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Was-ist-ein-Zugbegrenzer

Der Zugbegrenzer: Einfaches Zubehör – große Wirkung

Vielen ist der im ofen.de-Onlineshop zum Kauf angebotene Zugbegrenzer gänzlich unbekannt. Das ist auch gut so. Dennoch machen viele Ofennutzer nach dem Kauf eines Kaminofens Bekanntschaft mit diesem Schornsteinzubehör. Für was wird der Zugbegrenzer genutzt? Wann sollte der Einbau eines Zugbegrenzers erfolgen? Gibt es neben dem Zugbegrenzer noch andere Möglichkeiten oder technische Innovationen? Wie kann der Einbau eines Zugbegrenzers verhindert werden? Auch die Frage nach dem fachgerechten Einbau soll in diesem Blogbeitrag beantwortet werden.

Der Zugbegrenzer ist eine Nebenluftvorrichtung für den Schornstein. Man kennt ihn aber auch unter der Bezeichnung Zugregler. Der Zugregler sorgt für die Regulierung des Schornsteinzugs, und verhilft damit zu einem effizienteren Heizbetrieb. Der Aufbau dieses Schornsteinzubehörs aus dem Onlineshop ist durchaus simpel – seine Wirkung aber unbestritten!

Wozu braucht man einen Zugbegrenzer?

Zugbegrenzer Rund

Ein Zugbegrenzer schafft Abhilfe bei Problemen mit dem Schornsteinzug. Bei einem zu starken Schornsteinzug sorgt er dafür, dass dieser idealerweise immer zwischen 12 und 20 Pascal liegt. Verschlechterungen in den Druckverhältnissen können beispielsweise durch bestimmte bauliche Gegebenheiten oder sich ändernde Witterungsverhältnisse entstehen. An besonders kalten Tagen macht sich das beim Heizen mit dem Kamin bemerkbar. Da die Temperaturen so stark sinken, ist das Druckgefälle zwischen Schornstein und Umgebungsluft nicht mehr richtig eingestellt. Daher kann er Rauchabzug nicht mehr den optimalen Zug entwickeln. Das wirkt sich deutlich negativ auf die Effizienz des Abbrandes aus.

Wird es draußen kälter, wird der Unterdruck im Schornstein höher und der Schornstein hat mehr Zug – Sie verbrauchen mehr Brennstoff und haben steigende Kosten und dazu einen hohen Wärmeverlust über den Schornstein. man erkennt dies vorallem daran, dass man vergleichsweise schnell Brennholz nachlegen muss und sich das Flammenbild sehr unruhig verhält. Wenn Sie dieses Problem auch schon einmal bei sich zu Hause bemerkt haben, dann sollte der Einbau eines Zugbegrenzers in Erwägung gezogen werden.

Folgende Gründe machen die Anschaffung eines Zugbegrenzers von Nöten:

  • die Maße des Schornsteins sind nicht passend
  • schwankende Witterungsverhältnisse führen zu schwankenden Druckverhältnissen
  • widrige Aufstellbedingungen
  • keine konstanten Verhältnisse im Brennraum

Wie kann der Einbau eines Zugbegrenzers vorab vermieden werden?

Das Nachrüsten eines Zugbegrenzers ist allerdings neben dem zeitlichen Aufwand und den stattfindenden Bauarbeiten, die immer einen Stressfaktor bedeuten, auch mit Kosten verbunden. Wer sich vorab informiert, kann bereits vor dem Kauf eines Ofens den Einbau eines Zugreglers vermeiden. Einige Ofen-Hersteller sind sich nämlich dieser Problematik bewusst und entwickeln die Technik ihrer Öfen so, dass der Ofen an sich ungeeigneten Druckverhältnissen im Schornstein entgegenwirkt.

Besonders Ofennutzer, die Ihre Feuerstätte analog zu den Fristen für das Nachrüsten von Kaminöfen demnächst austauschen müssen, sei ein besonderes Augenmerk auf die technischen Innovationen der Ofenhersteller wärmstens empfohlen.

Wer also noch die Möglichkeit hat das Nachrüsten eines Zugreglers zu umgehen, der sollte bei der technischen Ausstattung seines neuen Ofens darauf achten, dass dieser mit einer Nebenluftvorrichtung ausgestattet ist. Eine integrierte Nebenluftvorrichtung wird beispielsweise bei einigen der Ofen-Modelle von Olsberg geboten.

