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Ein schöner Kaminofen aber auch ein teurer Bodenbelag – was Sie hierbei beachten sollten

Nachdem man sich für den Kauf eines Kaminofens entschieden und alle wichtigen Sachen für den Einbau geklärt hat, geht es an die Platzierung und die Montage des guten Stücks. Natürlich darf der Kaminofen nicht zu weit vom Schornstein oder vom Edelstahlschornstein entfernt sein und muss darüber hinaus für den Brandschutz geltende Mindestabstände einhalten. Aber auch der richtige Bodenbelag ist von immenser Bedeutung bei der Aufstellung eines Kaminofens. Die meisten Fußböden sind in der Regel mit Teppich, Laminat oder Parkett ausgelegt, bei denen es sich um brennbare Materialien handelt, welche der entstehenden Hitze möglicherweise nicht standhalten oder bei Funkenflug sogar Feuer fangen könnten. Den Boden wollen die wenigsten wegen dem neuen Kaminofen ja auch nicht austauschen, also müssen andere Lösungen her. Grundsätzlich gilt, dass alles Brennbare in unmittelbarer Umgebung des Kaminofens geschützt werden muss. 

Die einfachste Möglichkeit ist wohl der Griff zu einer Kaminbodenplatte, die man alternativ auch als Vorlegeplatte, Funkenschutzplatte oder einfach Bodenplatte bezeichnet. Diese plaziert man unter dem Kaminofen, bevor man ihn aufstellt. Die Platte kann dabei aus verschiedenen Materialien bestehen, zum Beispiel Sicherheitsglas, Schiefer oder Stahlblech. Neben dem Ofen sollten Sie 30 cm, vor der Feuerstätte dagegen circa 50 cm Abstand einhalten. Verschiedene Hersteller bieten Platten in den verschiedensten Ausführungen an, wie zum Beispiel als Quadrat, als Halbkreis, als Rundboden, als Ellipse oder auch in der sogenannten Diamant-Form. Durch diese große Auswahl findet jeder das passende Modell zu seinem Kaminofen eckig oder dem Kaminofen drehbar. Aber nicht für jedes Bodenmaterial benötigt man eine Funkenschutzplatte. 

In diesem Beitrag möchten wir für spezifische Fußböden ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit mit dem neuen Kaminofen nichts mehr schief gehen kann. Prinzipiell lassen sich diese Tipps auch auf andere Feuerstätten, wie zum Beispiel Kamin Anlagen, Kaminbausatz Varianten, Pelletofen und Gaskamin Versionen übertragen.

Verschiedene Beläge - verschiedene Anforderungen:

Kaminofen auf Laminat

Der Kaminofen auf Laminat

Neben der Vereinigung von Stoffen für das fertige Laminat mit den Eigenschaften aller Komponenten, wie zum Beispiel für Fußbodenbeläge, wird Laminat auch für den kontrollierten Aufbau von einem Material hinsichtlich der Festigkeits- oder Qualitätsanforderungen produziert. Zum Beispiel bei der Herstellung von Sperrholz, wenn verschiedene Schichten zur Korrektur miteinander verleimt wurden. Laminat ist aber vor allem ein allseits bekannter Fußbodenbelag, der in modernen Wohnräumen sehr gern verwendet wird. Es stellt eine preisgünstigere Alternative zum teuren Parkett dar. Es handelt sich hierbei um einen Werkstoff, der durch das flächige verkleben von zwei oder mehreren Schichten entsteht. Diese einzelnen Schichten können dabei sowohl aus gleichen, als auch aus unterschiedlichen Materialien bestehen. 

Laminat ist natürlich ein brennbares Material, was entsprechend geschützt werden muss. Wahlweise kann man den Bodenbelag daher gegen ein anderes Material, wie zum Beispiel Fliesen, eintauschen oder sich alternativ für eine Funkenschutzplatte für den Schwedenofen entscheiden.

Kaminofen auf Parkettboden

Ein Kaminofen auf Parkett

Parkett ist ein ebenso beliebter, wie kostspieliger Fußbodenbelag. Es handelt sich hierbei um einen Fußboden aus Holz, für den in der Regel Hartholz von Laubbäumen verwendet wird und der sich nur für Räume in geschlossenen Gebäuden eignet. Nachdem teilweise viele kleine Stücke zu einem besonderen Muster auf einem tragfähigen Untergrund  zusammengelegt worden, verhindert dies eine unangenehme Fugenbildung. Einen Fußboden, der allerdings aus langen Brettern gefertigt wurde, bezeichnet man weitläufig als Dielenboden. Es handelt sich bei Parkett zudem um einen dauerhaften Bodenbelag, der oftmals renoviert werden kann. 

