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Wie groß muss eine Solarthermieanlage für mein Haus sein?

Immer mehr Menschen entscheiden sich jedes Jahr zur Installation einer Solarthermieanlage. Und das aus gutem Grund: Mit Hilfe einer Solarthermie kann ein Haushalt mit Warmwasser versorgt werden. Und zwar dort wo es benötigt wird – in der Heizungsanlage oder als Brauchwasser im Wasserhahn.

Die entscheidende Frage bei der Anschaffung einer Solarthermieanlage dabei ist: Wie groß muss sie sein, damit es für mein Haus auch wirklich etwas bringt? Reicht vielleicht schon ein kleiner Kollektor oder muss ich die ganze Dachfläche dafür einplanen? Genau diesem spannenden Thema gehen wir im folgenden Beitrag nach.

Lieber die Solarthermie auf dem Dach, als das Heizöl im Tank…

Klingt fast wie ein altes Sprichwort: Warum aber eine Solarthermieanlage fürs Haus nutzen, wenn in den nächsten 10 Jahren doch noch genügend fossile Brennstoffe zur Verfügung stehen? Ganz einfach: Weil Öl und Gas nicht nur immens teuer sind und auch in Zukunft immer teurer werden, sondern weil es eben auch um eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen auf unserem Planeten geht. Und genau dafür sind thermische Solaranlagen die perfekte Alternative. Sie nutzt die kostenfreie Sonnenenergie, um das Wasser im Haus zu erwärmen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Wie kann man die Leistung einer Solarthermie optimieren?

Das ist natürlich immer stark vom Einzelfall abhängig. Zunächst sollte sich ein Überblick über die Rahmenbedingungen verschafft werden. Offensichtlich hängt der Ertrag einer solarthermischen Anlage massiv von der Intensität der Sonne ab. Auch wenn es auf dem ersten Blick so ausschaut, als könne man hier nichts mehr beeinflussen, so lassen sich bei der Planung der Anlage einige Faktoren optimieren.

Die richtige Himmelsrichtung

Beispielsweise sollte man die Ausrichtung der Kollektoren so wählen, dass diese möglichst lange das Sonnenlicht einfangen können. Im Optimalfall wären die Sonnenkollektoren demnach Richtung Süden ausgerichtet. Aber auch noch in südwestlicher beziehungsweise in südöstlicher Richtung liefert eine Solarthermie noch 95 Prozent des maximalen Ertrages. Neigen sich die Sonnenkollektoren in westlicher oder östlicher Richtung beläuft sich der Ertrag auf nur noch 80 Prozent.

Keine Störfaktoren

Schattenwurf vermeidenUm den Ertrag nicht zu schmälern, sollte auch darauf geachtet werden, dass die montierten Kollektoren nicht durch Schattenwurf an Effektivität verlieren. So ist bei der Planung darauf zu achten, dass die ausgewählte Dachfläche im Tagesverlauf nicht vom Schattenwurf eines nahestehenden Gebäudes, Schornsteins oder Baumes beeinträchtigt wird. Der Versuch in die Zukunft zu schauen kann ebenfalls nicht schaden. So können junge Bäume wie Kastanien, Linden oder Eichen später zum riesigen Problem werden. Auch verplante benachbarte Baugrundstücke können finstere mehrgeschossige Häuser oder gar Bürogebäude hervorbringen.

Qualität und Bauart

Und auch bei der Solarthermie gilt: die Qualität der Kollektoren unterscheidet sich zum Teil stark. Billigprodukte können im Nachhinein teuer werden. Denn die Effizienz der Solarkollektoren ist ausschlaggebend für die spätere Wärmeversorgung. Aber auch die Form der Kollektoren hat Einfluss auf die Effizienz der Anlage. So sind Flachkollektoren im Allgemeinen günstiger als die Vakuumröhrenkollektoren. Allerdings haben Röhrenkollektoren auch einen höheren Wirkungsgrad, da unter den Röhren ein Spiegel angebracht ist, welcher die Sonnenstrahlen zusätzlich bündelt und auf den Kollektor zurückwirft. Auf diese Weise ist vor allem diese Form der Solarthermie im Winter effizienter als jene, welche mit Flachkollektoren ausgestattet sind.

