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Gute Kaminöfen: Achten Sie beim Kauf auf diese Qualitätsmerkmale!

Kaminofen ist nicht gleich Kaminofen. Das lassen zumindest die preislichen Differenzen vermuten. Demnach gibt es günstige Kaminöfen bereits ab 300,00 Euro, wobei echte Designermodelle bis zu 10.000 Euro kosten können. Daraus ergibt sich die berechtigte und viel gestellte Frage: Was zeichnet eigentlich einen guten Kaminofen aus? Wir bringen mit diesem Beitrag endlich detailliert Licht ins Dunkel. Lassen Sie sich aufzeigen, welche Qualitätsmerkmale einen guten Kaminofen auszeichnen! Das erleichtert Ihnen zum einen die Entscheidung für einen Kaminofen bei großer Auswahl, zum anderen sind Sie damit bestens gewappnet sich bewusst für einen Kaminofen zu entscheiden, der eine lange Lebensdauer verspricht.

Der Korpus als Qualitätsmerkmal eines guten Kaminofens: Gusseisen oder Stahl?

Im Ofenbau werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche Materialien für die Herstellung des Kaminofen-Korpus verwendet. So können Kaminöfen aus Guss oder Stahl gefertigt sein. Doch welches ist denn qualitativ das bessere Material? Sind die Unterschiede wirklich so gravierend?

Die Antwort ist Jein!

Prinzipiell können wir Ihnen mit auf den Weg geben, dass ein Korpus aus Gusseisen die qualitativ hochwertigste Alternative darstellt. Ein Kaminofen aus Gusseisen bietet folgende Vorteile:

Gusseisen hat, aufgrund seines hohen Kohlenstoffgehalts von mindestens zwei Prozent, die Eigenschaft sich nicht verformen und schmieden zu lassen. Kaminöfen aus Gusseisen sind, wie es der Name bereits vermuten lässt, aus einem Stück gegossen.

Es gibt also bei einem Gusseisenkorpus keine Schweißnähte, die sich verziehen und platzen könnten. Auch Knackgeräusche, die bei dünnen Stahlöfen beim Erhitzen und Abkühlen des Ofenkorpus zu hören sind, treten bei einem gusseisernen Kaminofen nicht auf, da dieser aufgrund seiner Herstellung spannungsfrei ist. Gusseisen mit all seinen Eigenschaften macht die Brennkammer somit besonders robust und hitzebeständig. Der Hersteller der Leda Öfen hat den Anspruch ausschließlich Qualitätsguss im Ofenbau zu verwenden und dies bereits seit seiner Gründung 1873 fest in seinem Markenleitbild verankert. In unserem Onlineshop haben wir für diesen besonderen Anspruch extra eine Kategorie angelegt, in der wir Kaminöfen aus Gusseisen zum Kauf anbieten.

Ihnen soll aber gesagt sein, das Stahl im Allgemeinen kein schlechtes Material für den Ofenbau darstellt. Hier kommt es allerdings darauf an, dass der Stahlofen eine annehmbare Materialstärke aufweist. Die Stahlwände günstiger Öfen sind meist so dünn, dass wir Ihnen diese keinesfalls für einen Dauerbetrieb empfehlen würden. Wir raten Ihnen zu Materialstärken von mindestens drei Millimeter, um sich eines guten Kaminofens bewusst sein zu können.

Meist wird die Materialstärke vom Hersteller nicht angegeben und beim Onlinekauf ist der Ofen vorab physisch nicht greifbar, sodass Sie sich kein direktes Bild machen können. In unseren Ausstellungen sind Sie herzlich willkommen, um sich vor Ort von einem Kaminofenmodell zu überzeugen und das Fachgespräch zu suchen. Hier sind wir mit einer Kaminausstellung im Raum Halle/Leipzig, als auch mit einer Ausstellung für Kaminöfen in Nürnberg vertreten.

Unser Tipp bezüglich der Materialstärken beim Onlinekauf: Am Gewicht eines Ofens lässt sich viel erkennen. Ein besonders schwerer Ofen zeugt von einer soliden Materialstärke.

