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Schwelbrand im Kamin: Ursachen und Maßnahmen

Es geht doch nichts über die behagliche Wärme eines prasselnden Feuers im Kamin! Allerdings gibt es einiges zu beachten, wenn man ein rundum gelungenes Flammenspiel im Kaminofen erleben will. Das A und O ist hierbei der richtige Umgang mit Holz. Ein fehlerhaftes Beheizen des Ofens kann die untrügliche Feuerromantik nämlich schnell zerstören und einen Schwelbrand im Kamin auslösen.

Was ist ein Schwelbrand?

Schwelbrände unterscheiden sich von anderen Bränden vor allem durch Ihre Unsichtbarkeit: Tatsächlich existieren bei einem solchen Feuer keine sichtbaren Flammen. Ein Schwelbrand wird durch eine unzureichende Sauerstoffzufuhr ausgelöst, wodurch sich keine Flammen bilden können, sondern nur eine Glut vor sich hin brennt. Statt eines umfassenden Flammenbildes bildet sich im besten Fall eine schwache Glut im Kaminofen, die weder besonders gut heizt noch optisch beeindruckt. Viel entscheidender ist aber die Tatsache, dass Schwelbrände gefährlich sind und zahlreiche Schadstoffe freisetzen. Das Material kokelt nur langsam vor sich hin und wird darüber hinaus nicht vollständig verbrannt. Besonders gefährlich ist dies auch in der Elektrik, man spricht hier vom Kabelbrand. Hier muss man Schwelbrand erkennen und schnell handeln, um einen Hausbrand zu vermeiden.

Warum ist ein Schwelbrand im Kamin also gefährlich? Wie erwähnt, können durch die ineffiziente Verbrennung vermehrt schädliche Stoffe wie Kohlenmonoxid freigesetzt werden. Gelangen diese in den Wohnraum, kann es sogar zum Tode führen. Das ist umso dramatischer, da man Kohlenmonoxid weder sehen, riechen noch schmecken kann. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass es durch die erhöhte Gasentwicklung im Feuerraum zu einer Rauchgasexplosion kommen kann. Auch beim Öffnen der Feuertür kann durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr eine Stichflamme entstehen.

Schwelbrand erkennen: Gewusst wie

Im Gegensatz zu Kabelbränden und anderen versteckten Brandgefahren durch Schwelbrand kann man im Kaminofen bereits nach dem Anzünden optisch nachvollziehen, ob der Abbrand optimal vonstatten geht. Anders sieht es allerdings bei verschlossenen Feuerräumen ohne Sichtglas aus, etwa bei Kachelöfen. Aber auch wenn der Kamin des Nachts zum Beheizen betrieben wird, besteht die Gefahr des Schwelbrandes durch unsachgemäße Handhabung.

Wenn im Feuerraum Schwelbrand auftritt, kann dies oft über unangenehme Verbrennungsgerüche festgestellt werden. Sollte es stark verbrannt riechen, läuft die Verbrennung nicht optimal ab. Darüber hinaus empfiehlt es sich, einen Kohlenmonoxidmelder ergänzend zum Rauchmelder in dem Raum zu platzieren, wo der Kaminofen betrieben wird. So wird ein eventueller Austritt von Schadstoffen schnell erkannt und es kann gehandelt werden.

Einen Schwelbrand im Kamin verhindern: Richtig anfeuern

Eine saubere Verbrennung ist auch eine sichere. Daher gilt es, direkt an der Wurzel die Gefahr von Schwelbrand im Kamin zu vermeiden. Natürlich spielt auch das Holz eine entscheidende Rolle bei der Verbrennung. Wichtig ist, auf gute Eigenschaften des Holzes Acht zu geben. So sind Feuchtigkeitswerte von unter 22 % wichtig. Desto trockener das Holz, desto besser die Brennwerte. Verwendet werden sollten nur Holzscheite, die mindestens zwei Jahre getrocknet sind. Außerdem sollten nie zu viele Holzscheitel auf einmal nachgelegt werde, da auch hier die Gefahr besteht, einen Schwelbrand zu erzeugen. Auf unserem Blog findet sich noch einmal eine Anleitung für ein effektives und schadstoffarmes Anzünden des Ofens.

Ganz wichtig ist eine gute Luftzufuhr beim Kaminofen. Deswegen gilt: Die Regler für die Luftzufuhr immer offenlassen! Sonst ist eine ausreichende Sauerstoffzufuhr nicht länger gewährleistet. Bei den meisten Öfen muss man dafür nur den Luftzufuhr-Schieber öffnen, damit die Luft nachströmen kann. Ein weiterer wesentlicher Faktor liegt in der Schüttelrostöffnung. Es muss darauf geachtet werden, dass diese Öffnung möglichst immer geschlossen ist, wenn ein Feuer brennt.

Zum einen verhindert man so eine frühzeitige Verschmutzung der Feuerscheibe. Zum anderen sammelt er die bei der Verbrennung entstehende Asche ein, was zu einer vollständigeren Verbrennung der Rückstände führt. Das macht Ihren Kamin nicht nur sauberer, sondern minimiert auch das Risiko, Ihren Kaminofen unsachgemäß zu bedienen. Wird Hartholz verfeuert, wird auch mehr Sauerstoff benötigt. Dazu sollte der Schüttelrost etwas geöffnet werden. Wem das zu kompliziert ist, der kann auch auf einen Kamin mit automatischer Luftzufuhr zurückgreifen. Der Hersteller Haas und Sohn hat mit dem Kaminofen Ficus III und anderen Modellen Geräte mit sogenannter Auto Air Technologie im Angebot. Hier wird die Luftzufuhr automatisch registriert und gesteuert. So wird Schwelbrand im Kamin nachhaltig verhindert.

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