Welche Arten von Natursteinverkleidungen gibt es? 

Ob mit Marmor-, Granit-, oder anderen Natursteinverkleidungen, sie verleihen dem Kaminofen oder auch dem Pelletofen eine einzigartige Optik und sorgen zudem für eine hervorragende Wärmespeichereigenschaft. Optisch haben Sie alle Ihren Reiz. Allerdings unterscheiden Sie sich in Ihrer Eigenschaft der Wärmespeicherung.

Textur SpecksteinverkleidungDer Speckstein ist eine Granitart mit hohem Talkumanteil und wird am häufigsten für Ofenverkleidungen genutzt. Der Specksteinofen hat einige Vorteile. Allen voran überzeugt er mit den besten Wärmespeichereigenschaften. Durch seine hohe Dichte kann er die thermische Energie sehr gut und relativ schnell aufnehmen und gibt sie über den längst möglichen Zeitraum, nach Erlöschen des Feuers, an den Wohnraum ab. Dies geschieht ohne Überhitzung der Specksteinoberfläche, sie bleibt immer angenehm warm. Meist reicht es auch aus, nur eine einzige Holzladung zu verfeuern, um den Wohnraum über einen längeren Zeitraum gemütlich warm zu halten. Dies spart nicht nur Zeit und Geld, sondern ist auch gut für die Umwelt. Speckstein ist ein echtes Naturprodukt und daher ist jede Specksteinverkleidung am Kaminofen oder Pelletofen ein Unikat. Er tritt in fast allen Farben auf, was von der Lagerstätte und deren begleitenden Mineralien abhängig ist. Somit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein traditionelles Abbaugebiet stellen die West- und Südalpen dar. Für den Ofenbau wichtige Abbaugebiete sind in Finnland und Brasilien vertreten.

Bild von Serpentin zur VeranschaulichungDer Serpentinstein überzeugt nach dem Speckstein mit einer hohen Dichte und einer sehr guten Wärmespeicherung. Serpentinstein besteht aus kristallisierten Silikat-Mineralien und fällt vor allem in optischen Aspekten auf. Er tritt in den Farben Rot, Braun und Schwarz-Grün auf und verdankt seinen Namen seiner lebhaften Zeichnung, welche an eine Schlangenhaut erinnert. Vielleicht zählte er deshalb seit der Antike zu den magischen Stoffen. Ihm wurden, unter anderem, vor Gift schützende Kräfte zugeschrieben und er eignete sich daher durchaus für fürstliches Tafelgeschirr und Siegel. Serpentin kommt von Frankreich über Deutschland, Schweiz, Österreich und Italien bis hin zur Türkei und dem südlichen Ural, in Russland vor. Weitere Abbaugebiete findet man in den USA, China, Guatemala, Indien, Südafrika und Taiwan.

Bild von Sandstein zur VeranschaulichungDer Sandstein ist ein klassisches Sedimentgestein und eine ebenfalls häufig verwendete Natursteinverkleidung bei Kaminöfen. Seine Speichereigenschaften liegen unter derer von Speckstein. Allerdings ist seine Wärmeleitfähigkeit höher, was den Raum schneller aufwärmt. Die Wärme wird aufgrund seiner geringeren Dichte, je nach Beschaffenheit und Kornbildung, nicht so lange gespeichert. Diesen Umstand macht eine Feuerstätte mit Sandsteinverkleidung aber mit der Optik wett. Seine feine Marmorierung kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Mal ist sie fein und zart, ein anderes Mal ist sie sehr kräftig und lebhaft. Sandstein besticht durch helle und warme Farbtöne mit teils kräftigen Nuancen in Beige-, Grau-, Rot-, Weiß- und Brauntönen. Auch seine Haptik wird als weich und angenehm empfunden. Somit wirkt der Stein, auch ohne Feuer in der Brennkammer, eher warm statt kalt. Sandstein ist ein sehr weit verbreitetes Gestein und kommt auf so ziemlich allen Kontinenten vor. Er wird auch in Deutschland abgebaut und ist hierbei nach seinem jeweiligen Abbaugebiet benannt.

Funktionale Aspekte

Viele Öfen können mit einer Hülle aus Naturstein erworben werden. Bei der Auswahl an geeigneten Gesteinen ist die Gesteinsdichte und das Volumen der Verkleidung maßgeblich für die Speicherfähigkeit des Ofens. Naturstein zeichnet sich durch eine hohe Dichte und damit einhergehend mit einer hohen Masse aus. Deshalb wird dieses Material im Ofenbau gerne als natürlicher Wärmespeicher eingesetzt. Während der Verbrennung nimmt die Natursteinverkleidung einen Teil der erzeugten Wärmenergie auf und gibt diese langsam über Stunden hinweg an den Aufstellungsraum als Wärmestrahlung ab. Diese Art der Wärmebildung wird als Strahlungswärme bezeichnet. Im Gegensatz zur Konvektionswärme, wirbelt die Strahlungswärme keinen Staub auf, was vor allem Allergikern zu Gute kommt. Dies geschieht, da die Strahlungswärme nicht die Umgebungsluft, sondern die umgebenden Objekte und Körper, von innen heraus erwärmt. Diese Wärmeabgabe ähnelt der der Sonne, wird als besonders angenehm empfunden und sorgt daher für ein angenehmes Raumklima. Die Wärmestrahlung erfüllt aber auch einen ökonomischen Aspekt, denn wenn die Natursteinverkleidung die Wärme über Stunden hinweg halten kann, dann braucht die Feuerstätte seltener angeschürt werden. Das spart Brennmaterial, senkt die Heizkosten und reduziert die Emissionen.

Funktionsbild der Speichersteinintegration in einem SpeicherofenBeim natursteinverkleideten Ofen gilt, desto mehr Masse an Verkleidung, umso stärker und langanhaltend ist die Wärmeabgabe nach Erlöschen des Feuers. Das Nonplusultra eines mit Naturstein ausgestatteten Ofens ist der Speicherofen. Ein Speicherofen ist mit Speichersteinen ausgestattet, welche zum Beispiel aus Magnesitstein bestehen. Die Speichersteine entziehen den Rauchgasen die bis zu 300° C warme Abgastemperatur und speichern diese über bis zu 21 Stunden nach der Befeuerung. Der Speicherofen kann bei der Wärmespeicherung von einer Natursteinverkleidung unterstützt werden. Auch hier gilt: Desto mehr Masse der Ofen hat, umso länger speichert er die Wärme. Daher sollte vor dem Kauf eines Ofens unbedingt die Tragfähigkeit des Bodens, auf welchem der Kaminofen aufgestellt werden soll, geprüft werden. Notfalls sollte auch ein Statiker zu Rate gezogen werden.

Wer sich also an der Optik der Natursteine erfreut und von der langanhaltenden Wärmespeicherung profitieren möchte, dem ist der Kauf eines Speicherofens oder eines Ofens mit Natursteinverkleidung zu empfehlen.

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