Persönliche Fachberatung:
03460127100 oder
Ofen- & Grillmagazin

Beschickung - Manuell oder automatisch, was ist der Unterschied?

Als Beschickung wird das Nachlegen von Brennmaterial in eine Feuerstätte bezeichnet. Dies kann per Hand erfolgen, wie es etwa bei einem Kamin der Fall ist, oder vollkommen automatisch. Eine automatische Beschickung ist vor allem bei einer Pelletheizung und zu Teilen bei einem Pelletofen der Fall. Wird das Brennmaterial per Hand in einen Vorratstank gefüllt, aus welchem sich die Feuerstätte für die Verbrennung selbstständig bedient, dann wird von einer halbautomatischen Beschickung gesprochen. 

Wie funktioniert die Beschickung bei einem Kamin oder Kaminofen?

Die Beschickung erfolgt bei einem Kaminofen ausschließlich manuell. Die Holzscheite werden per Hand in die Brennkammer gelegt und übereinander gestapelt. Hierbei sollte man aber darauf achten das Holz im Kamin richtig nachzulegen. Befinden sich zu viele Holzscheite in der Brennkammer, dann kann die Verbrennungsluft nicht mehr richtig zirkulieren. Die Folgen sind eine niedrige Wärmeausbeute und eine verstärkte Rußbildung. 

Gleiches gilt, wenn Sie den Kamin oder Kaminofen mit zu wenig Brennmaterial beschicken. Bei wasserführenden Feuerstätten droht zudem eine Versottung, wenn die Rauchgase durch die gedrosselte Verbrennung nicht mehr heiß genug sind. Aus diesem Grund sollten Kamine und Kaminöfen nur mit der Menge an Brennholz beschickt werden, die für den Betrieb bei Nennwärmeleistung vorgesehen ist. 

Wie läuft die Beschickung bei einer Pelletheizung oder eines Pelletofens ab?

Die Beschickung bei einem Pelletofen oder einer Pelletheizung gestaltet sich recht einfach, da sich dieser entweder halbautomatisch oder vollautomatisch mit Brennstoff versorgt. Bei beiden Varianten müssen Sie nur dafür Sorge tragen, dass auch immer genügend Pellets im Vorratstank oder im Pelletsilo vorhanden sind. Unterschiede bei der Beschickung gibt es auch in der Art und Weise, wie die Pellets in die Brennkammer geführt werden:

  • Fallschachtfeuerung: Pellets gelangen direkt in den Brennertopf
  • Unterschubfeuerung: Pellets werden über Förderschnecke auf Brennteller gedrückt
  • Quereinschubfeuerung: Pellets werden seitlich auf Brennteller eingebracht
  • Walzrostsystem: Pellets auf eine drehende Stahlscheibe
  • Sturzbrandtechnik: Pellets befinden sich auf einem Rost in der Brennkammer. Ein Saugzuggebläse zieht Flammen nach unten.

Bei der vollautomatischen Beschickung unterscheidet man wiederum zwei Pellet-Transportsysteme, die wir im verlinkten Beitrag näher vorstellen.