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Die Feuerstätten von morgen: aktuelle Trendentwicklungen beim Heizen mit Holz

Seit Anbeginn der Menschheit nutzen wir Holz zur Erzeugung von Feuer. Die Wärme und das Licht, welche aus dem brennenden Holz hervorgehen, gehören für uns instinktiv zum Leben dazu. Es ist nicht verwunderlich, dass Eigenheimbesitzer heutzutage auf Kamine und Feuerstätten setzen, um auf diesem altbewährten Weg weiter Wärmeenergie für das Eigenheim zu erzeugen. Weitere Gründe dafür sind die kostengünstige Beschaffungsmöglichkeit von Holz, die Preisstabilität, der mit Holz verbundene Klimaschutz gegenüber fossilen Brennstoffen und die regionale Verfügbarkeit. Doch Holzheizung ist nicht gleich Holzheizung. Aufgrund von Bundesgesetzen müssen die Kamine und Öfen hohe Standards in Sachen Emissionsschutz und Verbrennungsschutz erfüllen. Wie wird sich aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen und technischen Entwicklungen das Heizen mit Holz zukünftig entwickeln? Werfen wir einen Blick auf die Trends des Heizungsbereiches mit Holz…

Welchen Bedeutungszuwachs erwartet man bei Holzheizungen?

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Die vergangene Shell Hauswärme-Studie hat gezeigt, dass aufgrund der hohen Ziele der Bundesregierung bis 2030 der Anteil der erneuerbaren Energien auch für Privathaushalte eine große Bedeutung hat und zunehmen wird – und somit auch für das Heizen mit Holz. Fossile Energien werden zwar weiterhin den Hauptanteil der Wärmeerzeugung in Haushalten ausmachen, moderne Heizanlagen und Heiztechniken werden aber stark zugewinnen.

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Die großartigen Möglichkeiten zu Kombinationen mehrerer Techniken und Einkopplungen aus dem Bereich der Technik mit erneuerbaren Energien (Solarthermie, wasserführende Kamineinsätze, wasserführende Pelletöfen, Biomasse) werden für die Hauswärmeversorgung immer wichtiger. Bis 2030 ist es perspektivisch sogar möglich, dass es zu einer Integration von Stromerzeugung und Hauswärme kommt – über brennstoffbetriebene Wärmepumpen, Mikro- und Mini-KWK -Anlagen und Brennstoffzellengeräte, die sich bis dato etablieren können. Jährlich werden ca. 3% aller Heizanlagen modernisiert – bis 2030 kann, bei dem gezeichneten Szenario, demnach die Zahl der effizienten Heizungen (wie beispielsweise Brennwertkessel) auf 10,6 Millionen Geräte in Deutschland zunehmen, allerdings wird es auch 2030 wahrscheinlich noch 7,6 Millionen nicht modernisierte Geräte geben.

Wichtige Feuerstätten für ein „grünes“ (und quasi trendbewusstes) Heizen

Gruenes-Heizen

Um für kommende Generationen eine lebenswerte Welt zu erhalten, sind Sanierungen wichtig – sowohl von Gebäuden an sich, als auch von Heizungsanlagen. Es wird davon ausgegangen, dass der Anteil von Öl und Gas für den Heizungsmarkt bis 2030 auf 20% sinkt – soll heißen: Die Bedeutung von Holz nimmt extrem zu und übertrifft sogar die Erwartungen. Das Potenzial der Holzheizungen wird weiter ausgeschöpft werden, um ein nachhaltiges und leistungsstarkes Heizen zu ermöglichen. Schon heute lassen sich viele Hersteller selbst entwickelte Technologien zur optimierten Verbrennung patentieren. Wenn Sie auf besonders leistungsstarkes, sparendes und umweltschonendes Heizen setzen möchten, können Sie folgendes beachten:

Moderne-Heizungsanlage

  • Zusätzliche Speichermasse bei Öfen sorgt für eine längere Haltung der erzeugten Wärme, selbst wenn das Feuer im Speicherofen schon erloschen ist. Die zusätzliche Speichermasse nimmt die erzeugte Wärme auf, um sie nach und nach in den Wohnraum abzustrahlen. Ein weiterer Vorteil: Sie umgehen Stauwärme. So lässt sich bis zu 10 Stunden zusätzlich Wärme in den Raum abgeben. Das Nachrüsten von Speicherblöcken ist mit gerade einmal 90€ übrigens richtig günstig und lohnenswert.
  • Mit wasserführenden Kaminöfen können Sie nicht nur Ihren Wohnraum erwärmen, sondern die erzeugte Wärme auch für das Verbrauchswasser und weitere Wohnräume in die Zentralheizung einspeisen. Besonders als Ergänzung zu einer vorhandenen Solarthermie-Anlage sind wasserführende Kaminöfen sinnvoll: sie schließen die Versorgungslücke und ermöglichen die Unabhängigkeit von Öl und Gas. Entscheiden Sie sich für die Pellet-Technik, wird ein wasserführender Pelletofen bei der Anschaffung sogar staatlich gefördert, wenn Sie bereits eine Solarthermie-Anlage besitzen und den Ofen zur kombinierten Nutzung gebrauchen möchten.
  • Kamine mit Ihrem Kamineinsatz werden generell als Designobjekt in Wohnräumen an Bedeutung gewinnen. Der ausgestrahlte Luxus und die Gemütlichkeit sprechen dabei für sich.

Quellen:

http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Studien/Shell_BDH_Hauswaerme_Studie_II.pdf

http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI-Update_05_2013.pdf