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Schornsteinkondensat – Das sollten Sie wissen

Klingt harmlos, ist es aber nicht

Der Schornstein befördert die Emissionen von der Verbrennung im Kamin oder im Heizkessel nach draußen ins Freie. Diese Abgase sind zwar sehr heiß, kühlen sich auf ihrem Weg durch den Schlot aber ab. Wird ein bestimmter Wert – der sogenannte Taupunkt – unterschritten, dann schlägt sich das Gas als Kondensat im Inneren des Rohres nieder. Es fließt nach unten und sammelt sich dort. Aus diesem Grund besitzt jeder doppelwandige Edelstahlschornstein einen sogenannten Kondensatablauf.

Wie wird das Schornsteinkondensat richtig abgeleitet

Der Kondensatablauf des Schornsteines wird mit an den Hausentwässerungsanschluss angeschlossen. Bevor er allerdings „in Betrieb“ genommen werden darf, sollte die Dichtheit des Ablaufs erst einmal überprüft werden. So vermieden Sie spätere böse Überraschungen und Schäden. Dazu sollten alle Leitungen sowie der Siphon im Fuße des Schornsteines überprüft werden.

Da beim Bau oder der Sanierung einiges an Material und baulich bedingte Rückstände in den Kondensatablauf fallen können, sollte die Überprüfung dessen also nicht direkt nach der Montage erfolgen, sondern erst, wenn alle Arbeiten am Kamin beziehungsweise Schornstein erfolgt sind. Sind gegebenenfalls Rückstände in die Leitungen gefallen oder verstopfen den Siphon, so müssen diese Rückstände unbedingt für eine einwandfreie Funktion entfernt werden.

Ein Kondensatablauf ist aber nicht nur dann wichtig, wenn sich Abgase in Flüssiger Form ansammeln. Hin und wieder kann es auch bei Regen und Niederschlag dazu kommen, dass sich Flüssigkeit im Rohr ansammelt. Entweder gelangt das Wasser direkt durch die Schornsteinmündung hinein oder durch eine mangelhafte Schornsteinkopfeindichtung. Mit einer passenden Schornsteinabdeckung können Sie den direkten Regeneinfall deutlich einschränken.

Sonderfall Gas-Brennwertanlagen

Hier wird je nach Region eine Neutralisation des Kondensats gefordert – denn darin können auf teils giftige Stoffe gelöst sein. Nach dem Arbeitsblatt ATV-A 251 sollte auf Folgendes geachtet werden:
Für Brennwertanlagen die mit Gas betrieben werden und eine Leistung von 25 Kilowatt nicht überschreiten, ist keine Neutralisation erforderlich. Wird das häusliche Abwasser mit dem Kondensat vermischt ist eine Neutralisation auch für Anlagen bis 200 Kilowatt nicht erforderlich. Allerdings wird eine Neutralisation gefordert, wenn das Kondensat einer solch starken Anlage nicht dem häuslichen Abwasser beigemischt wird. Wie Sie vielleicht vermuten werden, ist eine Neutralisation für alle Gas-Brennwertanlagen mit einer Leistung größer 200 Kilowatt immer vorgeschrieben.

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