Verarbeitung der Feuertür als Indiz für einen guten Kaminofen

Die Feuertür ist der Prüfstein, um einen guten Kaminofen von einem Kaminofen minderer Qualität zu unterscheiden. Denn die Feuerraumtür ist aufgrund ihrer Beweglichkeit und der unmittelbaren Nähe zum Feuer erheblichen Belastungen ausgesetzt. Diese sollte daher wie der Korpus am besten aus Gusseisen gefertigt sein. Bei Stahl sollte diese wiederum besonders massiv gebaut sein oder über einen integrierten Gussrahmen verfügen. Der Gussrahmen ist auf der Innenseite der Feuertür angebracht und schirmt den Stahl von den durch Hitze verursachten Belastungen ab. Bei einem guten Kaminofen ist die Feuerraumtür auf diese Art und Weise vor einem Verziehen und daraus resultierenden Abdichtungsproblemen geschützt. Das ist beispielsweise bei dem Me Basic  5,8 Kw von Nordpeis und dem TT20RS von Termatech der Fall.

Richtig gute Kaminöfen haben selbstschließende Türen und Mehrfachschließmechanismen

Ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal  für Feuertüren, welches wir Ihnen nicht vorenthalten wollen, ist deren Schließmechanismus. Ein guter Kaminofen zeichnet sich durch eine selbstschließende Feuerraumtür aus. Ist sie selbstschließend, dann zieht sich diese durch eine integrierte Zugefeder von selbst an. So wird verhindert, dass Qualm oder Funken in die Wohnung gelangen, wenn die Feuertür versehentlich nicht geschlossen wird. Ein Ofen mit selbstschließender Ofentür stellt bei zulässigem Querschnitt der Füllöffnung, ein Kaminofen der Bauart A1 dar und kann übrigens demnach für die Mehrfachbelegung am Schornstein verwendet werden.

Neben dem Selbstschließmechanismus zeichnen sich qualitativ sehr hochwertige Feuerraumtüren durch eine Mehrfachverriegelung aus. Diese sorgt dafür, dass die Feuerraumtür nicht nur an einer Stelle in der Mitte des Türrahmens angedrückt wird. Die Schnappverschlüsse sind sowohl am oberen, als auch am unteren Türende angebracht. Das verhindert ein Verziehen der Tür an der oberen und unteren Türecke. Die Gefahr, dass Rauchgase eintreten oder zu viel Luft gezogen wird, besteht bei dieser Art der Verriegelung also nicht.

Ist ein Kaminofen neben einem Mehrfachschließmechanismus auch mit einer Selbstverriegelung ausgestattet, ist die Königsklasse der Ofentürschließmechanismen von guten Kaminöfen erreicht. In diesem Falle rastet die Ofentür beim Loslassen von selbst vollständig ein und lehnt nicht nur an. Diese Eigenschaft von Ofentüren hat eine besondere Bedeutung hinsichtlich DIBt-geprüfter Kaminöfen (Facebookfan werden und keinen neuen Beitrag verpassen).

Verkleidung als Qualitätsmerkmal beim Kaminofen: Stärke und Material

Die Qualität eines guten Kaminofens lässt sich auch an der Verkleidung erkennen. Gute Kaminöfen weisen eine Verkleidungsdicke von mindestens drei Zentimetern auf. Hinzu kommt, dass mit Speckstein oder Serpentin verkleidete Öfen auch erst die Ihnen nachgesagten Speichereigenschaften ab einer Materialstärke von 3 Zentimetern aufweisen. Desto dicker die Verkleidung ist, desto mehr Wärme kann aufgenommen werden. Hier spielt natürlich auch die relative Dichte des Materials eine Rolle. Es gilt die Faustregel, dass Naturstein die besten Wärmespeicher abgeben. Keramik erfüllt diese Aufgabe nicht ganz so gut, zeichnet sich allerdings durch eine bessere Wärmeabstrahlung aus. Die Speichereigenschaften sind zwar nicht vergleichbar mit denen eines Speicherofens, sind aber dennoch deutlich spürbar im Vergleich zu reinen Stahlöfen oder Feuerstätten mit dünnen Verkleidungen.

Gewicht als Qualitätshinweis für einen guten Kaminofen: Schwer- oder Leichtgewicht?

