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Temperatur und Luftverteilung

Eine gute Luftverteilung sorgt für ein gutes Raumklima

Aus eigener Erfahrung wissen wir: Die Temperatur in einem Raum hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie wohl wir uns darin fühlen. Im Winter wollen es die meisten Menschen schön kuschelig warm haben und im Sommer darf es lieber etwas kühler sein. Das lässt sich auch wissenschaftlich und physikalisch erklären. Der Körper ist danach bestrebt, sich in einem möglichst ausgeglichenen Zustand zu befinden. Im Idealfall entspricht dann die Produktion der eigenen Körperwärme gleichzeitig der Menge an Energie, die er wieder an die Umgebung abgibt. Und das sollte möglichst ohne große Anstrengung geschehen. Der Fachbegriff dafür lautet: Thermische Behaglichkeit. Und die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Raumtemperatur kennen wir ja alle selbst: Heizung aufdrehen, Lüften oder Klimaanlage einschalten im Sommer.

Nicht nur die Temperatur ist entscheidend

Doch nicht nur auf die durchschnittliche Temperatur im Raum kommt es an, sondern auch auf seine Verteilung. Untersuchungen mit der Wärmebildkamera haben gezeigt, dass die Luft in einem Raum Temperaturschichten bildet. Wärme steigt nach oben – deshalb sammelt sie sich direkt unter der Decke. Kälte sinkt nach unten und befindet sich deshalb in Bodennähe. Je stärker die Temperaturschichten ausgeprägt sind (zum Beispiel bei einem Temperaturunterschied im Raum von mehr als drei Grad Celsius), desto unwohler fühlen wir uns auch. Deshalb kommt es für ein gesundes Raumklima darauf an, dass die Luftverteilung möglichst gleichmäßig und konstant ist. Die Luftschichten sollten also weniger stark ausgeprägt sein, sondern sollten gut durchmischt sein.

Welchen Einfluss hat ein Kamin auf die Luftverteilung?

Viele schaffen sich einen Kamin nicht nur wegen der Heizleistung an, sondern auch wegen dem schönen behaglichen Gefühl. Und das lässt sich auch wissenschaftlich erklären. Kamine besitzen je nach Modell zwei Möglichkeiten, einen Raum zu erwärmen. Eine sehr weit verbreitete Variante ist die Konvektionsluft. Dabei saugt der Kaminofen kalte Raumluft von unten her an, erwärmt sie und gibt sie dann wieder in das Zimmer ab. Über die Klappen an den Warmluftgittern kann meistens eingestellt werden, in welche Richtung die warme Luft gelenkt werden soll. Normalerweise werden die Luftströme in den Raum hinein geleitet oder nach oben in Richtung Decke. So heizt sich der Raum von oben herab auf. Natürlich bilden sich dabei auch Luftschichten aus. Dem können Sie aber beispielsweise mit einem zusätzlichen Kaminventilator entgegenwirken. Die Luftschichten werden besser vermischt und es herrscht ein gleichmäßigeres Klima. Das steigert die Behaglichkeit und den Wohlfühlfaktor.

Neben der Konvektion existiert die Wärmestrahlung

Die andere Möglichkeit, wie ein Kamin oder Kaminofen den Raum aufheizen kann, ist die Wärmestrahlung. Sie kann beispielsweise über die Frontscheibe oder über im Ofen integrierte Speichermasse abgegeben werden. Wärmestrahlung hat den entscheidenden Vorteil, dass sie keine direkten Luftverwirbelungen oder Luftschichten erzeugt. Vielmehr durchdringt sie den Raum und heizt ihn damit gleichmäßig auf. Die Wärmestrahlung gelangt auch in die Wände und erwärmt diese ebenfalls. So sorgen Sie mit einem Kamin für ein richtig angenehmes Raumklima und eine gleichmäßige Temperaturverteilung.

 

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