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Wie isoliert man ein Ofenrohr richtig?

Normalerweise muss man sich als stolzer Ofenbesitzer die Frage, wie man ein Ofenrohr isoliert nicht stellen. Denn ein Ofenrohr muss an und für sich nicht isoliert werden, da es für gewöhnlich im Wohnraum verlegt wird. Dies gilt allerdings nur, wenn der nötige Abstand zwischen Wand und Ofenrohr eingehalten wird. Doch manchmal kommt es vor, dass man auf dem Weg vom Kamin zum Schornstein die für den Brandschutz geltenden Sicherheitsabstände nicht einhalten kann oder das Rauchrohr aus ästhetischen Gründen verkleiden möchte. In diesen Fällen sollte man auf die richtige Dämmung des Ofenrohres achten.

Auf eine gute Isolierung kommt es an

Wenn es um die richtige Isolierung der Ofenrohre geht kursieren in vielen Internetforen einige abenteuerliche und fantasievolle Bastelanleitungen. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass auch die Ofenrohrisolierung vom Schornsteinfeger abgenommen werden muss.

Gut verpackt: die Rohrisolierung

Um auf Nummer Sicher zu gehen gibt es genormte Rohrisolierungen. Diese bestehen im Kern aus mineralischer Steinwolle und sind mit reißfestem Aluminium ummantelt. In der Regel sind diese Rauchrohrisolierungen 20 mm stark und bis zu 1000° Celsius hitzebeständig.

Diese mineralischen Rohrisolierungen sind an der Seite längs aufgeschlitzt. So kann man diese ganz einfach um das Ofenrohr herumlegen. Die Naht wird danach mit hitzebeständigem Aluminium-Klebeband verschlossen. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass die Naht nicht etwa einen Spalt breit auseinanderklafft, da ansonsten der Effekt der Isolierung verloren geht. Um dies zu vermeiden gibt es diese Isolierungen in den gleichen gängigen Größen wie die Ofenrohre selbst. Dementsprechend nutzt man beispielsweise Rohrisolierungen mit 120 mm Innendurchmesser für Rauchrohre mit einem Außendurchmesser von 120 mm. Für die Enden gibt es spezielle Manschetten aus Aluminium. Diese können ebenfalls mit dem Aluminium-Klebeband oder aber auch mit feuerfestem Draht fixiert werden. Möchte man nun die Ofenrohre noch passend zur Wohnsituation verkleiden, nutzt man am besten die gleichen Isolier- und Baustoffe, welche man auch beim Kamineinsatz einbauen benutzen würde.

Geschickt eingefädelt: das doppelwandige Ofenrohr

Wenn man allerdings nicht auf die Optik des Ofenrohrs verzichten möchte, hat man noch die Möglichkeit statt das normale einwandige Ofenrohr zu benutzen, auf dessen Pendant dem doppelwandigen Ofenrohr zurückzugreifen. Dieses besteht aus zwei ineinander gesteckten Rohren, welche dazwischen meist mit der isolierenden Steinwolle gefüllt sind. Die doppelwandigen Ofenrohre lassen sich dabei genauso leicht zusammenstecken wie die einfachen Rauchrohre. Auf diese Weise reduziert man den Sicherheitsabstand auf brennbare Materialien effektiv von 40 bis 60 cm auf ungefähr 25 cm.

Abgeschirmt: der metallische Wärmeschutz

Dieser Wärmeschutz ist im Grunde ein hitzebeständig lackiertes Metallblech, welches um die Rauchrohre angebracht wird und somit das Ofenrohr isoliert. Die Isolierung eignet sich dabei für die so genannten Senotherm Ofenrohre mit einer Wandstärke von 2 Millimetern. So wie die Senotherm Ofenrohre eignet sich auch der metallische Wärmeschutz mit entsprechender Lackierung vor allem für den Sichtbereich des Ofenrohres, also für die Installation im Wohnzimmer. Der Vorteil ist, dass diese Isolierung sehr ansehnlich ist und meistens auch farblich passend zum Ofenrohr erhältlich ist. Allerdings sollte man hierbei beachten, dass dieser Hitzeschild nicht so gut isoliert wie beispielsweise die Rohrisolierung.

Der perfekte Durchbruch: die Wanddurchführung

WanddurchführungEgal für welche Variante man sich nun entschieden hat, irgendwann stößt man unweigerlich auf eine Wand um den Kaminofen mit dem Edelstahlschornstein zu verbinden. Auch hier gilt es auf eine gute Isolation zu achten. Glücklicherweise gibt es auch hier schon vorgefertigte Lösungen. Denn eine einsatzbereite Wanddurchführung kommt schon im ausreichend isolierten Format mit passgenauen Rauchrohrdurchlass daher. Dabei sind die Wanddurchführungen einfach zu montieren. Eine Kernbohrun für den Kamin oder auch ein Wanddurchbruch macht hier den Weg frei zum Schornstein. Die Wanddurchführung selbst wird mittels geeignetem Montagekleber befestigt und kann im Nachhinein sogar verputzt werden. Weiterführende Informationen haben wir im Beitrag, wie man ein Ofenrohr mit einer Wanddurchführung durch das Mauerwerk führt, zusammengetragen.

Ofenrohr isolieren: Bei Unklarheiten – Experten fragen

Grundsätzlich gilt bei jedem Kaminprojekt den örtlichen Schornsteinfeger von Anfang an mit einzubeziehen. Dieser kann die genauen Gegebenheiten vor Ort einschätzen und Empfehlungen zur Umsetzung der Isolierung des Ofenrohres geben. Außerdem muss die Kaminkonstruktion vor der Inbetriebnahme durch den Schornsteinfeger geprüft und abgenommen werden. Denn beim Isolieren des Ofenrohres gilt es stets die Sicherheit im Auge zu behalten, da durch die sehr heißen Abgase aus der Verbrennung auch das Ofenrohr sehr stark aufgeheizt. Außerdem muss verhindert werden, dass die Rauchgase in den Raum eindringen können und eine entsprechende Dichtigkeit gewährleistet ist. Natürlich helfen dabei auch unsere kompetenten Fachberater von ofen.de gern weiter.