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Wie viel Leistung bringt Solarthermie im Winter?

Die Sonne ist schon seit Urzeiten die Basis allen Lebens auf der Erde. Nun ist sie bei der Energiewende bedeutsamer denn je. Die Kraft der Sonne als regenerative Energie verspricht vielfältige Vorteile: Sie ist kostenlos, in unbegrenztem Maß verfügbar und klimaneutral.

Aber eine Frage hat sich wahrscheinlich schon jeder von uns schon einmal gestellt: Kann man eine Solarthermie-Anlage im Winter auch nutzen? Schließlich gibt es ja weniger Sonneneinstrahlung und draußen liegt überall der Schnee. Genau das schauen wir uns im folgenden Beitrag genauer an – mit einem überraschenden Ergebnis!

Solarthermie im Winter: Was passiert bei fehlender Sonneneinstrahlung?

Solarthermie-wenig-sonne

Solarthermie bezeichnet die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme. Diese Wärme kann zur Erwärmung von Trinkwasser oder als Heizung benutzt werden. Als kostenloses und umweltfreundliches Gut ist Solarenergie eine attraktive Alternative zu fossilen Brennstoffen.

Eine solarthermische Anlage kann in den Monaten Mai bis September den kompletten Wärmebedarf eines Einfamilienhauses decken. Ok, das ist jetzt nicht weiter verwunderlich – da doch in den warmen Monaten genügend Energie zur Verfügung steht. Bei der Solarthermie im Winter sieht es da schon etwas anders aus: Hier reicht die Sonneneinstrahlung in der Regel nicht aus, um ein Haus komplett mit Wärme zu versorgen.

Abgesehen von der Jahreszeit nehmen auch noch andere Wetterfaktoren Einfluss auf den Ertrag einer Solaranlage. So schmälern Wolken beispielsweise das Angebot der zur Verfügung stehenden Energiemenge. Auch Nebel sorgt für diffuse Sonneneinstrahlung und mindert so den Ertrag der Anlage.

Da der Bedarf an warmem Wasser aber besonders in den wolken- und regenreichen Monaten sehr hoch ist, lassen sich je nach Ausführung mit der Solarthermie im Winter etwa 20 Prozent abdecken. Das klingt zwar im ersten Moment nicht besonders viel – lohnt sich über das Jahr verteilt. Deshalb kombiniert man solche Anlagen am besten noch mit  einem weiteren günstigen Energieversorger, wie einen Pelletofen wasserführend, Kaminofen wasserführend oder ein Pelletheizung.

Für welche Variante Sie sich letztendlich entscheiden, hängt sowohl von rationalen aber auch persönlichen Überlegungen ab. Wenn Sie Ihr Haus gut gedämmt, eine effiziente Heizungsanlage installiert und einen guten Pufferspeicher haben, können Sie die Effizienz Ihrer Anlage maßgeblich steigern. So kann Sie die solarthermische Anlage das ganze Jahr über bei der Warmwasserversorgung unterstützen und Ihnen helfen, viel Geld zu sparen.

Wie viel Heizkosten spare ich mit einer solarthermischen Anlage?

Solarthermie-Röhrenkollektoren

Bei einer kombinierten solarthermischen Anlage zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung kann die Energie für Warmwasser um bis zu 60 Prozent und die Heizungsenergie um rund 20 Prozent reduziert werden. Und das ist eine ganze Menge Kohle, die Sie damit für andere Dinge zur Verfügung haben.

Natürlich sind auch die Kosten der Wartung zu bedenken, die eine solche Anlage mit sich bringt. Wichtig ist, dass Sie Ihre Anlage regelmäßig, also alle 2 Jahre warten lassen. Die Wartung kann grundsätzlich das ganze Jahr über erfolgen, jedoch sollte man sie vor den Wintermonaten durchführen, um die Frostsicherheit der Solarflüssigkeit sicherzustellen und die Sicherheit auf dem Dach zu gewährleisten. Lassen Sie gründlich und regelmäßig eine Wartung durchführen, haben Sie bis zu 30 Jahre viel Freude mit Ihrer Solarthermie-Anlage.

Unser Fazit lautet: Solarthermie im Winter produziert zwar weniger Wärme – die Menge reicht aber trotzdem aus, um Ihnen kräftig beim Sparen zu helfen und etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Allein dafür lohnt sich schon die Investition in die nachhaltige Energiegewinnung.