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Fit durch den Winter: Kaminholz selber schlagen - So machen es die Profis

Selbst ist der Mann!

Sich wie in alten Zeiten das Brennholz für den Kamin schlagen ist eine feine Sache und eine gute körperliche Arbeit an der frischen Luft. Doch damit alles reibungslos und unfallfrei verläuft, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Alles rund um die richtige Ausrüstung und Vorgehensweise haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Mit welchem Aufwand muss ich rechnen?

Das Schlagen von Holz im Wald scheint eine einfache und günstige Alternative zum Brennholzkauf im Baumarkt zu sein, jedoch bedarf dieses Vorhaben einige Vorbereitung: So können Sie nicht einfach im Wald spazieren gehen und sich einen Baum aussuchen und loslegen. Der erste Anruf gilt dem Förster: Dieser weist Ihnen einen geeigneten Baum oder einen bereits geschlagenen Stamm zu, den Sie zu Brennholz verarbeiten können – natürlich kostet auch dieses Holz etwas.

Zudem benötigen Sie eine geeignete Ausrüstung zur Arbeit im Wald: Sicherheitskleidung und die Kettensäge sind Pflicht. Als sogenannter Selbstwerber Holz zu schlagen hat mit der größer werdenden Beliebtheit von Kaminöfen in den letzten Jahren zu einer erhöhten Nachfrage nach Waldholz geführt. Diese Nachfrage hat den Holzpreis in die Höhe getrieben, weshalb sich die Ersparnis durch das eigene Brennholz schlagen nicht mehr so groß ausnimmt.

Früher konnte man den Raummeter Holz für 10 bis 20 Euro erhalten, heute liegen die Preise bei bis zu 65 Euro. Dennoch ist der Brennstoff Holz im Verhältnis günstiger als Öl oder Gas, weshalb sich der Entschluss Selbstwerber zu werden durchaus lohnt.

Wie schlage ich Kaminholz selbst?

Damit Sie fachgerecht und sicher Ihr eigenes Brennholz schlagen können, benötigen Sie zunächst die richtige Ausrüstung. Hierzu zählt neben der benzinbetriebenen Motorsäge eine schnittfeste Arbeitshose, Arbeitsschuhe und ein Kopf- wie auch Gehörschutz. Auch der Besitz eines Motorsägenführerscheins ist meist die Voraussetzung, um in einem Wald Holz schlagen zu dürfen und wird von dem Förster oder Besitzern gefordert.

In entsprechenden Kursen lernen Sie alles Wissenswerte rund um die Motorsäge und das Holzsägen. Sie sollten zudem nie alleine in den Wald zur Arbeit gehen, den Arbeitsbereich absperren und einen Erste-Hilfe-Kasten bereithalten – aus Sicherheitsgründen. Holz schlagen ist eine körperlich anstrengende Arbeit, die sich nur auf Dauer kostentechnisch rentiert und wenn Sie Freude an dieser Aufgabe haben.

Mit dem entsprechenden Rüstzeug und Motivation geht’s raus an die frische Luft und ran ans Werk. Ideal zum Brennholz schlagen sind die Monate November bis März, da in dieser Zeit der Feuchtigkeitsgehalt der Bäume am niedrigsten ist. Geschlagene Stämme werden in Scheiben geschnitten und abtransportiert. Die Verarbeitung zu Holzscheiten können Sie dann im heimischen Garten vornehmen, wobei ebenfalls Schutzkleidung das A und O ist. Anschließend wird das bearbeitete Holz geschichtet und gelagert. Frisch geschlagenes Holz benötigt bis zu 2 Jahre, um ausreichend zu trocknen. Der Kauf von trockenem, brennfertigem Brennholz ist daher vielleicht etwas kostspieliger, doch erspart Ihnen einen großen zeitlichen Aufwand. Für welche Variante Sie sich auch entscheiden, wir wünschen Ihnen „Gut Holz!“.

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