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Eignet sich Totholz aus dem Wald für die Verbrennung im Kamin?

Beim Spaziergang durch den Wald fällt einem oftmals Totholz auf, das als Äste und Zweige auf dem Boden liegt oder an den Bäumen herunterhängt. Kann man dieses Holz einfach mitnehmen und zum Verfeuern im Kamineinsatz vom Kamin benutzen? Dieser Frage gehen wir für Sie in diesem Beitrag nach.

Welches Totholz eignet sich zur Verbrennung?

Feuer

Generell kann man davon ausgehen, dass Totholz, das noch an den Bäumen hängt, trockener ist als das, welches bereits auf dem Boden lag. Allerdings hängt dies sowohl von der Holzart als auch der Dauer zu, die das Holz schon am Bode liegt, ab. Nadelholz beginnt beispielsweise schnell an zu faulen, wenn es am Boden liegt und nass wird. Holz von Buchen, Eichen oder Ahorn hingegen ist widerstandsfähiger und besser geeignet zur späteren Verbrennung im Kaminofen. Der genaue Anteil an Feuchtigkeit im Holz kann nur mit einem speziellen Holzfeuchtemessgerät festgestellt werden. Um auch ohne Messgerät sicherzugehen möglichst trockenes Holz zu verbrennen, empfiehlt es sich Holz immer erst eine Zeit lang trocken zu lagern, bevor man es verbrennt, damit es ausreichend Feuchtigkeit verlieren kann. Es gilt: Nur trockenes Holz verbrennt effizient und klimaneutral – ob aus dem Wald oder Baumarkt.

Wie ist die rechtliche Lage zur Holzlese im Wald?

Brennholz-im-Wald-sammeln

Eine eindeutige, gesetzliche Regelung existiert zu diesem Thema nicht, jedoch sollten Sie beachten, dass ein Wald in der Regel Privatbesitz oder Besitz Ihrer Kommune ist. Daher sollten Sie darauf verzichten, vor allem größere Mengen, ohne Absprache mit dem Besitzer, für den Kaminbedarf mitzunehmen. Eine Möglichkeit an Bruchholz günstig zu kommen ist ein Holzleseschein, der von vielen Forstämtern ausgestellt wird: Sie zahlen hierfür einen festen Betrag und dürfen dafür im ausgezeichneten Gebiet Feuerholz nach Lust und Laune für den Eigenbedarf sammeln. Ansonsten ist eine Rücksprache mit dem Förster oder privatem Besitzer des Forstes ratsam, um Ärger zu vermeiden und langfristig günstig an gutes Holz aus dem Wald zu kommen.

Wie sieht es mit Schädlingen aus?

Schaedlinge-im-Holz

Wenn man sich Waldholz als Brennstoff für seinen Kaminbausatz oder Ofen ins Haus holt, dann kann es vorkommen, dass bei der Zwischenlagerung im Haus Insekten zum Vorschein kommen. In der Regel kommt dies nicht vor, wenn das Brennholz zuvor trocken und luftig im Freien gelagert und erst zu Verbrennung ins Haus geholt wird. Sollten doch mal Insekten aus dem Holz kommen, dann sind diese meist ungefährlich für Möbel und das Holz kann dennoch verbrannt werden. Bei starkem Befall und erkennbaren Nagespuren sollte das Holz allerdings aus Vorsicht entsorgt werden. Eine sachgemäße Lagerung von Scheitholz ist der beste Schutz vor Schädlingen.