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Feuer ist seit jeher Fluch und Segen zugleich für die Menschheit: Es spendet Wärme, durch die Verbrennung von Holz im Kamineinsatz vom Kamin oder Kaminofen und dient uns zur Nahrungszubereitung im Holzherd oder Küchenöfen und kann aber auch zur tödlichen Gefahr werden. Dank moderner Feuermelder können wir uns auf eine schnelle Alarmierung bei Brandgefahr verlassen. Doch wie sahen Rauchmelder früher aus? Und wie kann ein Stück Butter vor Feuer schützen?

Die ersten Feuermelder waren Menschen

Rauchmelder-im-Mittelalter

Bereits die alten Ägypter und die Römer besaßen Feuerwehren und versuchten durch raffinierte Bauweisen die Brandgefahr in ihrer Städte zu verringern. Doch die ersten Brandmelder wurden erst ab dem 14. Jahrhundert eingesetzt: Es waren Menschen, die von Wachtürmen aus mittelalterliche Städte überblickten, um nach Rauch und Feuer Ausschau zu halten. Dabei wurden häufig Kirchtürme genutzt, von denen aus die Türmer direkt die Glocke schlagen konnten. Auch das Schwenken einer Laterne im Dunkeln oder einer roten Fahne bei Tag waren  Zeichen für Feuer. Erst ab dem Jahr 1851 gab es die ersten Meldesysteme über ein strombetriebenes Netzwerk in Großstädten wie Berlin, aber die Entdeckung des Feuers und Alarmierung lag immer noch in Menschenhand.

 

Gefiederte Rauchmelder und andere Kuriositäten

 

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Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten automatischen Rauchmelder entwickelt, die den Menschen ersetzten. Es handelte sich dabei um einen Vogelkäfig mit Sitzstange, 2 Vögeln und einer speziellen Bodenklappe. Die Funktionsweise war einfach und genial – wenn auch nicht besonders tierlieb: Bei einem Brand entsteht bekanntlich Rauch, dieser führt zur Bewusstlosigkeit oder dem Tod der Vögel. Sie fallen auf die Bodenplatten und das Gewicht schließt einen elektrischen Kreislauf, der den Feueralarm auslöst. Um Fehlalarme auszuschließen, wurde der Käfig so konstruiert, dass der Alarm nur vom Gewicht beider Vögel ausgelöst wird.

Im 20. Jahrhundert hatten Tiere als Brandmelder ausgedient und wurden durch Butter ersetzt. Eine raffinierte Konstruktion: Das Stück Butter wird zwischen zwei Metallkontakte positioniert. Kommt es zu einem Brand, schmilzt die Butter, der Stromkreis schließt sich und löst auf diese Weise einen akustischen und optischen Alarm aus.

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Eine Mitte des Jahrhunderts entdeckte Methode zur Brandfrüherkennung waren die ersten Ioniastionsrauchmelder: Mit einer geringen Menge radioaktiven Stoffes. Die Strahlung der radioaktiven Substanz führte zu einer elektrischen Leitfähigkeit der Luft, die gemessen wurde. Wenn Rauch in die Messkammer dieses Brandmelders gelang, änderte sich dieser Leitfähigkeits-Wert und der Alarm wurde ausgelöst.

 

Der moderne Rauchmelder

Rauchmelder

Erst seit 1970 werden Rauchmelder im großen Stil vertrieben und auch in Privathaushalten genutzt. Es gibt zahlreiche, zuverlässige und meist batteriebetriebene Rauchmelder. Bei den meisten Brandmeldern handelt es sich heutzutage um optische Rauchmelder: Ein Lichtstrahl wird bei diesen Modellen durch eine Rauchkammer geleitet. Dringt Rauch in diese Kammer ein, wird der Lichtstrahl gebrochen und trifft auf eine Fotozelle, dieser Kontakt führt zum Alarm. Eine simple und sichere Methode zur Brandfrüherkennung sind diese modernen Rauchmelder schon, aber was Kreativität und Kuriosität angeht, sind die Rauchmelder der Vergangenheit ungschlagbar.