Holz ist grundsätzlich brennbar, sodass auch hier entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen werden sollten. Obwohl auch hier der Bodenbelag getauscht werden könnte, ist der Einsatz einer Funkenschutzplatte wohl die leichtere Entscheidung.

Kaminofen auf Vinylboden

Der Kaminofen auf Vinylboden

Ein Vinylboden kennt man wohl besser unter der Bezeichnung Polyvinylchlorid – also PVC. Es handelt sich hierbei um ein thermoplastisches Polymer, welches durch eine Kettenpolymerisation aus dem Monomer Vinylchlorid hergestellt wird – einfach gesagt handelt es sich um ein Thermoplast, ein weißes Pulver in einem festen Aggregatzustand. Man unterscheidet hierbei zwischen Hart-PVC für Rohre und Schallplatten und dem Weich-PVC für beispielsweise Bodenbeläge. Es gilt grundsätzlich als das drittwichtigste Polymer für Kunststoffe.

PVC ist ein sehr robustes Material – es nimmt kaum Wasser auf, ist beständig gegen Säuren und Laugen und bedingt beständig gegen Ethanol, Öl oder sogar auch Benzin. PVC enthält viel Chlor und ist somit schwer entflammbar, allerdings entstehen bei Bränden von PVC ziemlich gefährliche Gase, die man dementsprechend nicht einatmen sollte. Bei einem Bodenbelag aus PVC kann man sich ebenfalls für beide Varianten entscheiden – Entweder ersetzt man den Bodenbelag im entsprechenden Bereich des Küchenofens oder man entscheidet sich für eine Schutzplatte.

Kaminofen auf Teppichboden

Ein Kaminofen auf Teppich

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn – den Teppich. Es handelt sich um ein textiles Flächengebilde in einer bestimmten Größe. Ein Teppich wurde gewebt, gewirkt oder geknüpft und weist zudem oftmals ein besonderes Muster auf. Bei einem Teppich gibt es unterschiedliche Ausführungen auch hinsichtlich der Haarlänge. 

Grundsätzlich raten wir von einem Aufstellen des Kaminofens auf Teppich ab, selbst wenn eine Funkenschutzplatte verwendet werden soll. Das darunter befindliche Material könnte sich zu sehr erhitzen. Darüber hinaus ist auf dem Teppich die Oberfläche des Betons nicht ersichtlich und es könnten gefährliche Hohlräume entstehen, die den stabilen Stand des Kaminofens mit Backfach negativ beeinflussen. Es sollte also entweder vollständig ein anderer Bodenbelag in Verbindung mit der Funkenschutzplatte eingeplant werden oder aber der Abschnitt unter dem Kaminofen beispielsweise mit Fliesen ersetzt werden. 

Kaminofen auf Fliesen

Der Kaminofen auf Fliesen

Bei Fliesen könnte man nun zuerst an die aus Keramik denken, welche sich in so gut wie jedem Badezimmer befinden. Allerdings gibt es Fliesen aus den unterschiedlichsten Materialien: zwar auch aus der eben genannten Keramik, aber auch aus Zement, aus Stein, aus Teppich oder sogar aus PVC. Um der Fliese an sich treu zu bleiben beziehen wir uns hierbei auf die Fliesen aus Keramik, wobei natürlich Zement und auch Stein eine gute Wahl sind. Der Ursprung von Keramik sind Tonminerale, aus welchem durch ein Brennen formbeständige Produkte hergestellt wurde, wie zum Beispiel Krüge oder Teller. Aber auch Kaminöfen mit Keramikverkleidung sind sehr beliebt. Bis heute wurde die Herstellung von Keramik verfeinert, sodass man heute verschiedene Formen unterscheiden kann: Geschirr ist beispielsweise aus Gefäßkeramik, darüber hinaus gibt es noch Ofenkeramik für Ofenkacheln oder Sanitärkeramik für Waschbecken. Bei Keramikfliesen handelt es sich genauer um keramische Platten, die unter anderem als Fußbodenbelag verwendet werden. Wir benutzen auch oftmals auch das bekanntere Wort „Kacheln“. 

Fliesen eignen sich tatsächlich sehr gut als eine Unterlage für den Kaminofen – oftmals kann man sehen, dass in einen vorhandenen Fußbodenbelag zum Beispiel aus Laminat, Fliesen eingelassen werden. Dafür muss natürlich das entsprechende Stück Laminat entfernt werden. Das verhindert, dass unschöne Kanten mit einer Funkenschutzplatte entstehen und der Untergrund kann optisch optimal auf den Kaminofen Keramik abgestimmt werden. Wenn der Bodenbelag also bereits aus Fliesen besteht, kann der Kaminofen unter Einhaltung der Mindestabstände gern auf diesem Belag plaziert werden.

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