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Wann wurde der Kamin erfunden?

Die Geschichte des Kamins reicht weit zurück.

Die Erfindung des Kamins wird auf das Mittelalter zurückdatiert. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn eigentlich gab es Kamine schon viel eher. Diesen hatten nämlich eigentlich schon die Römer erfunden und in ihren Badeanstalten (Hypokaustrum) schon som großen Stil erfolgreich gebaut. Mit dem Niedergang des römischen Reiches – so scheint es fast -, ist wohl auch das Wissen um den Kamin mit Schornstein verloren gegangen. Deshalb lässt sich höchstens behaupten, dass der Kamin im Mittelalter einfach nur wieder neu erfunden wurde. Zu dieser Zeit lebten die Menschen meistens in zugigen Holzhütten. Diese wurden durch offene Feuerstellen in der Mitte des Raumes beheizt. Der Rauch zog quer durch den Raum und vernebelte alles. Er konnte nur durch ein kleines Loch im Dach entweichen. Von Sicherheit, Brandschutz und gesundheitlichen Aspekten kann da auf keinen Fall die Rede sein. Das Loch im Dach wurde übrigens auch gleichzeitig auch zum Räuchern und zur Haltbarmachung von Lebensmitteln genutzt.

Wann der Kamin zu dem wurde, was wir heute kennen.

Irgendwann kam man aber auf die Idee, das offene Feuer von der Mitte des Raumes in den Seitenbereich zu verlagern. Die hintere Wand und die Seitenwände wurden mit Steinen verkleidet und ein Rauchabzug wurde gebaut. Die die Urform des offenen Kamins – so wie wir ihn heute kennen – war geboren. Leider ist in den Geschichtsbüchern nicht genau datiert, wann diese Erfindung das erste Mal genau aufkam. So schwanken die Zahlen sehr stark zwischen dem 8. und dem 14. Jahrhundert nach Christus. Die Steinverkleidung sorgte erstmals für eine Isolation und half dabei, die Wärme besser im Raum zu halten. Gleichzeitig wurde dadurch auch die Brandgefahr reduziert. Die Menschen nutzten den offenen Kamin gleichzeitig zum Beheizen und zur Zubereitung von Nahrungsmitteln. Er wurde also auch als Herd genutzt.

Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Das Funktionsprinzip des offenen Kamins aus dem Mittelalter ist das gleiche, wie heute noch. Dank des extra Rauchabzuges mussten die Gase nicht komplett durch den Raum wandern und das verbesserte die Lebensqualität. Bei mehrstöckigen Gebäuden war die oben beschriebene Bauart allerdings nicht möglich. Hier musste der Rauchabzug nach außen verlagert werden. So erfand man wahrscheinlich auch den ersten gemauerten Schornstein. Reichhaltige Verzierungen um den Rand des offenen Kamins herum kamen jedoch erst später auf. Sie waren ausschließlich der reichen Oberschicht der mittelalterlichen Gesellschaft vorbehalten und kamen einem Statussymbol gleich. Bei den Verzierungen prägten sich verschiedene Stile aus: So gab es zum Beispiel Bauweisen mit dreieckigen Mantelungen oder Kamine, die weit in den Raum hineinragten. Auch offene Kamine, welche möglichst weit von der Wand nach außen gebaut wurden waren einmal in Mode. Die Kaminverkleidungen wurden meist aus mit Ornamenten verziertem Naturstein angefertigt oder bestanden aus  kunstvollen Keramiken.

 

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Tags: Kamin, Kaminofen
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