Wenn wir uns die bisherigen Qualitätsmerkmale von Korpus, Feuertür und Verkleidung nochmal ins Gedächtnis rufen, dann können wir daraus folgendes schlussfolgern: Ein hohes Gesamtgewicht ist ein wichtiger Indikator, wenn es um die erste Qualitätsbeurteilung einer Feuerstätte geht. Verwendung von Guss, dicken Materialstärken und großzügigen Verkleidungen wirken sich unweigerlich auf das Gesamtgewicht des Kaminofens aus. Das Gewicht stellt somit eines der wichtigsten Indikatoren für einen guten Kaminofen dar.

Rüttelrost: Funktion und Nutzen

Manche Öfen besitzen einen Rüttelrost. Allerdings gibt es hierbei zwei Varianten. Entweder handelt es sich bei dem Rüttelrost um ein starres Gitter, welches nicht verstellt werden kann, oder dieser kann zusätzlich auf- und zugeklappt werden. Beides hat Vorteile und auch Nachteile. Ist der Rüttelrost starr, dann erleichtert dies die Bedienung. Allerdings kann ein regulierbarer Rost die Glut und damit die Wärme besser halten. Denn ist das Feuer heruntergebrannt, dann kann dieser einfach geschlossen werden, um das Glutbett gezielt aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise kann die Wärme nicht durch den Rüttelrost aus der Brennkammer entweichen und kein übermäßiger Sauerstoff die Glut zu schnell verglühen lassen.

Der Rüttelrost macht eine Feuerstätte zudem für den Abbrand von Kohlen nutzbar, denn diese müssen für eine ordnungsgemäße Verbrennung von unten belüftet werden. Zudem sollte dieses Bauteil ebenfalls aus Gusseisen gefertigt sein, um eine hohe Lebensdauer zu gewährleisten. Andernfalls ist die Gefahr groß, dass dieser gerade beim Einsatz von Kohlen auf Dauer durchbrennt.

weiterführendes Banner zur ofen.de Startseite mit Ambientebildern eines Gasgrills und eines Naturstein-Kaminofens

Technische Extras: Immer sinnvoll?

Sie wollen den Pelletofen mit dem Smartphone steuern? Oder wollen Sie diesen mit individuellen Betriebszeiten programmieren, sodass er vollkommen automatisch heizt? Mit technischen Extras lassen sich diese Wünsche erfüllen, was für einen hohen Bedienkomfort und mehr Effizienz sorgt. Aber nicht nur Pelletöfen zeichnen sich durch moderne Technik aus, denn viele Markenhersteller bieten für ihre Kaminöfen mittlerweile automatische Abbrandsteuerungen an.

Während technische Extras wie die Steuerung per Smartphone eher in die Ecke „Nette Spielerei“ gestellt werden können, ist dies bei einer Abbrandsteuerung vollkommen anders. Diese reguliert die Verbrennungsluft automatisch in Abhängigkeit zur jeweiligen Heizphase und sollte bei einem guten Kaminofen nicht fehlen. Auf diese Weise wird die Verbrennung effizienter gestaltet, was mit einem niedrigen Verbrauch und niedrigen Emissionen einhergeht. Eine automatische Abbrandsteuerung sollte also nicht fehlen, wenn Sie Wert auf einen guten Kaminofen legen.

Multifunktionalität: Echter Mehrwert aber kein Qualitätsindikator beim Kamin

Während einige technische Extras eher als nette Spielerei durchgehen, verhält sich dies hinsichtlich der Multifunktionalität einer Feuerstätte anders. Hier geht es nicht um kleine Gimmicks, sondern um generelle Funktionen im Heizbetrieb. Beispielsweise lassen sich Kaminöfen von Austroflamm sowohl als Konvektions- als auch als Speicherofen nutzen. Sie vereinen damit die Funktionen von zwei verschiedenen Ofentypen in nur einem Modell, was deren Einsatzgebiet und Vielseitigkeit erheblich erhöht.

Gleichsam verhält es sich mit Feuerstätten, welche nicht nur den Aufstellungsraum beheizen, sondern einen Teil der erzeugten Wärme auch in angrenzenden Räumen oder gar in der ganzen Wohnung verteilen. Solche Öfen sind dann entweder kanalisierbar oder besitzen eine integrierte Wassertasche, welche direkt mit dem zentralen Heizkreislauf des Hauses verbunden wird.