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Schimmel auf dem Kaminholz – Wie gefährlich ist er wirklich?

Das Holz entscheidet über die Qualität der Verbrennung

Die neue Heizperiode fängt an und für Kaminbesitzer heißt das: Holzlager inspizieren. So muss zum Beispiel die Qualität des Kaminholzes und die Holzfeuchtigkeit überprüft werden. Das geht am besten mit einem Holzfeuchtmessgerät. Werte bis zu 20% relativer Feuchtigkeit sind ideal. Aber hin und wieder kommt es vor, dass auf dem Kaminholz Schimmelbefall entdeckt wird. Wie diese Schäden entstehen, was Sie dagegen machen können und die Flecken Einfluss auf den Heizwert haben – das erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Wie entstehen Schimmelflecken am Brennholz?

Schimmelbefall auf dem Brennholz ist immer ein Zeichen dafür, dass die Lagerungsbedingungen nicht ideal waren. Zwar kommt der Befall naturgemäß bei guter Lagerung auch ab und zu vor, jedoch muss immer zwischen der Schwere des Befalls unterschieden werden.

Der Schimmel wird als Spore über die Luft verteilt, landet auf den Stück Holz und beginnt dann zu wachsen. Damit die Schimmelflecken aber im großen Stil entstehen können, müssen mehrere Faktoren erfüllt sein. So spielt zum Beispiel die Feuchtigkeit eine große Rolle. Je höher, desto größer die Gefahr. Daher ist besonders bei frisch geschlagenem Holz auf einen möglichen Schimmelpilz-Befall zu achten. Außerdem brauchen die Schimmelsporen in der Luft ein möglichst gleichbleibendes Klima. Stehende Luft bietet dafür die idealen Voraussetzungen. Daher sollte es vermieden werden, das Brennholz im eigenen Keller zu lagern. Denn hier sind die Bedingungen sehr Schimmelfreundlich. Draußen im Garten oder auf dem eigenen Grundstück sieht es da schon besser aus. Die permanente Zugluft und eine ausreichende Belüftung behindern das Wachstum des Pilzes maßgeblich. Als dritter Faktor ist für den Schimmel die Versorgung mit Nährstoffen sehr wichtig. Holz bietet dem Pilz von Natur aus ein reichhaltiges Buffet, an dem er sich bedienen kann. Schaltet man nur einen der Faktoren aus, dann hat der Schimmel große Probleme, sich zu vermehren. 

Welchen Einfluss hat Schimmel auf den Heizwert des Kaminholzes?

Das hängt immer von der Schwere des Befalls ab. In der Praxis sieht es häufig so aus, dass der Schimmelpilz zeitweise bessere und schlechtere Bedingungen vorfindet. Er wächst also in Schüben. Je länger die günstigen Bedingungen vorhanden sind, desto besser kann er sich auf dem Holz auch ausbreiten. Der Pilz zieht feine Fäden durch das Material und versorgt den Hauptbereich darüber mit neuer Energie zum Wachsen. Diese sind für das menschliche Auge unsichtbar. Das was wie mit bloßem Auge als Schimmel identifizieren können, ist nur die Spitze des Eisbergs. Mit der Zeit schafft es der der Pilz, das Holzscheit vollständig zu durchdringen und zu zersetzen. Das Holz bröckelig in der Hand, fällt leicht auseinander und riecht unangenehm modrig. Meistens geht das auch mit einem Befall durch Insekten, Käfern und Würmern einher.

Ist das der Fall, dann empfehlen wir Ihnen von einer Verwendung als Brennholz für den Kamin abzusehen. Der Schimmelpilz hat sich schon alle wichtigen Bestandteile aus dem Holz einverleibt und der Heizwert geht gegen null. Sind die Schimmelflecken jedoch nur oberflächlich vorhanden, relativ klein und noch nicht sehr weit ins Holz eingedrungen, dann eine Verbrennung im Ofen kein Problem darstellen. Das ist aber immer von Fall zu Fall verschieden und muss abgewogen werden. Bei größerem Schimmelbefall sollten Sie auch definitiv den Feuchtigkeitswert des Kaminholzes überprüfen. Die Verwendung als Heizmittel ist so lange unbedenklich, wie kein deutlich gesteigerter Sporenaustritt festzustellen ist. Selbstverständlich sollten Sie zum Schutz Ihrer Familie aber davon absehen, leicht angeschimmeltes Holz in den Wohnräumen zu lagern oder aufzubewahren. 

Jahre wieder: der Kaminholz Kauf. Doch es ist gar nicht so einfach, immer das beste Holz zum günstigsten Preis zu bekommen. Denn teilweise gibt es große Unterschiede bei der Qualität und im Preis. Damit Sie beim nächsten Einkauf vom Händler nicht über den Tisch gezogen werden, haben wir einige Tipps und Tricks zusammengestellt, worauf Sie achten sollten.

