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Schornstein nachträglich einbauen: 2 Möglichkeiten für alle Fälle

Nicht immer weiß man schon beim Hausbau, dass später noch ein Kamin oder ein kleiner Ofen eingebaut werden soll. Viele Hausbesitzer wollen aber später gerne einen Kaminofen nachrüsten und so zusätzlich zur Heizung mit Holz die eigenen vier Wände mollig warm haben.
Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass Sie in diesem Fall auch einen Schornstein nachträglich einbauen müssen. Und da gibt es bei der Planung einige Hürden zu meistern. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Beitrag vor allem mit den verschiedenen Möglichkeiten, wie man einen Schornstein auch nachträglich in ein Haus einbauen kann. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass Sie Ihr Bauvorhaben zunächst mit dem Schornsteinfeger absprechen und sich auch eine Baugenehmigung einholen. Welche Unterlagen Sie genau dafür benötigen, ist im jeweiligen Landesbaugesetz verankert.

Wo soll der neue Schornstein stehen?

Schornsteinfeger-2016

Eine grundlegende Frage beim nachträglichen Einbau eines Schornsteins ist: Wo befindet sich der neue Kamin mit seinem Kamineinsatz oder der neue Pelletofen und wo soll die Rauchgasabführung eingebaut werden. Wenn Sie den Kaminofen beispielsweise an einer Außenwand aufstellen möchten, dann ist es sinnvoll, auch den Schornstein an der Außenwand des Hauses zu montieren. Eine besonders praktikable und preisgünstige Lösung dafür ist ein Edelstahlschornstein Bausatz. Ein solcher Edelstahlschornstein besteht aus mehreren Edelstahlschornstein-Einzelteilen, welche ineinandergesteckt und dann verbunden werden. Edelstahl hat außerdem den Vorteil, dass er witterungsbeständig ist und mit den meisten Brennstoffen kompatibel ist.

Welche Variante Sie verwenden müssen, wenn Sie einen Schornstein nachträglich einbauen wollen, hängt auch von der Art des Ofens ab. Viele moderne Kaminbausätze sind auf einen raumluftunabhängigen Betrieb ausgelegt. Es bedeutet, dass Sie den zur Verbrennung benötigten Sauerstoff über eine eigenständige Leitung beziehen. Das ist vor allem für das Raumklima ein großes Plus. Umsetzen lässt sich eine solche Installation beispielsweise mit einem angeschlossenen Aluflexrohr. Häufig möchte man den baulichen Aufwand aber so gering wie möglich halten – insbesondere mit Blick auf die Kosten. Aus diesem Grund wird die externe Verbrennungsluftzufuhr auch häufig direkt über den Schornstein eingeleitet. Zu- und Abluft befinden sich dann in zwei getrennten Kanälen. Wenn Sie sich so eine Variante wünschen, dann empfehlen wir Ihnen einen Fertigteilschornstein.

Fertigteilschornsteine bestehen in der Regel aus einem keramischen Innenrohr, welches von einer mineralischen Dämmung umgeben ist. Außen befindet sich zur Stabilisierung des Schornsteins noch ein Mantel. Ein Fertigteilschornstein kann Zu- und Abluft gleichzeitig beherbergen. Neben dem verringerten Bauaufwand hat ein solcher Schornstein auch den Vorteil, dass die Zuluft vorgewärmt wird – was sich positiv auf die Verbrennung in der Feuerstätte auswirkt. Die Fertigteil-Variante kann zwar ebenfalls an der Außenwand des Hauses gebaut werden, meistens wird der Schacht aber mitten durchs Haus gezogen.

Ein besonders flexibles System, dass wir Ihnen in diesem Zusammenhang vorstellen möchten, ist der Fertigteilschornstein des Herstellers Schreyer. Der Vorteil ist, dass der Schornstein individuell an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden kann. Wenn Sie eine Gastherme besitzen, dann wird ein extra Schacht eingebaut, der die Abgasleitung beinhaltet. Dank dieser Konstruktion sind Sie für alle Eventualitäten gerüstet und der nachträgliche Einbau eines Schornsteins ist kein Problem mehr.

Kann man einen Schornstein auch im Haus im Nachhinein montieren?

Natürlich können Sie die Abgasleitung für Ihren Kamin auch in der Mitte des Hauses vornehmen. Bei dieser Option schwebt den meisten Eigenheimbesitzern eine Schreckensvision von Bauschutt, Lärm und explodierenden Kosten vor. Mit modernen Baumethoden können Sie einen Schornstein innen nachträglich einbauen lassen. Normalerweise nimmt dies nicht mehr als zwei Tage in Anspruch.

Allerdings müssen Sie bedenken, dass ein solches Unterfangen einen nicht ganz unerheblichen Eingriff in die Architektur und Dämmung des Hauses darstellt. Das Risiko der Schornstein-Versottung ist wesentlich größer und die potenziellen Schäden können auch das Mauerwerk angreifen. Sprechen Sie also genau mit Ihrem Schornsteinfeger ab, ob unter den vielen Möglichkeiten, einen Schornstein nachträglich einbauen zu lassen, diese die Richtige für Sie ist.