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Wie funktioniert ein Pelletofen?

Der Pelletofen ist als Alternative zum Kamin inklusiv Kamineinsatz und zum Kaminbausatz in aller Munde und immer mehr Menschen entscheiden sich nicht zuletzt dank der Fördermöglichkeiten, die durch BAFA und KfW geboten werden, für den Einbau eines solchen Ofens. Gefördert werden sowohl Neubau als auch Modernisierung der Heizungsanlage mit einer Pelletheizung.

Doch was ist eigentlich ein Pelletofen?

Allgemeine Informationen


Wie der Name schon sagt, wird der Pelletofen mit Pellets beheizt. Für die Herstellung werden Sägespäne oder Holzabfälle benötigt, die dann in kleine, längliche Pellets gepresst werden. Holzpellets sind nicht nur günstiger als fossile Brennstoffe, sondern sie schonen beim Verbrennen auch noch die Umwelt.
Pelletöfen sind spezielle Kaminöfen, die eigens für die Verbrennung der Pellets konzipiert wurden. Dabei sind moderne Öfen wahre Wunderwerke, arbeiten sie doch vollautomatisch und regeln so die gewünschte Raumtemperatur ohne weiteres Zutun. Sie müssen die Vorratskammer des Pelletofens lediglich mit Pellets bestücken, von hier aus bringt dieser sie selbstständig in den Brennraum. Dabei wählt der Ofen immer nur so viele Pellets aus, wie auch benötigt werden. Die Effizienz dieses Systems ist sehr hoch.
Setzen Sie auf Holzpellets beim Heizen, dann sparen Sie zudem Lagerraum. Holzscheite brauchen deutlich mehr Platz, auch Öl- und Gastanks wollen sicher untergebracht sein. Holzpellets hingegen lagern Sie einfach in einer Kiste oder in einem Sack und füllen bei Bedarf den Vorratsraum des Ofens auf.
Nachteilig empfinden viele Menschen das Fehlen des typischen Kamin-Gefühls. Ein prasselndes Feuer gibt es bei einem Pelletofen nicht. Die Pellets besitzen nur eine sehr geringe Eigenfeuchte – maximal 10 Prozent – und verbrennen daher ohne weitere Geräusche.
Oft wird auch der Preis als Nachteil genannt, sind Holzpelletöfen doch um einiges teurer im Einbau. Doch die höheren Investitionskosten amortisieren sich rasch, da der gesamte Betrieb eines solchen Ofens günstiger ist.

Wie funktioniert der Pelletofen?

Im Pelletofen oder Pelletkamineinsatz ist ein Brenner integriert. Dieser ist für die Verbrennung der Pellets zuständig. Wird der Ofen nur für eine einzelne Wohnung oder gar einen Raum eingesetzt, so verfügt er über einen Behälter, der nur eine Tagesration der Pellets fasst. Größere Anlagen verfügen über größere Vorratsbehälter. Je nach gewünschter Temperatur und Notwendigkeit dosiert die Anlage die Menge der Pellets und führt sie über eine Förderschnecke in den Brenner. Hier arbeitet ein Zündgebläse, welches die Pellets entzündet. Das elektrische Sauggebläse steuert die Luftzufuhr und damit den Verbrennungsvorgang. Die entstehenden Abgase geben die Wärme an das Heizungswasser ab, was mit Hilfe eines Wärmeübertragers geschieht. Die Wärme wird über das Wärmeverteilungssystem verteilt. Auch die Warmwasserbereitung geschieht in dem Zuge.
Pelletöfen und Kamine sind grundverschieden. Beide bringen zwar Wärme, arbeiten aber unterschiedlich effizient. Der Pelletofen besitzt einen Vorratsbehälter, den Sie befüllen müssen. Alles Weitere geschieht automatisch. Eine Füllung kann sogar für mehrere Tage reichen, dies ist von der gewünschten Raumtemperatur abhängig. Der praktische Nutzen eines Pelletofens liegt damit auf der Hand.