Das wichtigste zuerst: Die Qualität

Gutes Holz erkennen Sie vor allem an der Feuchtigkeit. Deshalb ist es ratsam immer einen Holzfeuchtemesser mit dabei zu haben. Dieser kleine elektronische Helfer wird Ihnen gute Dienste leisten. Er zeigt Ihnen zuverlässig die relative Feuchtigkeit des Holzes an. Werte bis 15% sind perfekt. Dieses Holz hat eine lange Lagerungszeit bei guten Bedingungen hinter sich. Es kann aber auch Schwankungen geben und teilweise bis auf 20% hinaufklettern. Solche Feuchtigkeitswerte liegen auch noch im normalen Bereich. Sie sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass es sich hier nicht um perfektes Feuerholz handelt. Will Ihnen jemand Kaminholz mit mehr als 20% Restfeuchte für gut abgelagert verkaufen, dann sollten Sie am besten die Finger davon lassen. Denn dieses Brennmaterial muss definitiv noch ein Jahr liegen, bevor es für den Kamin oder Kaminofen geeignet ist. Messen Sie am besten immer an mehreren Stellen nach. Denn bei großen Mengen kommen trockenere und feuchtere Stellen naturgemäß einfach vor. Mit einem Holzfeuchtemessgerät wissen Sie also sofort, wie es um die grundlegende Holzqualität bestellt ist. Feuchteres Holz brennt nicht so effizient und kann nicht so viel Energie freisetzen, wie getrocknetes Holz. Außerdem entsteht dann bei der Verbrennung mehr Qualm und die Schadstoffbelastung steigt deutlich an.


Für eine fundierte Kaufentscheidung sollten Sie auch auf die Art des Brennholzes achten. Denn nicht jedes Stück Scheitholz kann auch die gleiche Menge an thermischer Energie im Ofen erzeugen. Entscheidend ist der sogenannte Heizwert. Dieser ist von Art zu Art verschieden. Als Faustregel können Sie sich merken: Harthölzer (wie Eiche) können besser heizen als weiche Nadelhölzer. Es kommt zwar nur selten vor, aber manche Händler versuchen vermeintlich hochwertige Brennhölzer mit minderwertigen Arten zu mischen. So zahlen Sie den größeren Preis für minderwertigeres Holz. Im Idealfall wird Ihnen der vertrauenswürdige Verkäufer die Qualität des Holzes bescheinigen.

Nur wer Preise vergleicht, der kann auch sparen!

Schauen Sie sich also vor dem eigentlichen Kauf das Angebot mehrerer Händler an. Nehmen Sie für den Preisvergleich immer eine Messgröße zur Hand. Also vergleichen Sie beispielsweise nicht den Festraummeter mit dem Raummeter oder dem Schüttraummeter. Immer erst die Einheiten umrechnen: Dann sind Vergleiche möglich.

Wir empfehlen Ihnen das Holz für die gemütlichen Abende vor dem Kamin möglichst in der Nähe zu kaufen. Durch dir kürzeren Transportwege lassen sich Kosten einsparen. Außerdem haben Sie so in Ruhe Zeit, sich das Angebot beim Händler anzuschauen und gegebenenfalls später noch einmal wieder zu kommen. Achten Sie auch darauf, ob es in den Holzstapeln Wasserflecken oder Hinweise auf Schimmelbefall gibt. Das ist ein Hinweis auf eine zu feuchte Lagerung und wirkt sich negativ auf die Qualität des Holzes aus.

Viele Angebote erscheinen auf dem ersten Blick recht günstig. Das kann sich aber schnell ändern, wenn beim Kauf des Kaminholzes noch Zusatzkosten für die Lieferung auf Sie zukommen. Das sollten Sie gleich mit dem Händler vor Ort absprechen, damit es später keine bösen Überraschungen gibt. Am Tag des Anlieferns sollten Sie unbedingt zu Hause sein und sich selbst von der Qualität überzeugen. Beanstandungen müssen Sie sofort anmelden. Hinterher wird’s immer schwierig. Was auch immer ein guter Hinweis auf die vertrauenswürdige Arbeit eines Händlers ist, dass sind Gütesiegel und Zertifikate. Denn nur mit nachhaltig abgebautem Holz schützen Sie die Umwelt und können etwas für den Planeten tun.

Diese ganzen Tipps hören sich auf den ersten Blick umfangreich und vielleicht auch schwierig umzusetzen an. Hat man das aber ein oder zwei Mal gemacht, dann kommt auch die nötige Erfahrung. So erhalten Sie gutes Kaminholz zu einem vernünftigen Preis für Ihr Feuer-Vergnügen.

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