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Probleme, die beim Kaminofen auftreten können

Wer mögliche Probleme kennt, kann gegensteuern

Auch beim hochwertigsten Kaminofen können Probleme auftreten – klar, ein Porsche ist auch nicht vor allen Schäden sicher, die ein Auto ereilen können. Jedoch müssen nicht alle Schäden am Kamin selbst liegen, zum Vergleich: ein Marder beißt auch Bremsleitungen von Ferraris durch. Auftretende Probleme können beispielsweise auch durch mangelnden Kaminzug entstehen. Wir stellen kurz die wichtigsten und häufigsten Probleme vor, die bei einem Kaminofen auftreten können. So können Sie in kurzer Zeit richtig und schnell auf auftretende Schwierigkeiten reagieren und das Problem beheben. Denn: es liegt häufig nicht am Gerät selbst!

Problem 1: das Feuer brennt nicht richtig

Wenn der Brennstoff nicht richtig entzündet oder nach kurzer Zeit wieder erlischt, kann dies unter anderem an der Außentemperatur in der Übergangszeit liegen. Ist die Temperatur zu hoch, ist der Auftrieb aus dem Kamin in den Schornstein nicht konstant. Auch die Sonneneinstrahlung auf den Schornstein beeinflusst den Brand.

Wie gut ihr Kamin „zieht“, können Sie mit einem Feuerholz überprüfen: Wenn Sie ein angezündetes Feuerholz bei einer leicht geöffneten Tür in den Feuerraum halten und dieses nicht angesaugt wird, sollten Sie ein Lockfeuer entfachen. Sie können so den Kamin erwärmen, wenn Sie Kleinholz, Späne oder Holzwolle im Feuerraum oder Reinigungsraum anzünden. Bemerken Sie, dass Ihr Brennstoff sich nur schwer anzünden lässt, kontrollieren Sie den Primärluftregler und alle Luftschieber. Auch die Einstellung zur Sekundärluft sollte richtig eingestellt sein. Prüfen Sie außerdem die Lage der Umlenkplatte im Feuerraum – die Position sollte hinten im Feuerraum sein. Liegt die Umlenkplatte da nicht, schieben Sie sie nach hinten. Kontrollieren Sie den Feuchtegehalt Ihres Brennstoffs. Holz sollte eine möglichst geringe Restfeuchte haben, da es sonst schwerer entzündbar ist und Rauch entwickelt.

Problem 2: das Feuer brennt im Kamin, doch es heizt nicht und wird nicht warm.

Auch hier kann zu feuchtes Holz eine Ursache sein, da es einen sehr viel geringeren Heizwert hat. Wie gut oder schlecht in Ihrem Wohnraum geheizt wird, kann auch am Raum selbst liegen – wenn der Raum nicht gut isoliert ist oder der Kamin für Ihre Bedürfnisse zu klein, kann sich nicht genügend Wärme entwickeln. Eine Verschmutzung der Abgaswege kann die Heizleistung ebenfalls beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es notwendig, nach der Heizsaison eine intensive Reinigung des Kaminofens vorzunehmen. Als letztes können Sie noch Ihre Ofentür und deren Dichtschnur kontrollieren. Ist diese undicht, sollte Sie ausgetauscht werden.

Problem 3: Es entwickeln sich unangenehme Gerüche

Wenn Sie einen neuen Ofen haben und diesen zum ersten Mal befeuern, ist Geruchsbildung völlig normal, da der Lack bei den hohen Temperaturen aushärtet. Tritt die Geruchsbildung allerdings längerfristig auf, als über die ersten Befeuerungen hinaus, sollten Sie nochmals in Ihrer Bedienungsanleitung des Ofens zur Befeuerung und Lüftung nachlesen. Es ist ebenfalls möglich, dass die Verbindungsstücke zum Schornstein nicht dicht sind. Hier sollte Ersatz beschaffen werden.

Problem 4: Es tritt Rauch aus der Tür aus, wenn man diese öffnet

Wie bei den ersten beiden genannten Problemen kann zu feuchtes Holz schuld sein. Überprüfen Sie die Restfeuchtigkeit und achten Sie auf gut durchgetrocknetes Brennholz. Am häufigsten tritt Holz beim Nachlegen aus und entsteht dadurch, dass der Ofen nicht richtig zieht. Sie sollten beim Nachlegen die Tür nicht sofort komplett öffnen, sondern erst einen Spalt. So kann sich der Druck ausgleichen. Legen Sie auch erst Brennholz nach, wenn nur noch Glut vorhanden ist. Vorher ist es schade um den Brennstoff. Außerdem sollte der Rüttelrost unbedingt vor der nächsten Befeuerung gereinigt werden. Nur so gelangt die Primärluft ungehindert an den Brennstoff.

Problem 5: Beim Befeuern des Kamins rußt die Scheibe an.

Hier kann ein mangelnder Kaminzug schuld sein, aber auch die falsche Luftzuführung. Bei einer sachgemäß durchgeführten Verbrennung kann sich nichts an der Sichtscheibe der Ofentür festsetzen, da sich über die Scheibenspülung die Scheibe frei brennt. Die Scheibenspülung funktioniert mit der Luftzirkulation im Feuerraum und reguliert diese. Wie beim erstgenannten Problem, dass der Kaminofen nicht richtig zieht, sollten sie zunächst alle Luftschieber der Primär- und Sekundärluft auf die richtige Einstellung kontrollieren. Auch die Restfeuchtigkeit des Holzes und die Position der Umlenkplatte können Verschmutzungen an der Scheibe verursachen. Sie sollten jedoch beachten, dass sich ein gewisser Verschmutzungsgrad der Sichtscheibe nie vollständig vermeiden lässt. Eine starke Verschmutzung der Sichtscheibe ist entweder auf zu feuchtes Brennholz oder eine unsachgemäße Bedienung, in Verbindung mit der Luftzufuhr, zurückzuführen.

Problem 6: Es sind Risse in der Auskleidung im Feuerraum sichtbar.

Hier ist der Schock groß, wenn man Risse im Material entdeckt. Sorgen müssen Sie sich allerdings keine machen: Die Feuerraumauskleidung ist aus feuerfestem Material hergestellt. Der Zweck der Auskleidung ist der Schutz der dahinterliegenden Wände des Kaminofens – und diese sind aus Metall oder Guss, also ebenfalls beständig gegen sehr hohe Temperaturen. Es kann selbstverständlich vorkommen, dass die Auskleidung einzelne Risse aufweist. Diese sind auf punktuelle Belastungen zurückzuführen. Ein Ersatz ist hier nicht notwendig.

Auf einen Blick 

Die meisten üblichen Probleme, die bei einem Kaminofen auftreten, sind auf zu feuchtes Brennholz oder eine falsche Bedienung zurückzuführen und leicht behebbar. Achten Sie auf trockenes Feuerholz und die richtigen Einstellungen der Luftschieber am Ofen. So verhindern Sie Geruchsbildung, Rauchaustritt, eine verminderte Wärmeentwicklung, verrußte Scheiben und zu wenig Zug. Kontrollieren Sie immer mal wieder die Dichtigkeit Ihrer Ofentür und der Verbindungen. Notfalls sollten Sie hierfür Ersatz organisieren, wenn Sie bemerken, dass etwas undicht ist. Kein Grund zur Sorge sind Risse im Feuerraum. Ihr Ofen bleibt auch bei einer punktuellen Höherbelastung im Feuerraum einsatzbereit für zukünftige Einsätze in der Heizsaison. 

 

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