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Wie kann man einen Schornstein verkleiden und was gibt es dabei zu beachten?

Schönheit und Schutz durch eine Verkleidung

Der Wunsch, einen bestehenden Schornstein zu verkleiden, kann unterschiedlichste Gründe haben. Zum einen kann es einen funktionellen Zweck erfüllen, beispielsweise den Schutz vor eindringender Feuchtigkeit in den das Schornsteinmauerwerk oder gar eindringende Feuchtigkeit in das Gebäude durch das Dach. Vor allem das Thema Versottung stellt einen Grund dar, sich über schützende Optionen für Schornsteinverkleidungen eines gemauerten Schornsteines Gedanken zu machen.

Die baulichen Gründe liefern längst Grund genug, über eine Verkleidung nachzudenken, um den Schornstein zu schützen. Allerdings gibt es auch Hausbesitzer, die Ihren Schornstein einfach nur ästhetischer gestalten wollen. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn man sich für einen hochwertigen Edelstahlschornstein entschieden hat, ihn jedoch an das Erscheinungsbild des Hauses anpassen möchte. In diesem Fall ist das Schornsteinverkleiden außen selbstverständlich ein Thema. Grundsätzlich gibt es für diesen Fall Profis, aber auch eine Privatperson kann den Schornstein außen verkleiden. Wichtig ist vor allem, dass bei jeglichen Arbeiten auf dem Dach immer zuerst auf Sicherheit geachtet wird.

Um den Schornstein fachmännisch verkleiden zu können, bietet der Fachhandel eine ganze Reihe an geeigneten Materialien und sogar ganze Bausätze an. Dabei gibt es längst jede Optik, die das Herz begehrt. Ob moderner und schlichter Edelstahllook oder die klassische Klinkeroptik, die Auswahl ist inzwischen sehr groß. Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten und Materialien zur Verkleidung es gibt und worauf man bei einer Schornsteinverkleidung besonders achten sollte.

Was muss man über eine Schornsteinverkleidung wissen? – Die Grundlagen

Grundsätzlich ist es kein Problem, bei einem Schornstein eine Verkleidung anzubringen. Allerdings müssen dabei einige Dinge beachtet werden. Bei der Wahl der richtigen Schornsteinverkleidung sind vorher die genauen Maße des Schornsteines festzustellen. Die Höhe des Schornsteinkopfes sowie die Außen- und Innenmaße des Schornsteines sind dafür entscheidend. Außerdem sollte vor dem Kauf klar sein, ob es sich um einen ein- oder mehrzügigen Schornstein handelt. Nach den Maßen richtet sich dann auch später die Menge an Material, die benötigt wird. Und das hat einen entscheidenden Einfluss auf die Kosten des Projekts.

Des Weiteren ist der Winkel der Dachschräge von Haus zu Haus unterschiedlich und unbedingt zu beachten. Ein Vorteil von fertigen Bausätzen ist, dass diese meist individuell an zunächst jede Dachschräge angepasst werden können. Sich vorher dennoch über die Machbarkeit am eigenen Haus beim Fachmann zu informieren, ist stets ratsam. Bei der Fertigbauweise ist meist nichts weiter nötig, als die neue Schornsteinverkleidung über den Schornstein zu stülpen.

Die Eigenbau-Variante

Wer sich nicht für einen fertigen Bausatz entschieden will, sondern auf Marke Eigenbau setzt, für den sind einige Dinge wie eine geeignete Grundkonstruktion und die Wahl der richtigen Materialien zu berücksichtigen. Das Grundgerüst der Schornsteinverkleidung muss sicher und stabil sein und darf keine Gefahr für den Schornstein oder das Haus darstellen. Verschiedene Materialien zur Auswahl sind zum Beispiel:

  •   Schiefer
  •   Faserzementplatten
  •   Klinkersteine
  •   Kunststoffplatten


Schiefer bietet dabei natürlich einen besonderen Charme, bedarf aber eines gewissen handwerklichen Geschickes. Wer plant, den Schornstein außen mit Schiefer zu verzieren, sollte wissen, dass diese Platten sehr leicht brechen und der Umgang mit ihnen daher geübt sein will. Wer einen vergleichbaren Look, aber etwas robusteres Material bevorzugt, kann hier einfach zu Faserzementplatten greifen.
Bei der Wahl der Materialien ist auch entscheidend, dass es später nicht zu einer Brandgefahr kommt. Es ist daher ratsam, bei jedem Fall den zuständigen Schornsteinfeger mit in das Projekt einzubinden und seinen Rat zu erbitten.

Einen Edelstahlschornstein verkleiden?

Auch die Verkleidung von einem Edelstahlschornstein ist in der Regel kein Problem. Auch hier gibt es zum Teil komplett vorgefertigte Lösungen, wie den sogenannten Stülpkopf oder auch Schornsteinkopf. Das Anbringen gestaltet sich hier einfach: Der Stülpkopf muss nur über den Edelstahlschornstein gesetzt werden. Beim Material bieten sich Varianten aus Zink oder Kupfer an. Damit jedoch auch wirklich nichts schiefgehen kann, empfiehlt es sich auch bei einem Edelstahlschornstein stets die Herstellervorgaben zu beachten und im Zweifelsfall einen Fachmann zurate zu ziehen.

Schornstein verkleiden: Innen wie Außen?

Natürlich liegt der Hauptfokus beim Verkleiden des Schornsteins auf der Effizienz und Dichtigkeit. Schließlich gilt es, Schäden am Material durch eine eventuelle Schornsteinversottung und Wasserschäden zu verhindern. Das bedeutet aber nicht, dass man die Ästhetik im Innenraum außer Acht lassen muss. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung. Mit etwas Vliestapete kann ein sonst langweiliger weißer Schacht schnell aufgepeppt werden. Man aber auch einen Schritt weitergehen und den Schornstein innen verkleiden, um einen raumgreifenden und dekorativen Look zu kreieren. Der neueste Schrei dafür sind zum Beispiel Holzriemchen, die dem Kamin ein dreidimensionales Flair geben und eine natürliche Wohlfühlatmosphäre entstehen lassen. Es gibt aber auch Fliesen mit Spiegeleffekt oder verschiedenen Stein-Effekten. So kann es schnell sein, dass beim Schornstein-Verkleiden, innen eine Backsteinmauer oder Felswand entsteht. Die Optionen sind also vielfältig. Das gilt auch, weil man den Schornstein innen ganz nach eigener Fasson gestalten kann. Auf dem Dach muss man beim Schornstein-Verkleiden Brandschutz und Dämmung beachten, im Innenraum ist der Kamin aber meist oft schon fachmännisch ummantelt.