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Dauerbrand und Zeitbrand: Das sind die Unterschiede bei beiden Ofentypen

Der Unterschied zwischen Dauerbrand und einem Zeitbrand ist nicht so offensichtlich, wie es die beiden Wortbestandteile „Dauer“ und „Zeit“ vermuten lassen. Die beiden Ofentypen des Dauerbrandofens und Zeitbrandofens unterscheiden sich – nicht zuletzt im Brennmaterial und Betrieb. Beide Varianten sind geeignet für den Dauerbetrieb geeignet, nur auf die jeweilige Auslegung kommt es an. Wir stellen beide Ofentypen gegenüber, damit Sie den für sich besten Ofen für Ihre Zwecke finden.

Dauerbrandofen – Für die Verbrennung von Kohle optimiert

Dauerbrandofen

„Dauerbrand“ ist nicht einfach der Begriff für einen möglichen Betrieb rund um die Uhr – Dies kann ein Zeitbrandofen nämlich durchaus auch. Öfen, bei denen eine stetige Feuerung über 24 Stunden hinweg möglich ist, sind mit dem Begriff „Dauerbetrieb“ gekennzeichnet.

Der Begriff Dauerbrandofen stammt aus den Prüfungsvorgaben für Kohleöfen. Hier geht es um die Dauer der Gluthaltung: Der Dauerbrandofen muss beim Verfeuern von Kohle mit einer vorgegebenen Nennwärmeleistung mindestens für vier Stunden die Glut halten können und der EN 13240 entsprechen – Der Dauerbrand ist der Zeitraum der gehaltenen Nennwärmeleistung. Dauerbrandöfen eignen sich daher weniger für die Holzverbrennung, denn hier werden nicht die optimalen Verbrennungswerte erreicht.

Kamin

Der Feuerraum unterscheidet sich von einem Holzkamin. Beim Dauerbrandofen gibt es eine typische Gussmulde, die für das Nachrutschen und den Abbrand der Kohle optimal ausgeformt ist. Durch den Ofenrost muss von unten die Verbrennungsluft zugeführt werden, um einen stetigen Abbrand zu garantieren. Die ersten Dauerbrandöfen wurden übrigens in Irland produziert und seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland gefertigt und genutzt. Die damaligen, häufig aus Eisen hergestellten Öfen waren um einiges dekorativer als heutige Dauerbrandöfen. Die Holzverbrennung ist im Dauerbrandofen zwar auch möglich, Sie erreichen damit aber keine optimale Verbrennung. Das liegt daran, dass sich in diesem Ofentyp keine vorgeheizte Verbrennungsluft zuführen lässt.

AUTOMATIC-Verbrennungssystem – Für Dauerbrand-Kaminöfen

Kaminöfen mit dem AUTOMATIC-Verbrennungssystem sind mit einer Leistungsautomatik ausgestattet, welche den Brennstoff optimal ausnutzt. Bei der Verwendung von Kohle sind diese Öfen als Dauerbrandöfen zugelassen. Bei der Verbrennung von Holz wird die AUTOMATIC nicht benötigt; es verbrennt nach dem Hot-Air-System. Wird Kohle als Brennstoff eingesetzt, muss die AUTOMATIC eingeschaltet werden. Durch die Steuerung über den Wärmefühler wird die für den Verbrennungsvorgang optimal benötigte Primärluftmenge automatisch zugeführt. Dieses innovative System ist in Öfen von HWAM serienmäßig eingebaut.

Der Zeitbrandofen: Holz verbrennen statt Kohle

Zeitbrandofen-mit-Holz

Zeitbrandöfen sind beinahe klassisch für die Verbrennung von Holz konzipiert. „Zeitbrand“ bezeichnet hierbei die Einhaltung der Prüfungskriterien für den Holzabbrand: Der Zeitbrandofen muss für mindestens 45 Minuten die Glut bei Nennwärme halten.

Diese Öfen können auch mit Briketts, nicht aber mit Kohle befeuert werden.

Zeitbrandöfen und Kaminöfen können ebenfalls für 24 Stunden betrieben werden und müssen nicht auskühlen. Holz kann Wärme nicht so lang halten – hier muss häufiger nachgelegt werden, um den Betrieb und die Wärmeerzeugung aufrecht zu erhalten. Somit ist viel mehr Brennmaterial als beim Dauerbrandofen notwendig. Andererseits haben Zeitbrandöfen eine bessere Heizleistung. Zeitbrandöfen besitzen einen flachen Boden und keine Auffangmulde wie beim Dauerbrandofen. Jeder klassische KaminofenSchwedenofenSpeicherofenSpecksteinofenWerkstattofenGrundofen auch der Kamin mit seinem Kamineinsatz ist ein Zeitbrandofen. Meist ist der Brennraum hier wärmegedämmt und mit Vermiculiteplatten ausgestattet. Nach Abbrand des Holzes muss der Zeitbrandofen nur durch sein Glutbett die volle Nennwärmeleistung noch mindestens 45 Minuten aufrechthalten, daher der Name.

Dauerbrand oder Zeitbrand: Welcher Ofen ist besser?

Dauerbrandofen-versus-Zeitbrandofen

Welchen Ofentypen Sie benötigen, hängt von Ihrem bevorzugten Brennmaterial ab. Ein Dauerbrandofen eignet sich für Kohle, kann aber auch mit Holz und Briketts befeuert werden – allerdings unter Einberechnung schlechterer Verbrennungswerte bei Holz. Ein klassischer Kaminofen oder Kaminbausatz – der Zeitbrandofen – eignet sich hervorragend für Holz und Briketts, besitzt aber keine Kohlezulassung.

Ein guter Zeitbrandofen kann ohne Probleme „dauernd“ betrieben werden, ohne auszukühlen. Zeitbrandöfen müssen in der Regel öfter bestückt werden als Dauerbrandöfen, sind dabei allerdings effizienter bei Holz und bieten eine wesentlich bessere Heizleistung. Holz verbrennt nun einmal schneller als Kohlen und lässt die Wohnung daher schneller mollig warm werden. Wenn Sie sich für ein Modell mit zusätzlichen Speichersteinen, einer Verkleidung aus Naturstein oder für einen Pelletofen entscheiden, können Sie das Nachlegen hinauszögern. Gerade bei einem Pelletofen von MCZ kann die Brennstoffzufuhr automatisch geregelt werden. Dauerbrandöfen erfordern auch eine gewisse Übung in ihrer Bedienung. Die Vorteile der langen Nachlegeintervalle, die Tauglichkeit für große Häuser und die Kombinationsmöglichkeiten mit dem Zentralheizsystem sind jedoch bei Dauerbrandöfen für einige Hausbesitzer durchaus interessant.