Olsberg-kaminöfen-mit-Nebenluftvorrichtung

Auch der deutsche Hersteller Spartherm verbaut technische Lösungen für eine automatische Zugbegrenzung wie S-Kamatik. Die technischen Lösungen für automatische Zugbegrenzung werden von diesem Premiumanbieter im Feuerstättenbereich stets weiterentwickelt. Spartherm möchte seinen Kunden auf diese Weise ermöglichen mit den Spartherm Kamineinsätzen stets ökonomisch und umweltschonend zu heizen und präsentiert bei vielen seiner Modelle als alternativ auswählbare Ausstattung S-Kamatik, S-Kamatik Plus und S-Kamatik Pro II. Diese Technologien machen den nachträglichen teuren Einbau eines Zugbegrenzers von vornherein unnötig.

Premiummodelle-Spartherm-mit-Zugregelung

Wie funktioniert der Zugbegrenzer?

Zugbegrenzer Klappe

Laut DIN 4795 ist ein Zugbegrenzer der Gruppe der selbsttätig arbeitenden Nebenluftvorrichtungen einzuordnen. Ein Zugbegrenzer besteht aus einem Metallgehäuse, in welchem eine schwenkbare Klappe integriert ist. Je nachdem wie sich gerade der Schornsteinzug verhält, öffnet oder schließt sich die Klappe des Zugreglers, um Unter- bzw. Überdruck im Schornstein auszugleichen und optimale Druckverhältnisse zu schaffen. Der Zugbegrenzer reguliert den Zug und verhilft dem Ofen oder dem Kamineinsatz wieder zu einem verbesserten Abbrand. Die Regulierung der Klappe erfolgt durch ein Gegengewicht, welches anhand des Schornsteinzugs voreingestellt wird.

Einen Zugbegrenzer können Sie sich wie eine einfache Klappe vorstellen, die in den Schornstein eingebaut wird. Bei einem zu starken Zug schließt sich die Klappe ein Stück weit und es kann weniger Luft durch das Rohr gelangen.

Wo wird der Zugbegrenzer richtig eingebaut

Der Einbau des Zugbegrenzers erfolgt entweder:

  • in den oberen Teil des Schornsteins
  • im Ofenrohr
  • in den unteren Bereich des Schornsteins

Der Einbau im oberen Bereich des Schornsteinschachts führt zu einer guten Belüftung des Systems. Außerdem lässt es sich von dort aus auch gut regeln. Bitte beachten Sie jedoch, dass ein Nachträglicher Einbau des Zugreglers nur bei gemauerten Schornsteinen möglich ist. Sollten Sie einen mehrschaligen Schornstein besitzen, dann ist in jedem Fall ein Fachmann zu fragen.

Die Zugebegrenzer-Positionierung im Ofenrohr – also zwischen Kaminofen und Schornstein – ist recht unproblematisch und lässt sich schnell umsetzen. Außerdem kommt man bei einer nachträglichen Installation auch leichter an diese Stelle heran. Der Regulierungs-Effekt an dieser Stelle ist recht gut. Jedoch hat die Sache auch einen Haken. Je länger das Ofenrohr ist, desto schwächer wird der gewünschte Effekt.

Schließlich haben Sie auch noch die Option, den Zugbegrenzer im unteren Schornsteinbereich einzubauen. Diese Variante wird besonders dann bevorzugt, wenn es um die Regulierung einer Holzheizung (wie zum Beispiel einem Holzvergaser oder Festbrennstoffkessel) geht. Außerdem hält sich die Menge an anfallendem Ruß stark in Grenzen: Mehr Sauberkeit beim laufenden Betrieb.

Welche Alternativen gibt es für einen Zugbegrenzer?

In der Praxis sieht es so aus, dass man einen Zugbegrenzer immer erst im Nachhinein einbaut – da man vorher in der Regel nicht weiß, ob der Schornstein oder Edelstahlschornstein bei Kälte einen zu starken Zug entwickelt. In den meisten Fällen ist das eigentlich kein Problem. Wenn Sie jedoch aufgrund der baulichen Besonderheiten das kleine Schornsteinzubehör nicht einbauen können, dann gibt es noch eine Alternative: Vielleicht spielen Sie ja ohnehin gerade mit dem Gedanken, sich einen neuen Ofen anzuschaffen. Es gibt nämlich auch Modelle, die bereits einen Zugbegrenzer mit integriert haben. Unter Umständen kann Ihnen auch schon der Kauf eines Ofenrohrs mit Drosselklappe helfen. Drosselklappe? Erfahren Sie wofür die Klappe im Ofenrohr ist!

Die oben genannten Alternativen hängen aber immer vom Einzelfall ab. Im Zweifelsfall sollten Sie für Probleme mit der Zugregulierung Ihren Schornsteinfeger oder einen Fachmann fragen. Unsere kompetenten Fachberater von ofen.de helfen Ihnen gern mit einer persönlichen Beratung weiter.