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Unterschied Bauart 1 & 2 bei Kaminöfen

Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Kamin für Ihr Eigenheim sind, haben Sie eventuell schon von Bauart 1 und 2 als Bezeichnungen gelesen. Je nach Art vom Eigenheim, Ofen und Schornstein ist eine der beiden Bauarten notwendig. Für den Betrieb vom Kaminofen in Deutschland muss dieser nach einer bestimmten Din Norm geprüft sein – nämlich nach der DIN 18891, der deutschen Kaminofennorm. Doch auch die EN 13240, die europäische Norm, ist als gültige Norm für den Betrieb in Deutschland anerkannt. Diese Gütekriterien sind die Grundvoraussetzung, um in Deutschland zugelassen werden zu dürfen.

Doch je nach Haus gibt es noch zwei Bauarten von Kaminen, die als Bezeichnung eine wichtige Rolle spielen. Wir stellen Ihnen die Bauarten 1 und 2 für Kamine vor und erläutern, welche Unterschiede es gesetzlich für beide Bauarten und die damit verbundenen Eigenheime gibt – und welchen Ofen Sie wann benötigen.

Bauart 1

Kamin-in-der-Wand

Bauart 1 gibt an, dass der Kamineinsatz vom Kamin eine selbstschließende Tür durch einen Federmechanismus besitzt. Durch das Loslassen des Kaminbetreibers schließt sich die Tür durch eine Zugfeder, ein Federscharnier oder ein durch die Schwerkraft ausgelöstes Herabfallen selbstständig. Diese ist demnach immer, außer bei der Bedienung des Kaminofens, geschlossen oder die Füllöffnung nicht größer als  0,05 m² lichten Querschnitt.

Mehrfachbelegung-Schornsteinanschluss

Kaminöfen, Werkstattöfen und Specksteinöfen dieser Bauart sind ausschließlich für den Betrieb mit einem geschlossenen Feuerraum zugelassen und werden wie Dauerbrandöfen behandelt. Somit eignen sich Kaminöfen der Bauart 1 für die Mehrfachbelegung vom Schornstein oder auch vom Edelstahlschornstein, beispielsweise durch den Betrieb mehrerer Kamine auf verschiedenen Stockwerken. Mehrfachbelegung bedeutet, dass an einen Schornstein bis zu 3 Feuerstätten über Ofenrohre angeschlossen werden können.

Bauart 2

Kamin-im-Wohnzimmer-Ambiente

Kaminöfen oder Kaminbausätze der Bauart 2 können sowohl offen oder geschlossen betrieben werden: hier gelten besondere Anforderungen an die Verbrennungsluftversorgung und den Schutz von brennbaren Fußböden. Kaminöfen der Bauart 2 sind von der Mehrfachbelegung ausgeschlossen, sie müssen einen eigenen Schornstein haben.

Dies ist mit dem hohen Luftüberschuss zu begründen, da die Abgase sicher über dem Dach abgeführt werden müssen. Offene Kamine dürfen auch nur gelegentlich und nicht regelmäßig betrieben werden, nicht zur Wohnraumbeheizung. Dies geht mit der Belästigung für Nachbarn einher, die durch einen offenen Kamin gegeben sein kann. Auch für die Brennstoffe gibt es bei offenen Kaminen strikte Vorgaben.

Was bedeutet die Bauart für mein Eigenheim?

Bauart-von-Kaminöfen-und-Schornsteinanschluss

Die meisten gängigen und in Deutschland zugelassenen Modelle sind für eine Mehrfachbelegung vom Hersteller gekennzeichnet. Allerdings benötigen Sie nur dann einen Ofen, Schwedenofen oder Speicherofen der Bauart 1, wenn sich dieser mit einem oder zwei weiteren Geräten den Schornsteinzug teilt. Es soll verhindert werden, dass die Rauchgase im Schornsteinzug nicht optimal abziehen können, zum Beispiel aufgrund von Wettererscheinungen, die den Kaminzug ungünstig beeinflussen – in dem Fall könnten die Abgase durch die Mehrfachbelegung nämlich durch offene Türen der anderen Öfen abziehen und in den Wohnraum gelangen.