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Die Geschichte der Heizung: Vom ersten Feuer zum modernen Heizkessel

Den Wunsch nach einem warmen Zuhause gibt es nicht erst seit gestern: Ist ja klar! Aber wissen Sie, wann man auf die Idee einer Fußbodenheizung gekommen ist? Oder wann die erste Zentralheizung entwickelt wurde? Die Antworten werden Sie verblüffen!

Die Geschichte der Heizung blickt auf einen sehr langen Zeithorizont zurück. Das Bedürfnis nach Wärme besteht seit mehreren hunderttausend Jahren. Schon in frühen Zeiten wurde das Feuer kontrolliert für Heizzwecke eingesetzt. Der Mensch lernte früh die Energie des Feuers, aber auch der Sonne zu nutzen. Die Weiterleitung der Sonnenenergie mittels Hohlspiegeln war bereits in der Antike weit verbreitet.

Heizen in der grauen Vorzeit

Heizen-im-antiken-Rom-Hypokaustrum

Etwa um das Jahr 0 herum wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Heizung mit der Hypokaustenheizung bei den alten Römern gelegt. Dieses System erinnert schon an nährend an unsere heutige Heizungstechnik. Zur Umsetzung der Hypokaustenheizung wurden in den Wänden und Fußböden der Gebäude Hohlräume eingearbeitet, in die heiße Luft von einem kontrollierten Feuer geleitet wurde. Es dauerte zwar einige Tage bis die öffentlichen Bäder erwärmt waren, aber das Ergebnis der Fußboden- und Wandheizung konnte sich sehen lassen.

Die nächste Revolution war der gezielte Einsatz von Küchenöfen im 8. Jahrhundert nach Christus. Man setzte nun nicht länger auf das offene Feuer, sondern auf geschlossene Holzherde. Ein Vorteil war, dass die Wärmeausbeute deutlich höher war und die Brandunfälle zurück gingen. Die Weiterentwicklung von Öfen und anderen innovativen Erfindungen folgten immer rasanter aufeinander.

Heizung-im-Mittelalter

Der Kaminofen wurde wahrscheinlich so im 14. Jahrhundert erfunden. So ganz einig sind sie dich Wissenschaftler dabei nicht. Man kam bemerkte, dass ein brennendes Feuer in einem Kasten aus Eisen eine deutlich bessere Wärmeabstrahlung hatte. Schnell entwickelte sich aus dieser Art der Heizung ein eigener Handwerkszeig.

Auf dem Weg zur modernen Heizung

Warmwasserheizung

Die erste Warmwasserheizung mit Gas wurde im Jahre 1716 vom Schweden Marten Trivald entwickelt und für ein Treibhaus genutzt. Es dauert fast weitere 150 Jahre bis sich die ersten wohlhabenden Bürger solche Warmwasserheizungen in Ihre Villen und Schlösser einbauen ließen. Für Jedermann wurde die Warmwasserheizung dann um 1900 sehr populär.

Zur damaligen Zeit unterschied sich die Art der Heizung noch stark von Region zu Region. In recht waldreichen Regionen wurde zumeist mit Holz geheizt, wo hingegen im Ruhrgebiet vermehrt auf Kohle gesetzt wurde.

Der große Durchbruch und die Geburtsstunde der zentralen Heizung war im Grunde das Ende des zweiten Weltkrieges. In dieser Zeit stellte man zunehmend in den westlichen Industrienationen von Festbrennstoffen wie Holz oder Kohle auf Öl und Gas um. Es war nun möglich auch individuell zu Heizen. Zuvor wurde eher über einen festgelegten Zeitraum gleichmäßig geheizt.

In den 50er und 60er des 20. Jahrhunderts war Energie sehr billig vertrieben wurden. Öl und Gas waren im Vergleich zu heute für kleinstes Geld zu haben. Erst die erste Ölkrise 1979 schärfte das Bewusstsein von energieeffizienter Technik. Schaut man sich Heizungstechniken noch aus den Jahren zuvor an, stellt man fest, dass diese alles andere als sparsam und effizient mit Ressourcen umging. Die Atomreaktor Katastrophe von Tschernobyl sensibilisierte die Menschen auch, dass ebenfalls das großzügige und verschwenderische Heizen mit Strom keine dauerhafte Lösung ist.

moderne-Heizungsanlage

Seit den 80er Jahren halten zunehmend Öl- und Gasheizungen mit Brennwerttechnik Einzug. Längst aber werden nicht nur fossile Brennstoffe genutzt. Auch Holzpellets werden in und auch Scheitholz werden in modernen Heizkesseln häufig genutzt.