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In diesem beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Rauchrohre kürzen und die Ofenrohre richtig miteinander verbinden

Ofenrohre richtig kürzen und zusammenstecken

Mit einem Ofenrohr überbrücken Sie die Distanz zwischen Ihrem Kaminofen und Ihrem Schornstein, sodass die bei der Verbrennung entstehenden Gase sicher abgeleitet werden können. Bei einem Ofenrohr, welches synonym auch als Rauchrohr bezeichnet wird, profitieren Sie von der praktischen Elementbauweise. Das heißt Sie haben die Auswahl zwischen verschiedenen Ofenrohr-Elementen (zum Beispiel Längenelemente, Bögen oder T-Stücke), die Sie ganz nach Bedarf miteinander verbinden können. Obwohl es jedes Element in verschiedenen Längen und Durchmessern bei uns im Ofenshop von ofen.de zu kaufen gibt, kann es mitunter trotzdem möglich sein, dass Sie eine Kürzung des Ofenrohrs vornehmen müssen, bevor Sie die Elemente zusammenstecken. Wie Sie dabei vorgehen können und was es zu beachten gibt erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wieso muss das Ofenrohr gekürzt werden?

Die einzelnen Elemente, mit denen Sie ein Rauchrohr bilden können, geben Ihnen die Möglichkeit das Ofenrohr Ihren wohnlichen beziehungsweise baulichen Gegebenheiten anzupassen. Durch verschiedene Längenelemente, Bögen und Winkel können Sie das Ofenrohr dabei dort entlanglaufen lassen, wo Sie es benötigen. Es sind aber dennoch immer Standardlängen, denen Ihr Wohnraum mitunter nicht gerecht werden kann – daher könnte zum Beispiel die Länge der Anschlussstrecke nicht ganz zu der Länge des Rauchrohres passen. Auch die Vorgaben für Sicherheitsabstände können es bedingen, dass ein Ofenrohr-Element gekürzt werden muss. Mit einer Kürzung des Ofenrohrs ermöglichen Sie also eine zusätzliche individuelle Anpassung.

Wie geht man am besten bei der Kürzung eines Ofenrohres am besten vor?

Was spielt beim Kürzen des Elements alles eine Rolle? Beim Kürzen des Ofenrohrs ist nicht nur die Konstruktion (doppelwandig oder einwandig), sondern auch das verwendete Material, der Einsatzort, die Anschlusstechnik, Lackierungen und Dämmungen von Belang.

Bei einem einwandigen Ofenrohr beispielsweise müssen Sie zunächst eine Abmessung vornehmen, wobei Sie aber mit einberechnen müssen, dass bestimmte Ofenrohr-Teile mit anderen verbunden werden und sich somit die Konstruktionslänge insgesamt verkürzt. Idealerweise können Sie sich mit einem Bleistift von außen eine Markierung an der Stelle an der die Kürzung vorgenommen werden soll, setzen. Achten sie bitte darauf, dass Sie die richtige Seite zur Abtrennung vorsehen. Die eingezogene Steckverbindung, die zum Zusammenstecken mit anderen Ofenrohren benötigt wird, darf natürlich nicht abgetrennt werden. Mit einer Flex können Sie das Rohrteil anschließend mit ruhiger Hand abtrennen. Für einen besseren Halt bei ungeübteren Händen empfiehlt es sich, das Rohr mit der Flex lediglich an gewünschter Stelle anzuschneiden und den finalen Abschnitt mit einer Stichsäge durchzuführen. Hier haben Sie den Vorteil, dass Sie mit der Stichsäge dank der Führungsplatte eine gerade Linienführung haben und somit eine gerade Schnittkante leichter umzusetzen ist.

Die Arbeitsschritte beim kürzen eines Ofenrohrs: markieren, flexen, anschneiden, durchtrennen

Sie können das Ofenrohr selbstverständlich selbst kürzen, wenn Sie handwerklich begabt sind. Wenn Sie sich allerdings unsicher beim Kürzen des Ofenrohrs sind, empfehlen wir Ihnen lieber den Rat eines Fachmannes einzuholen, wie zum Beispiel von Ihrem Schornsteinfeger oder auch dem Händler Ihres Vertrauens.

Welche Teile benötige ich, um das Ofenrohr richtig zusammenzustecken?

Den Grundstein zur Ableitung der Verbrennungsgase legt bereits Ihr Kaminofen. Dieser verfügt nicht nur über eine Öffnung und Weiterleitung zum Schornstein, sondern auch über einen sogenannten Rauchfang. Es handelt sich hierbei um eine trichterförmige Wölbung oberhalb des Brennraumes, in deren Mitte sich ein kleines Loch befindet – dadurch gelangen die bei der Verbrennung entstehenden Abgase aus dem Ofen.

An den soeben beschrieben Rauchfang schließt sich das Ofenrohr an. In unserem Shop erhalten sie die verschiedenen Ofenrohre in verschiedenen Längen, Durchmessern, Formen ) wie beispielsweise Bögen mit unterschiedlichen Winkeln) und der höchstmöglichen Materialstärke von 2,00 mm. Die Materialstärke als Qualitätsmerkmal sollte keinesfalls unterschätzt werden, sorgt diese doch für eine lange Haltbarkeit des Ofenrohrsytsems.