Arten der Pelletöfen

Ein Einzelofen beheizt lediglich einen einzelnen Raum in der Wohnung. Teilweise gibt er seine Wärme an mehrere angeschlossene Räume ab, die dann allerdings eine geringe Größe aufweisen. Wie ein Pelletofen arbeitet auch eine Pelletheizung, nur ist hier eine Art Zentralheizung angeschlossen. Der Pelletkessel ist sozusagen der große Bruder des Pelletofens.
Der Einzelofen findet sich meist in Küche oder Wohnzimmer wieder. Mit seiner Wärme kann der Raum beheizt werden. Der Ofen verfügt über eine Sichtscheibe, die ebenfalls als Ableitung für die Wärme dient. Ein integrierter Luftkanal eröffnet die Möglichkeit, dass die Wärme auch in andere Räume gelangt. Wasserführende Pelletöfen besitzen eine sogenannte Wassertasche. Sie können solche Öfen an den Wasserkreislauf Ihres Hauses anschließen lassen und sparen sich Kosten für die reguläre Zentralheizung. Der Pelletofen dient dem Beheizen des Hauses, wenn die Außentemperaturen im Herbst langsam fallen. Andere Wohnungsbesitzer schalten die Zentralheizung an, Sie können mit Holzpellets für wohlige Wärme sorgen. Zwischen 60 und 80 Prozent der Wärme, die beim Betrieb eines Holzpelletofens entsteht, können in das Heizsystem des Hauses eingespeist werden. Dank dieser Wärme haben Sie ein warmes Haus und warmes Trinkwasser.

Eine andere Art der Pelletöfen ist die Pelletheizung. Sie stellt eine komplette Zentralheizung dar und eignet sich sowohl für Ein- als auch für Mehrfamilienhäuser. Meist gibt es hier keinen Vorratsbehälter, sondern die Heizung ist direkt mit dem Pelletlager verbunden. Das Kernstück dieser Heizung ist der Pelletkessel, in dem der Verbrennungsvorgang abläuft.

Der Aufbau eines Pelletofens

Es wird zwischen dem luft- und dem wasserführenden Pelletofen unterschieden. Der luftführende Ofen besitzt den Vorratsbehälter, den Sie befüllen müssen. Die Asche, die bei der Verbrennung der Pellets entsteht, fällt in eine Aschekammer, von wo aus Sie sie entfernen können. Strahlungswärme und Konvektionswärme sorgen gemeinsam für die gewünschte Raumtemperatur. Frische Luft gelangt über Kanäle in den Ofen und tritt erwärmt wieder aus.
Der wasserführende Pelletofen besitzt einen ganz ähnlichen Aufbau. Er verfügt allerdings zusätzlich über einen Wasserwärmetauscher oder über eine Wassertasche. Bei der Verbrennung der Pellets entsteht Wärme, die für warmes Wasser sorgt. Dieses Wasser gelangt dank einer Pumpe in den Wasserkreislauf des Gebäudes. Der Raum selbst wird über eine Sichtscheibe und den Rost über der Brennkammer erwärmt. Die Hersteller MCZ und Edilkamin haben hier sehr leistungsstarke Edilkamin Pelletöfen und MCZ Pelletöfen wasserführend.
Pelletheizungen verfügen häufig über einen Pufferspeicher. Dieser kann überschüssige Wärme aufnehmen. Bei Bedarf gibt der Speicher die Wärme wieder ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pelletheizung stets unter Volllast laufen kann und dass die Wärme dennoch effizient genutzt wird. Möglich ist sogar die Kombination mit einer Solarthermie Anlage, was die Heizkosten noch einmal senkt. Sicherlich sind die Investitionskosten in eine solche Kombinationsanlage erst einmal recht hoch. Allerdings rechnet sich diese Investition rasch, da der laufende Betrieb der Heizungsanlage weitaus weniger Geld kostet als bei einer konventionellen Heizung auf Basis von Öl oder Gas.