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Schornsteinsanierung: Kompletter Schacht oder nur der Kopf?

Gerne wird er übersehen, aber auch dieser Teil des Hauses bedarf früher oder später einer entsprechenden Sanierung - die Rede ist vom Schornstein. Er ist einer besonderen Belastung ausgesetzt, denn die über hundert Grad heißen Rauchgase vom Kamin oder Pelletofen treffen auf hier auf die kältere Umgebungstemperatur. Wind und Wetter tragen ihr Übriges zum Verschleiß bei. Doch muss der Schornstein immer komplett saniert werden? Oder reicht es vollkommen einzelne Abschnitte auszubessern?

Wozu überhaupt eine Schornsteinsanierung?

Gerade ältere Schornsteine wurden noch aus festen und stabilen Ziegeln gemauert. Warum sollten diese verschleißen und irgendwann sanierungsbedürftig sein? Leider ist auch ein robust gemauerter Ziegelschornstein nicht dauerhaft vor den aggressiven Rauchgasen gefeit. Mit der Zeit lagert sich nicht nur der im Rauchgas vorhandene Teer an den Schornsteinwänden ab, sondern auch ätzende Säuren und gefährliche Schwefelverbindungen tragen zum Verschleiß bei. Der Fachmann spricht hierbei von der Schornsteinversottung, bei der die Kondensate nicht nur das Mauerwerk schädigen, sondern es regelrecht von innen heraus zerfressen. Mit der Zeit kann dann eine umfangreiche Schornsteinsanierung notwendig werden.

Eine weitere Gefahr stellen Rußablagerungen für den Schornstein dar. Sie verkleinern immer mehr den Querschnitt, wodurch der Kaminzug begrenzt wird. Im schlimmsten Falle entzünden sich diese Rußablagerungen und es besteht die erhöhte Gefahr eines Schornsteinbrands.

Anzeichen für die Sanierung

moosbewachsener SchornsteinkopfDas sich ein Schornstein mit der Zeit abnutzt, steht hiermit wohl außer Frage. Doch wird dieser gleichmäßig von den kondensierten Rauchgasen geschädigt, oder gibt es einzelne Bauteile, welche schwerer betroffen sind? In der Regel ist besonders der Schornsteinkopf gefährdet. Zudem gelangt die Feuchtigkeit, bedingt durch Regen und Schnee, auch zuerst über den Schornsteinkopf in den Schornstein. Wenn der Schornstein auf dem Dach des Altbaus schon etwas in die Jahre gekommen ist, dann wird der örtliche Kaminkehrer dieses Thema bestimmt schon angesprochen haben: Schornsteinkopfsanierung. Häufig wird sie dann empfohlen, wenn der alte gemauerte Schornsteinabschluss langsam den Geist aufgibt. Doch was ist ein Schornsteinkopf überhaupt?

Jeder Schornstein ragt an seiner Oberseite etwas über das Dach hinaus. Dieser Abschnitt wird logischerweise als der Schornsteinkopf bezeichnet. Durch diesen erfolgt auch die Reinigung durch den Schornsteinfeger. Dieses Bauteil kommt mit allen Extremen in Berührung und muss deshalb besonders widerstandsfähig sein. Der Schornsteinkopf muss jeder Windböe standhalten und er muss zudem mit den hohen Temperaturen der Rauchgase zurechtkommen.

Wobei es nicht immer notwendig ist, den hauseigenen Schornstein im oberen Bereich zu erneuern. Es gibt aber einige eindeutige Anzeichen, auf die man achten kann. Ist der Mörtel des gemauerten Schornsteins schon herausgebrochen und klaffen gar Löcher im Schornsteinkopf, dann ist das ein eindeutiges Zeichen für den sicheren Zerfall der Schornsteinanlage. Auch Pflanzen- und Moosbewuchs können ein guter Hinweis sein.

Frühzeitig Maßnahmen ergreifen

überdachter SchornsteinEs sollte in jedem Fall verhindert werden, dass Feuchtigkeit durch die Ritzen ins Innere gelangen kann. Dazu empfiehlt sich ein Schornsteinaufsatz. Dieser kann je nach Bauweise auch den Kaminzug unterstützen, sodass die Verbrennung in dem Ofen effizient und sauber vonstattengeht. Im Winter führt das ständige Einfrieren und Auftauen des Wassers dazu, dass die Steine noch mehr aufplatzen. Einmal angefangen, wird der Schaden mit der Zeit also immer schlimmer. Das ist aber nicht das Hauptproblem. Feuchtigkeit sorgt dafür, dass der Schornstein schneller versottet. Und das kann die gesamte Anlage nachhaltig beschädigen und unbrauchbar machen. Das ist wie bei einem Loch im Zahn: Ohne Behandlung wird es immer schlimmer.

Reicht die Sanierung des Schornsteinkopfes aus?

Je nachdem, wie weit der Schaden bereits fortgeschritten ist, muss entweder nur der Kopf saniert werden oder gleich die gesamte Schornsteinanlage. Manchmal ist es allerdings sinnvoll diese Maßnahme gleich mit einer Modernisierung zu kombinieren. Dabei wird ein einwandiger Edelstahlschornstein in den bereits vorhandenen Schornsteinschacht eingesetzt, diese Art der Schornsteinsanierung hat sich bewährt. Zum Schutz wird oben drauf eine große Abdeckhaube platziert, welche vor Wind und Regen schützt.

Doch bevor man sich nun Hals über Kopf in die Baumaßnahmen stürzt und die bevorstehende Schornsteinsanierung plant, sollte zuerst einmal der Schornsteinfeger um Rat gebeten werden. Dieser kann sich den Rauchabzug ansehen und weiß dann sofort, welche Bauteile am Schornstein sanierungsbedürftig sind. Auf diese Weise kann man es womöglich vermeiden die gesamte Esse abreißen oder erneuern. Da durchaus die Möglichkeit besteht nur einzelne Abschnitte wiederherstellen zu müssen. Dies reduziert nicht nur den Aufwand, sondern auch die damit verbundenen Kosten. Denn eine Sanierung der kompletten Schornsteinanlage kann schon einmal das Zehnfache kosten, als die Erneuerung des Schornsteinkopfes.

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