Die Jahreszeiten

Dennoch bleibt der Winter der Hauptübeltäter, welcher die Leistung der Solarthermieanlage beschränkt. Mit seinen kürzeren Tagen und geringeren Sonnenstunden ist der Winter eine besondere Herausforderung für die solarthermische Anlage. In der Regel wird diese es nicht schaffen, eine Heizungsanlage und das Brauchwasser vollkommen autark zu erwärmen. Eine Solarthermieanlage die das leisten könnte, wäre unglaublich groß. Allerdings reicht die Sonnenenergie auch im Winter für die zuverlässige Versorgung des Brauchwassers zum Duschen und Abwaschen in der Küche. Wer aber dennoch ohne fossile Brennstoffe auskommen möchte, dem bieten sich Kombinationen aus Solarthermie und einer Wärmepumpe oder einer Pelletheizung an.

Wie viel Platz sollte man für die Solarthermie einplanen?

Für einen hohen Ertrag spielt selbstverständlich auch die Anlagengröße eine entscheidende Rolle. Denn eine größere Kollektorfläche kann mehr Sonnenenergie einfangen und somit mehr thermische Energie für den Haushalt zur Verfügung stellen. Allerdings sollte man dabei beachten, dass eine Solarthermieanlage gerade in den Monaten viel thermische Energie erzeugt, an denen diese nicht wirklich benötigt wird. So ist eine große Anlage in der dunklen Jahreszeit zwar angemessen, in den Sommermonaten hingegen viel zu groß. Hinzu kommt, dass in der warmen Jahreszeit das Heizen entfällt und somit weniger Warmwasser verbraucht wird als im Winter. Ein Überschuss an thermischer Energie wäre die Folge. Daher ist es Sinnvoll die Größe der Solarthermieanlage seinen individuellen Bedürfnissen anzupassen. Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an.

Wohnsituation

Wasserverbrauch pro PersonNatürlich spielt nicht nur die zu beheizende Wohnfläche eine Rolle. Auch die Größe des Personenhaushalts ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Anlagendimensionierung. Denn jedes weitere Familienmitglied verbraucht zusätzlich Wasser und Heizenergie. Dabei verbraucht Ein erwachsener Mensch im Schnitt circa 30 bis 60 Liter warmes Wasser am Tag. Das optimale Trinkwasservolumen errechnet man, indem man das täglich benötigte Wasser verdoppelt. Eine durchschnittliche vierköpfige Familie sollte daher einen Hygienespeicher mit einem Volumen von mindestens 500 Litern wählen. Die Frage nach der Größe des Wasserspeichers geht dabei Hand in Hand mit der Größe der Kollektorfläche.

Für welche Zwecke soll die Solarthermie eingesetzt werden?

Eine Solarthermieanlage kann für zwei Zwecke eingesetzt werden. Zum einen kann sie das Trinkwasser für den Abwasch oder das Badewasser erhitzen und zum anderen unterstützt sie die Heizungsanlage. Je nach zugedachtem Verwendungszweck muss ihre Größe entsprechend angepasst werden. Generell müssen solarthermische Anlagen, welche die Heizung unterstützen eine größere Kollektorfläche aufweisen als jene, welche das Trinkwasser erwärmen sollen. Dies liegt daran, dass diese durch das Erhitzen des Heizwassers mehr Leistung aufbringen müssen. Somit ergeben sich folgende Dimensionen der Kollektorflächen:

  • Der tägliche Wasserbedarf der Bewohner muss bei der Berechnung für die optimale Größe zur Trinkwassererwärmung mit einbezogen werden. Auch die Kollektorart spielt hierbei eine wichtige Rolle. Somit rechnet man mit einer Kollektorfläche von maximal 1,5 m² pro Person bei Solarthermieanlagen mit Flachkollektoren. Vakuumröhrenkollektoren bedürfen hingegen nur eine Fläche von maximal 1,25 m² pro Person für die Trinkwassererwärmung.

 

  • Für die Heizungsunterstützung darf es da schon einmal ein bisschen mehr sein. Hier benötigen solarthermische Anlagen mit Flachkollektoren mindestens 2,25 m² pro Person. Aber auch hier sind Vakuumröhrenkollektoren effektiver und benötigen circa 1,75 m² pro Person um die heimische Heizungsanlage zu unterstützen.

 

Das sind ganz schön viele Faktoren, die bei der richtigen Berechnung der Solarthermieanlage zu beachten sind. Nur gut, dass es da die Experten von ofen.de gibt. Am besten gleich einen persönlichen Termin mit unseren Fachberatern vereinbaren oder den kostenfreien Rückrufservice nutzen.

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