Wenn Ihr Kaminofen hinten oder seitlich angeschlossen werden soll beginnt das Rauchrohr mit einem sogenannten T-Stück, welches zusätzlich über eine Reinigungsöffnung an der Unterseite verfügt und mit einem Längenelement zusammengesteckt wird.

Mitunter kann es beim Aufbau Ihres Ofenrohr-Systems notwendig sein auf eine Reduzierung beziehungsweise Erweiterung zurückzugreifen. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben: Wenn Sie Ihren Kaminofen an einen bereits vorhandenen Schornstein anschließen wollen, kann es durchaus vorkommen, dass der Durchmesser des Kaminanschlusses und der Schornsteindurchmesser voneinander abweichen. In diesem Falle müssen Sie je nach Fall Gebrauch von einer Reduzierung oder Erweiterung machen. Die Betrachtung erfolgt immer in Abgasrichtung. D.h. wird der Durchmesser vom Kamin zum Schornstein größer, brauchen Sie eine Erweiterung, andernfalls eine Reduzierung. Auch die Reduzierungen verfügen wie die gewöhnlichen Längenelemente, über eine eingezogene Steckverbindung, sodass diese simpel mit dem anderen Rohr verbunden werden kann. Das von Ihnen zusammengestellte Ofenrohrsystem endet im Wandfutter, welches den Anschluss an den Schornstein ermöglicht. Bei der Planung Ihres Abgassystems ist in jedem Falle der Schornsteinfeger mit einzubeziehen, da dieser die Kaminanlage auf die Einhaltung der Gesetze prüfen und letztendlich offiziell abnehmen muss.

Wie kann ich die einzelnen Ofenrohr-Elemente richtig verbinden?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten Ofenrohr-Elemente miteinander zu verbinden:

  • Die Muffe verläuft gegen die Abgasrichtung. Es handelt sich hierbei um die strömungstechnisch günstige Variante, oder
  • genau umgekehrt bei der kondensattechnisch günstigen Variante

Bei Holz- und Pelletöfen greift man immer auf die strömungstechnisch günstige Variante zurück, denn die Verbrennungsgase strömen schneller und es fällt nur eine geringe Feuchtigkeit im Rohr an. Für die Befeuerung mit Gas greift man beispielsweise eher auf die zweite Variante zurück.

Das richtige Verbinden der Elemente

Jedes Ofenrohr-Element verfügt über eine einseitig eingezogene Steckverbindung, dank welcher Sie die einzelnen Teile leicht miteinander verbinden können. Trotzdem gibt es beim Zusammenstecken Ihres Ofenrohr-Systems verschiedene Dinge zu beachten:

  • Das Ofenrohr sollte eine Maximallänge von drei Metern nicht überschreiten.
  • Beachten Sie beim Verbinden, dass die gesteckte Länge kürzer ist, als die Gesamtlänge der Rohre, da sich die Rohre an der Steckverbindung ineinanderschieben.
  • In Ihrem Ofenrohr sollten nicht mehr als drei Bögen integriert sein.
  • Auch mit dem Ofenrohr müssen Sie Abstände zu brennbaren Materialien einhalten, auf welche der Schornsteinfeger bei seinem Abnahmebesuch besonderen Wert legt
  • Das Wandfutter ist ein wesentliches Element, um vom Rauchrohr in den Schornstein überzuleiten..
  • Die Rauchrohre müssen immer leicht schräg montiert werden. Eine Faustregel besagt eine Steigung von 2 cm pro Meter Ofenrohr. Eine waagerechte Konstruktion des Ofenrohrs könnte den Effekt des Kaminzugs beeinflussen und einen Rückstau verursachen.

Es sind kleine Lücken entstanden und es qualmt – was kann ich dagegen tun?

Wenn Ihnen die Lücken im Ofenrohr bereits vor der Inbetriebnahme auffallen lohnt es sich zunächst zu überprüfen, ob sich die Lücke durch die Verwendung eines anderen Elements schließen lässt. So könnten Sie zum Beispiel die gesamte Konstruktion etwas umstellen beziehungsweise umordnen, damit am Ende ein sicheres Ableiten der Verbrennungsgase ermöglicht wird.

Es könnte Ihnen aber auch passieren, dass Sie die Lücke erst entdecken, wenn Qualm beziehungsweise Gase austreten. Dann ist es absolut notwendig die Lücken abzudichten, wobei Sie durch die Wärme der Abgase nur feuerfeste Materialien verwenden können. Hierbei stehen Ihnen zum Beispiel Dämmwolle, aber auch feuerfestes Silikon oder Dichtschnüre, die sonst auch bei Kaminofentüren verwendet werden, zur Auswahl. Lesen Sie wie man Ofenrohre richtig abdichtet!

Wenn Ihr Kaminofen beispielsweise zum ersten Mal mit neuen Ofenrohren verwendet wird kann es ebenfalls zu einer Bildung von Qualm kommen. Die Rohre sind zumeist mit einer hitzebeständigen Senothermlack-Beschichtung versehen, die sich beim ersten Anheizen einbrennt. Wenn sich der Qualm aus Rohrverbindungsstellen drückt könnte dies aber auch darauf hindeuten, dass ein Problem mit dem Schornsteinzug besteht – wie zum Beispiel bei bestimmten Wetterlagen oder durch mangelnde Belüftung. Um zukünftig von einem sicheren Betrieb zu profitieren lohnt es sich immer den Schornsteinfeger zu Rate zu ziehen.