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Wie wechsle ich die Solarflüssigkeit Ihrer Solarthermie-Anlage?

Wenn die Zeit einmal wieder ran ist...

Auch eine Solaranlage funktioniert nicht völlig Wartungsfrei. Zu den gängigen Aufgaben, die bei der Solarthermie anfallen, gehört auch der Wechsel der Solarflüssigkeit. So etwas können Sie entweder von einem Fachbetrieb machen lassen oder sie tauschen die Flüssigkeit einfach selbst aus. Wir zeigen Ihnen, wie es grundlegend funktioniert und was dabei zu beachten ist.

Solarflüssigkeit: Sie hält den Kreislauf am Leben

Die Flüssigkeit sorgt für den Wärmetransport zwischen den Kollektoren auf dem Dach und dem Pufferspeicher bei Ihnen im Haus. Sie zirkuliert in einem eigenenständigen Kreislauf mit Wärmetauschern – ganz ähnlich wie beim Heizungskreislauf. Damit alles in Bewegung bleibt, wird noch eine Umwälzpumpe benötigt.

Die Solarflüssigkeit besteht zu einem Großteil aus Wasser. Hinzu kommt noch ein Mittel gegen den Frost und ein Korrosionsschutz. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Wärmetransport zu jeder Jahreszeit – also auch im Winter – einwandfrei funktioniert und langlebig ist.

Das Mischungsverhältnis der Solarflüssigkeit ist ausschlaggebend, damit sie Ihre Aufgabe des Wärmetransports gut meistert und die Anlage im Winter nicht einfriert. Um also Schäden am System der Solarthermie-Anlage zu vermeiden, sollten Sie von einem eigenständigen Mischen der Flüssigkeit absehen. Verwenden Sie stets dafür vorgesehene Solarflüssigkeiten.

Wie oft sollte die Solarflüssigkeit gewechselt werden?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. In erster Linie hängt es natürlich davon ab, welche Qualität die Flüssigkeit in Ihrer Solarthermie-Anlage besitzt. In der Regel sollte etwa alle zwei Jahre geprüft werden, ob die Flüssigkeit ausgetauscht werden muss. Sofern alles noch so funktioniert, wie es soll, ist ein Austausch nicht notwendig. Über den Daumen gebrochen liegt die Haltbarkeit zwischen 5 – 10 Jahren. Es kann aber auch vorkommen, dass die Flüssigkeit schon nach drei Jahren ausgetauscht werden muss.

Ob der Wechsel wirklich notwendig ist, können Sie mit relativ wenig Aufwand auch selbst feststellen: Nehmen Sie dazu während des laufenden Betriebs eine kleine Probe. Hat die Solarflüssigkeit ihre typische Färbung verloren, ist vielleicht schon braun oder schwarz? Dann ist es ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Sie die Solarflüssigkeit erneuern sollten. Achten Sie darüber hinaus auch darauf, ob sich kleine Partikel, Feststoffe oder Sedimente darin befinden. Es gibt auch spezielle Frostschutzprüfer, welche die Konzentration des Frostschutzmittels anzeigen können. Der pH-Wert ist ebenfalls ein zuverlässiger Indikator. Anhand dieser Merkmale können Sie recht leicht feststellen, ob ein Austausch fällig ist.

Solarflüssigkeit wechseln: So wird’s gemacht

Zum Wechsel der Solarflüssigkeit empfehlen einige Hersteller, die Anlage vorher mit klarem Wasser durchzuspülen, um eventuelle Rückstände zu entfernen. Werfen Sie hierzu am besten einen Blick in das Betriebshandbuch Ihrer Solarthermie-Anlage.

Damit die Anlage befüllt werden kann, benötigen Sie eine Pumpe mit einem Druck von ca. 2,5 bar. Sie muss die Flüssigkeit in den Kreislauf drücken. Es muss darauf geachtet werden, dass die Pumpe beim Befüllen keine Luft zieht und mit ins Rohrsystem befördert. Es würde auf Dauer der Umwälzpumpe schaden und Korrosion begünstigen. Der Ansaugschlauch der Pumpe muss daher immer unter der Oberfläche der Solarflüssigkeit sein. Aus dem Behälter wird also die Solarflüssigkeit für die Solarthermie-Anlage gezogen und in diesem fließt über den Rücklauf der Anlage zunächst auch die Flüssigkeit zurück.

Der Kreislauf wird solange aufrechterhalten, bis die Solarflüssigkeit blasenfrei in den Behälter zurückläuft. Ist das nach einiger Zeit der Fall, wird der Absperrhahn der Anlage geschlossen. Als letztes muss nun darauf geachtet werden, dass der Druck in der Anlage auch den Herstellervorgaben entspricht. In der Regel sind das 2,5 bar. Ist der Druck höher, kann sich die Flüssigkeit weniger ausdehnen und muss durchs Ausdehnungsgefäß gepuffert werden. Ist der Druck zu gering, kann wohlmöglich gerade bei niedrigen Außentemperaturen die Anlage Luft von außen ziehen.

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